Aikido
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[Bearbeiten] Zusammenfassung des Projekts
- Zielgruppe: Einsteiger, die mit dem Sport anfangen, aber auch welche, die sich mitten drin befinden; etwa 6.-3.Kyu
- Lernziele: Es ist eher eine Referenz oder dient als Inspiration. Aikido kann man nicht aus Büchern lernen.
- Buchpatenschaft/Ansprechperson: Dennis email: fakier@gmx.net
- Sind Co-Autoren gegenwärtig erwünscht? JA ! Bilder wären gut, oder selber einfach einen kleinen Part übernehmen
- Richtlinien für Co-Autoren: versuchen, sachlich und klar zu formulieren
- Projektumfang und Abgrenzung zu anderen Wikibooks:
- Themenbeschreibung: Ein Buch über Aikido, das dem Anfänger eine gute Hilfe auf seinem Weg bietet.
- Aufbau des Buches: Es soll vom Einstieg über Basistechniken bis hin zu kleinen „Hints“ und „Hacks“ reichen.
[Bearbeiten] Aikido
[Bearbeiten] Einstieg
[Bearbeiten] Einführung
Ai = Harmonie, Ki = Kraft, Do = Lehre
Aikido wird oft als eine Kunst, bei der man den Gegner durch seine Kraft zu Fall bringt, beschrieben. Es ist jedoch mehr das gemeinschaftliche Üben einer Technik, bei der beide bestrebt sind, ihre Kunst zu perfektionieren. Sowohl der Angreifer als auch der Verteidiger nimmt seine Rolle ernst: Der Erstgenannte sucht nach Lücken zum Kontern, letzterer verteidigt sich schließlich ;) Die zwei Rollen sind gleichwertig und repräsentieren gleichwertige Kraft. So kann es keinen Sieger und Verlierer geben. Deshalb gibt es auch keine Wettkämpfe im Aikido. Dies wäre an der Ideologie vorbei.
Ein schönes Zitat, welches Aikido ganz gut beschreibt: „Wasser braucht nicht zu kämpfen, es umfließt seinen Gegner. Es ist formlos und namenlos.“
[Bearbeiten] Entstehung des Aikidos
Dieser Text stammt von Michael Horvath (aus Wien) aus seiner Diplomarbeit „Was ist Erleuchtung?“ Kapitel 5 Link zur Quelle //erst nochmal removed... bis die Sache geklärt ist.
[Bearbeiten] Üben und Etikette
[Bearbeiten] Etikette
Beim Betreten des Dojos (Übungshalle bzw. Trainingsraum) werden die Schuhe ausgezogen.
Vor dem Betreten der Matte verbeugt man sich zur Kamiza (Hausaltar), beim Verlassen der Matte gilt dasselbe.
Zu spät zum Training zu kommen, zeugt von mangelndem Respekt. Da wir aber in einer modernen Gesellschaft leben, lässt es sich nicht immer vermeiden. Wem dies passiert, sollte sich an den Mattenrand setzen, kurz Mokusō (eine Meditation) machen, sich zur Kamiza verbeugen und warten, bis er vom Trainer hereingewunken wird. Daraufhin verbeugt man sich kurz in dessen Richtung, steht auf und betritt die Matte. Welches Verhalten vorgeschrieben wird, ist aber auch immer ein bisschen von Verein und Trainer abhängig.
„Wer seine Lehrer achtet, hat Achtung vor sich selbst“
[Bearbeiten] Uke-Arbeit
Uke ist der Angreifer, also derjenige, der geworfen wird, aber in keinstem Fall ein Opfer oder Lamm, das zur Schlachtbank geführt wird. Die Aufgabe des Angreifenden ist es, stets seine Aufmerksamkeit und Kraft zum Partner zu schicken. Nur so kann er sich gut bewegen und beide können voneinander lernen. Uke sollte auch stets bestrebt sein, weiterhin anzugreifen, um möglicherweise zu kontern, aber nicht sperren oder sich verkrampfen. Bei einer abgesprochenen Technik zu sperren ist keine große Kunst. Später ist es durchaus von Interesse, eine Technik zu sperren, jedoch sollte man sich bewusst machen, dass daraus dann eine andere Technik resultiert. Ist man also nicht gewillt, sich in einer anderen Technik wiederzufinden, oder hat noch nicht entsprechende Kenntnisse, um die neue Technik unbeschadet zu überstehen, sollte darauf verzichtet werden. Das Sperren einer Technik hat auch mit Respekt zu tun. So sollte man nur sperren, wenn man den anderen kennt oder er über meine Absicht im Klaren ist. Sperren bei einem höher Graduierten oder bei jemanden, den man nicht kennt, könnte missverstanden werden. Auch ein „übertriebenes“ Angreifen, bei dem der Verteidiger nicht in die abgesprochene Technik gelangen kann, kann als Sperren bezeichnet werden.
[Bearbeiten] Schrittübungen
Es hört sich vielleicht einfach an, da wir uns seit Kindesalter fortbewegen, aber auch das Bewegen will gelernt und geschult sein. Nur durch ständiges Üben erhalten wir die Schärfe und Klarheit in unseren Bewegungen. Eine Technik besteht aus vielen kleinen Mosaiksteinen und keine darf fehlen oder es ihr an Qualität mangeln.
[Bearbeiten] Irimi
Irimi ist nur ein Schritt nach vorne. Allerdings wird damit auch ein Prinzip bezeichnet, auf das später eingegangen wird.
[Bearbeiten] Tenkan
Dabei wird ein Fuß zurückgenommen und man dreht sich um 180 Grad. Dies ist eine Ausweichbewegung, bei der die Kraft des Partners durchgelassen wird. Der vordere Fuß bleibt dabei möglichst unter Spannung, damit das Knie geschützt ist.
[Bearbeiten] Kaiten
Das Wort bedeutet Windmühle. Keiten ist eine auf der Stelle ausgeführte Drehung um 180 Grad. Dabei ist zu beachten, dass die Kraft aus der Hüfte kommt, was ein scharfes und schnelles Drehen ermöglicht.
[Bearbeiten] Suri Ashi
Suri Ashi bezeichnet einen Schiebeschritt, bei dem der vordere Fuß vorne bleibt bzw. nach vorne geschoben und der hintere hinterhergezogen wird. Dieser Schiebeschritt ist der einzige, den man im Aikido benötigt. Es gibt noch eine zweite Schiebeschritt-Art, bei der der hintere Fuß unter den Schwerpunkt gezogen und dann der vordere nach vorne gesetzt wird. Diese ist z.B. beim Karate gebräuchlicher. Sie kann verwendet werden, um mit dem vorderen Bein zu treten.
[Bearbeiten] Ayumi-ashi
Ayumi-ashi ist im Aikido eher ungebräuchlich. Es bezeichnet einen Übersetzschritt. Der Schwerpunkt kann tief gehalten werden, der hintere Fuß kreuzt den vorderen und dann wird der zuerst vordere wieder nach vorne gesetzt.
[Bearbeiten] Tai Sabaki
Tai Sabaki heißt soviel wie „Körper bewegen“ und stellt die wichtigste Technik im Aikido dar, weil alle „Anfänger-Techniken“ diese Schrittkombination aus Irimi und Tenkan enthalten. Sie dient sowohl zum Ausweichen als auch zum Positionieren.
[Bearbeiten] Was bedeuten Ura und Omote?
Bevor wir zu den ersten Techniken kommen, müssen wir klären, was es mit Ura und Omote auf sich hat. Wie zwei Seiten einer Münze kann jede Technik vor und hinter dem Partner ausgeführt werden. Es gibt – je nachdem, wie der Partner steht – immer eine „offene“ und eine „geschlossene“ Seite. Dies ist in anderen Kampfkünsten auch geläufig. Dabei wird mit Omote „vor dem Partner“ und mit Ura „hinter dem Partner“ beschrieben. Oft wird in anderen Büchern anstelle von Ura und Omote auch Irimi und Tekan als Bezeichnung verwendet. Das rührt daher, dass Omote mit einem Irimi-Schritt und Ura mit einem Tenkan-Schritt ausgeführt wird. Es wird auch häufig davon geredet, dass Omote die „belehrendere“ Technik ist, mit der dem Angreifer die Sinnlosigkeit seines Angriffs demonstriert wird. Bei Ura geht man in seinen „Windschatten“, weil man möglicherweise einen Tritt oder seine andere Hand, die zuschlagen könnte, fürchtet. Ura zeichnet sich häufig durch eine schnellere und kürzere Technik aus. So sind die Grundschultechniken, die in Ura gezeigt werden, meist ohne Eingang.
[Bearbeiten] Was ist ein Eingang?
Ein Eingang bezeichnet eine einleitende Bewegung. Sie hat noch nichts mit der Technik zu tun und kann ganz getrennt davon betrachtet werden. Im eigentlichen Sinn dient sie dazu, den Partner zu bewegen. Steht er in einem festen Stand, ist es fast nicht möglich, ihn in eine Technik zu zwingen, da wir nicht gegen seine Kraft arbeiten wollen. Auch befindet sich in einem sich bewegenden System Bewegungsenergie, die wir nutzen können.
[Bearbeiten] Ukemi Waza
Ukemi Waza sind Fallübungen. Das Fallen und Rollen ist mit das Wichtigste im Aikido, es ist auch mit das Erste, was man im Aikido lernt. Aikido zeichnet sich auch durch seine gute Fallschule aus. Es gibt mehrere Möglichkeiten des Fallens, wobei in Deutschland aus historischen Gründen das Fallen sehr durch das Judo geprägt ist. Fallen dient nicht nur dazu, nach eine Technik wieder unbeschadet aufzustehen, es erfordert auch Körperspannung und Kraft. Kraft ist im Aikido von heute eher sekundär, Körperspannung ist jedoch in vielen Sportarten oft sehr wichtig. Als Aikido in Deutschland noch ganz neu war, wurde mit Eisenstangen trainiert, um die Präzision der Technik und die Stärke des Griffs zu verbessern. Heute sind Kraftübungen eher seltener und teilweise sogar verpönt.
[Bearbeiten] Mae Ukemi
Vorwärtsrolle
[Bearbeiten] Ushiro Ukemi
Rückwärtsrolle
[Bearbeiten] Die Angriffe im Aikido
Im Aikido gibt es 16 Angriffsformen, die alle einen japanischen Namen tragen. Diese werden in machen Dojos verwendet. In vielen werden sie jedoch auch schlicht durchnummeriert, um es einfacher zu halten, was jedoch zu Missverständnissen führen kann. Generell ist es immer gut, wenn man auch den japanischen Namen kennt. Ein bisschen Vokabular gehört eben zu jedem Sport. Diese Angriffsformen werden vorher verabredet, damit beide sich im Klaren darüber sind, was geschehen wird. Die Angriffsformen sind nach ansteigender Schwierigkeit aufgelistet und werden in der Regel auch so trainiert. So ist die Technik nicht so schwer, wenn der Abstand stimmt und man einen guten Kontakt mit dem Partner hat. Zunehmend werden die Angriffstechniken immer enger, was die Technik erschwert. Auch nimmt die physikalische Stärke des Kontakts ab. Wo ich beim einer gefassten Hand einen starke Bindung habe, ist bei einem Schlag der Kontakt nur marginal. Damit ist es viel schwerer zu arbeiten als mit einer festen Verbindung. Während der Ausführung einer Technik besteht die ganze Zeit Kontakt, sogar dann, wenn er physikalisch nicht vorhanden ist.
[Bearbeiten] Auflistung der Angriffe
| Nummer | Japanische Bezeichnung | Erklärung |
|---|---|---|
| 1 | Ai-hanmi-katatedori | Die rechte Hand des einen umfasst das rechte Handgelenk des anderen bzw. die linke Hand das linke Handgelenk. Dies wird auch als harmonische Ausgangssituation bezeichnet, weil die Hand des einen die gleich starke Hand des anderen festhält. |
| 2 | Gyaku-hanmi-katatedori | Die rechte Hand des einen umfasst das linke Handgelenk des anderen bzw. die linke Hand das rechte Handgelenk. |
| 3 | Katadori (-men-uchi) | Die rechte Hand des einen fasst die linke Schulter des anderen bzw. die linke Hand die rechte Schulter. Mit der freien Hand führt Ersterer einen frontalen Schlag von oben gegen den Kopf des Partners aus. Das men uchi steht in Klammern, da es nicht bei allen Techniken zu diesem Schlag kommt: Bei den Hebeln bewegt man sich, bevor der Schlag ausgeführt werden kann. |
| 4 | Munedori | Die rechte bzw. die linke Hand des einen fasst die Kleidung des anderen über der Brust. |
| 5 | Shomen-uchi | Frontaler Schlag des einen von oben gegen den Kopf des anderen. Dabei ist zu beachten, dass die hintere Seite des Partners, also bei der das Bein hinten ist, angegriffen wird. So wie bei der 1. Form ist es wechselseitig. |
| 6 | Yokomen-uchi | Schlag von einem der Partner, der mit der rechten Hand von oben gegen linke Kopfseite des anderen bzw. mit der linken Hand gegen die rechte Kopfseite geführt wird. Dabei wird – wie bei der 2. Form – die Seite angegriffen, bei der das Bein vorne ist. |
| 7 | Chudan-zuki | Stoß des einen mit der rechten bzw. linken Faust gegen den Magen des anderen. Meistens wird die Seite angegriffen, bei der das Bein vorne ist, wie bei der 2. Form. |
| 8 | Ushiro-katate-eridori | Die rechte bzw. linke Hand des einen fasst von hinten den Kragen des anderen. Dabei läuft er von vorne um das vordere Bein des Partners und greift in den Kragen. |
| 9 | Katate-ryotedori | Beide Hände des einen umfassen rechten bzw. linken Unterarm des anderen. Dabei wird die Hand etwas höher angeboten. Der Angreifer schneidet diese mit einer Hand nach unten, greift zu und fasst darauf mit der anderen nach. Dies geschieht fast zeitgleich. Bei diesem Angriff kann der Angreifer die gefasste Hand leicht nach außen drehen. Hier sieht man noch deutlich den Bezug zum Schwert: Damit soll nämlich bewirkt werden, dass der Verteidiger sein Schwert mit der Hand nicht mehr ziehen kann. |
| 10 | Ryotedori | Jede Hand des einen umfasst von vorne eines der Handgelenke des anderen. |
| 11 | Ryo-hijidori | Beide Hände des Angreifers umfassen von vorne die Ellenbogengelenke des Verteidigers. |
| 12 | Ryo-katadori | Beide Hände des einen fassen von vorne die Schultern des anderen. |
| 13 | Ushiro-ryotedori | Beide Hände des einen umfassen von hinten die Handgelenke des Partners. Dies wird manchmal so geübt, dass der Partner wirklich von hinten kommt, doch meistens kommt er von vorne. Dazu bietet der Verteidiger – wie in der 9. Form – wieder eine Hand etwas höher an. Der Angreifer schneidet diese nach unten und fasst. Dann läuft er weiter um den Partner herum und versucht, die zweite Hand zu greifen. |
| 14 | Ushiro-ryohijidori | Beide Hände des Angreifers umfassen von hinten die Ellenbogengelenke des Verteidigers. Diese Form ist wieder ähnlich wie 13. |
| 15 | Ushiro-ryokatadori | Beide Hände des einen fassen von hinten die Schultern des anderen, was wiederum der 13. Form ähnelt. |
| 16 | Ushiro-katate-kubi-shime-katate-(tekubi-)tori | Die rechte Hand des Angreifers würgt von hinten den Hals des Verteidigers, während seine linke Hand das linke Handgelenk des Partners umfasst, bzw. die linke Hand des einen würgt von hinten den Hals des anderen, während seine rechte Hand das rechte Handgelenk umfasst. |
[Bearbeiten] Grundschultechniken
Hier sollen die Grundtechniken des Aikidos beschrieben werden. Dies ist nicht leicht, da es viele Variationen gibt und auch die Grundschultechniken verbandsabhängig sind.
[Bearbeiten] Nage-waza
Nage-waza sind Würfe.
[Bearbeiten] Irimi Nage
Zu Deutsch: Innerer Eingangswurf
[Bearbeiten] Kote Gaeshi
Zu Deutsch: Handgelenksdrehung und Kipphebel
[Bearbeiten] Shiho Nage
Zu Deutsch: Vierrichtungs-Wurf
[Bearbeiten] Kaiten Nage
Zu Deutsch:
[Bearbeiten] Aiki Otoshi
Zu Deutsch: … Ausheben
[Bearbeiten] Koshi Nage
Zu Deutsch: Hüftwurf
[Bearbeiten] Juji Garami
Zu Deutsch: Kreuz verwickelnde Technik
[Bearbeiten] Tenchi Nage
Zu Deutsch: Himmel- und Erdewurf
[Bearbeiten] Katame-waza
Katame-waza bezeichnet Haltetechniken, mit denen der Partner am Boden fixiert wird. Auch handelt es sich hierbei um Hebel, wobei jedoch Ikkyo, Sankyo und Yonkyo auch als Wurf ausgeführt werden können. In der Nomenklatur erhalten sie dann den Zusatz Nage, z.B. Sankyo Nage. Die Würfe sind durchnummeriert in ihrer Namensgebung, weil von einem in den anderen „gesprungen“ werden kann. Man kann sie sozusagen durch iterieren, wobei Ikkyo die Mutter aller Haltetechniken darstellt.
[Bearbeiten] Ikkyo
Zu Deutsch: Armstreckhebel Auch Ude-osae genannt.
[Bearbeiten] Nikkyo
Auch Kote-mawashi genannt.
[Bearbeiten] Sankyo
Auch Kote-hineri genannt.
[Bearbeiten] Yonkyo
Auch Tebuki-osae genannt.
[Bearbeiten] Gokyo
Auch Ude-nobashi genannt.
[Bearbeiten] Shime Waza
Shime Waza bezeichnet alle Würgetechniken. Auch wenn es im Prüfungsprogramm des Aikidos keine Würgetechniken gibt, wird auf Lehrgängen oder beim Training eine ganze Reihe davon gezeigt.
[Bearbeiten] Weitere Techniken
Es gibt eine Vielzahl von Techniken, denen man im Training begegnet, die jedoch nicht zum Grundschulprogramm gehören.
[Bearbeiten] Kanuki gatame
Zu Deutsch: Kanuki bedeutet Schloss
[Bearbeiten] Ude Kime Nage
[Bearbeiten] Sumi Otoshi
Zu Deutsch: Eckenkippe
[Bearbeiten] Kokyu nage
Kokyu nage bedeutet Atemkraft-Wurf. Kokyu Nage sind meist keine richtige Technik und bestehen nur aus einem kleinen Element. Prinzipiell wird nur versucht, die Kraft des Angreifers durchzulassen. Manche sagen, es kann bei einem „ungestümen“ Angriff angewendet werden. Andere sehen darin die höchste Kunst, bei der die Grundschultechniken nur den Weg bereiteten, und es nun keiner „Technik“ mehr bedarf, den Angreifer abzuwehren. Oft werden Kokyu Nage am Ende des Trainings oder dazwischen geübt, um sich ein bisschen auszupowern oder um lockerer zu werden.
[Bearbeiten] Ein paar exemplarische Beispiele
[Bearbeiten] Verknüpfen von Techniken und Gegentechniken
Die eigentliche Magie des Aikidos offenbart sich erst, wenn man langsam zu verstehen beginnt, dass auf eine Richtungsänderung der Kraft eine andere Technik folgt. So kann aber auch von jeder Technik in eine andere „gesprungen“ werden und jede Technik mit (fast?) jeder Technik gekontert werden. Dies offenbart einem eine schier unendliche Vielfalt von Möglichkeiten.
[Bearbeiten] Ren Waza
Ren Waza bezeichnet das Verketten von zwei Techniken ohne Rollenwechsel.
[Bearbeiten] Henka waza
Damit wird das Verketten von Techniken ohne Rollenwechsel bezeichnet.
[Bearbeiten] Kaeshi Waza
Kaeshi Waza bezeichnet eine Gegentechnik, es findet ein Rollenwechsel statt.
[Bearbeiten] Techniken auf den Knien
Alle Techniken im Aikido können auch auf den Knien ausgeführt werden. Das Gehen auf den Knien heißt Shikko. Vermutlich kommt es daher, dass die Japaner auf den Knien sitzen, und dass es auch immer möglich war, bei Verhandlungen vom Verhandlungspartner angegriffen zu werden. Da es auf Knien schwerer ist, sich zu bewegen und man sich genauer bewegen muss, ist es auch eine besondere Übung. Prinzipiell gibt es kaum einen Unterschied, ob die Technik im Stehen oder auf Knien ausgeführt wird. Früher wurden die Techniken viel mehr auf den Knien geübt, denn wenn man sie auf Knien kann, kann man sie auch im Stand. Inzwischen wird eher weniger auf den Knien geübt, weil es lästig erscheint, aber es ist trotzdem eine unverzichtbare Ergänzung zum Training.
[Bearbeiten] Bewegen auf den Knien
[Bearbeiten] Hanmi-hantachi
Hanmi-hantachi bedeutet, dass der Verteidiger kniet und der Angreifer aus dem Stand angreift. Hierbei ist oft darauf zu achten, dass man versucht, den Angreifer nach unten zu holen. Greift der Angreifer z.B. in der 2. Angriffsform an, kann der Verteidiger einen Tenkan auf den Knien machen und die gefasste Hand tief halten, damit der Partner weiter nach unten kommt und er einen Tenshi Nage ausführen kann.
[Bearbeiten] Suwari-Waza
Bei Suwari-Waza sind sowohl Verteidiger als auch Angreifer auf Knien.
[Bearbeiten] Waffen im Aikido
Die Techniken des Aikidos kommen aus dem Stock- und Schwertkampf. So ist das Faszinierendste am Aikido, dass Techniken mit und ohne Schwert ausgeführt werden können. Meinst ergibt eine Technik auch dann erst Sinn, wenn man das Äquivalent dazu mit Schwert gesehen hat, quasi den Ursprung der Technik. Nur so mag man die wahre Natur der Technik erkennen. Auch wenn man sich gegen Waffen verteidigt, bewegt man sich wie immer. Deshalb sollte ein Aikidoka dem Stock und Schwert auch Aufmerksamkeit zukommen lassen und es als Ergänzung sehen.
[Bearbeiten] Schwert
[Bearbeiten] Stock
[Bearbeiten] Verteidigen gegen mehrere Gegner
O'Sensei sagte über Technik "treat one like many and many like one"