Aus Deutschland in die USA umziehen: Elektrizität

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Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Elektrizität

Amerikanischer Netzstecker und Standardsteckdose. Der dritte Kontakt ist für die Erdungsleitung.

Statt 220/230 Volt beträgt die Netzspannung in den USA 110 Volt. Die meisten in Deutschland gekauften netzabhängigen elektrischen Geräte kann man ohne Hilfsmittel wie Adapter und Umspanngeräte nicht anschließen.

[Bearbeiten] Technische Details

Die normale Netzspannung beträgt 110 Volt bei 60 Hz. Bei neueren Gebäuden wird zwar 230 Volt angeliefert, dies dann aber in zweimal 115 Volt geteilt. Großverbraucher wie Herde werden dann an 230 Volt angeschlossen.

Die niedrigere Spannung führt zu höheren Verlusten beim Transport, weil für gleiche Leistung die (im Vergleich zu 230 V) doppelte Stromstärke fließen muss. Bei der doppelten Stromstärke machen sich Leitungsverluste viel stärker bemerkbar: Die Spannung an der Steckdose hängt stark von der Entfernung zum nächsten Transformator der Elektrizitätsgesellschaft ab. Es können Spannungen zwischen 105 und 127 Volt anliegen.

Die Frequenz von 60 Hz anstatt der europäischen 50 Hz bedeutet hingegen nichts grundlegend Besseres, sondern ist historisch bedingt. Aus Europa mitgebrachte E-Geräte haben, sofern man einen Transformator 115 → 230 V vorschaltet, mit den 60 Hz keine Probleme. Eine Ausnahme sind lediglich manche Uhren (einschließlich Wecker, eingebaute Zeitnehmer, etc.), die ihren Takt aus der Netzfrequenz ableiten und dann deutlich vorgehen.

Grundsätzlich ist es möglich, an einem amerikanischen 230-Volt-Anschluss Geräte zu betreiben, die aus Deutschland mitgebracht wurden. Passende Adapter sind aber käuflich nicht zu erwerben. Aufgrund der höheren maximal zulässigen Stromstärke (20-40 Ampere) kann es auch zu einer Überlast in den deutschen Zuleitungen oder Steckerleisten kommen, so dass zweipolige 15-Ampere-Sicherungen vorgeschaltet werden sollten.

Der Stecker ist entweder Typ A oder B, während in Deutschland Typ C oder F (auch CEE 7/4 oder Schuko-Stecker) verwendet wird.

[Bearbeiten] Umschaltbarkeit von Geräten

Bevor man unbesehen alles verkauft, was man an Elektrogeräten besitzt, sollte man genau prüfen, ob dieses oder jenes Gerät nicht vielleicht doch umschaltbar ist. Ein Hinweis darauf, bei welcher Spannung ein Gerät betrieben werden kann, ist in der Regel an der Rückseite angebracht. Besonders häufig können Netzteile umgeschaltet werden. Umschaltbar sind auch viele Computer – v. a. Laptops – und Rasierapparate. Moderne Schaltnetzteile passen sich oft sogar automatisch an (typische Aufschrift: AC Input: 100-240V 50-60Hz). Für solche Geräte benötigt man nur ein neues Kabel oder einen Stecker-Adapter.

[Bearbeiten] Umspanngeräte und Adapter

Zu unterscheiden ist zwischen einem Converter für elektrische Geräte und einem Transformer für elektronische Geräte. Die Leistung von Umspanngeräten ist leider so gering, dass immer nur einzelne Geräte versorgt werden können. Umspanngeräte und Adapter, mit denen man in Deutschland gekaufte Geräte anschließt, muss man aus Deutschland mitnehmen. In den USA sind sie nicht leicht erhältlich. Noch schwieriger sind Transformer zu finden, mit denen man amerikanische Geräte in Deutschland (bei 220/230 Volt) betreiben kann. Diese Transformatoren kann man aber in gut sortierten Elektronik.- bzw. Elektrohandel bekommen.

[Bearbeiten] Adapter und Steckerleisten

Wollen Sie mehrere elektrische Geräte in die USA mitnehmen, die nicht über ein umschaltbares Netzteil verfügen, so kann es eine sinnvolle Lösung sein, einen Transformator (step up converter, konvertiert von 110 auf 230 Volt) in den USA zu kaufen und an diesen eine Steckerleiste mit deutschen Schuko-Steckern anzuschließen. Die müssen Sie natürlich mitbringen.

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