Badminton: Glossar
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[Bearbeiten] Aufschlag
Mit dem Aufschlag wird ein Ballwechsel im Spiel eröffnet. Dabei wird die Feder in die Hand genommen und entweder geworfen und dann geschlagen oder direkt aus der Hand heraus geschlagen (beim Rückhandaufschlag üblich). Der Aufschlag erfolgt beim Badminton sowohl beim Einzel als auch beim Doppel immer diagonal in das gegnerische Feld.
Die verschiedenen Techniken zur Ausführung eines Aufschalgs werden im Kapitel Schlagtechniken behandelt. Im Kapitel Regeln werden einige Regelbesonderheiten bezüglich des Aufschlags behandelt.
[Bearbeiten] Auftaktsprung
Kurz bevor der Gegner den Ball schlägt, wird ein minimaler Sprung vollführt. Dieser Sprung hilft dabei schnell von der aktuellen Position in die Richtung des Balles zu starten. Der "Auftakthops" gilt mittlerweile jedoch als zu zeitaufwendig und wird durch die "Tiefenentlastung" ersetzt! Der Sprung und das anschließende schnelle Verlassen der Position wird im Kapitel Lauftechniken behandelt.
[Bearbeiten] Ausfallschritt
Eine der wichtigsten Lauftechniken beim Badminton ist der Ausfallschritt. Es handelt sich dabei immer um den lezten Schritt in Richtung der Schlagposition (üblicherweise in Richtung des Netzes bzw. der vorderen Ecken) und wird als ein großer Schritt vollzogen. Der Ausfallschritt wird im Kapitel zu den Lauftechniken behandelt.
[Bearbeiten] China-Sprung
Beim China-Sprung handelt es sich um eine Lauftechnik, die verwendet wird, um nach einem Schlag in die Vorhandseite der hinteren Feldhälfte schnell wieder nach vorne (in Richtung der Feldmitte) zu gelangen. Im Gegensatz zum Umsprung, wird jedoch der Körper nicht in der Luft gedreht. Die genaue Technik des China-Sprungs wird im Kapitel zu den Lauftechniken genauer behandelt.
[Bearbeiten] Hammergriff
Beim Hammergriff (auch Powergriff genannt) wird der Schläger exakt wie ein Hammer gehalten. Diese Schlägerhaltung eignet sich für extrem kräftige Schläge, insbesondere beim Smash.
[Bearbeiten] Intercept
Wenn bei einem Doppel der vordere Angriffsspieler einen Ball abfängt, der schnell an diesem vorbei zum hinteren Spieler gespielt werden sollte, dann bezeichnet man dieses "Abfangen" oder "Dazwischengehen" als Intercept.
[Bearbeiten] King-Sprung
Der King-Sprung entspricht dem China-Sprung mit dem Unterschied, dass nicht in die Schlaghandseite gesprungen wird. Details zum King-Sprung werden im Kapitel zu den Lauftechniken behandelt.
[Bearbeiten] Kompassnadel-System
Hierbei handelt es sich um ein System, nach dem sich die Spieler auf dem Doppelfeld bewegen. Es wird im Kapitel über das Doppelspiel ausführlich erläutert.
[Bearbeiten] Malayen-Step
Der Malayen-Step ist eine besondere Lauftechnik, mit der in die hintere Rückhandecke gelaufen wird. Durch den Malayen-Step wird die Rückhand "umlaufen" und die Feder wird "Links-vom-Kopf" mit der Vorhand gespielt. Der Malayen-Step wird im Kapitel über die Lauftechniken beim Badminton behandelt.
[Bearbeiten] Mixed
Als Mixed bezeichnet man
- eine Doppelpaarung, bei der ein Mann mit einer Frau zusammen spielt
- ein Spielsystem, das nützlich ist, wenn in einer Doppelpaarung zwei ungleich starke Spieler miteinander spielen.
Bei dem Spielsystem versucht man ganz grob umrissen den spielschwächeren Spieler vorne am Netz zu positionieren während der spielstärkere Spieler den Angriff von hinten gestaltet. Das Mixed-Spielsystem wird in einem eigenen Kapitel behandelt.
[Bearbeiten] Mixed-Ecke
Die sogenannten Mixed-Ecken sind Bereiche im Spielfeld, die im Mixed Spiel eine besondere Bedeutung haben und daher ihre Bezeichnung haben. Bei einem Mixed wird versucht, den schwächeren Spieler möglichst vorne am Netz spielen zu lassen, während der stärkere Spieler von hinten den Angriff gestaltet. Schafft es der Gegner, am vorderen Spieler vorbei in die Mixed-Ecke zu spielen, kann er damit das Spiel u.U. zu seinen Gunsten drehen.
Auch wenn die Mixed-Ecken vor allem im Mixed eine hohe Bedeutung haben, werden sie auch gerne im normalen Doppel angespielt.
[Bearbeiten] Nachbereiten
Als Nachbereiten werden die Bewegungen nach dem eigenen Schlag bezeichnet. Üblicherweise orientiert sich bei einem Einzelspiel der Spieler nach seiner Schlagausführung wieder in Richtung Zentralposition, nicht jedoch wieder bis ganz in die Zentralposition. Das Nachbereiten mit den entsprechenden Wartestellungen wird im Kapitel Einzel behandelt.
[Bearbeiten] Nachstellschritte
Nachstellschritte (auch Sidesteps) sind Schritte, bei denen im Gengensatz zu normalen Schritten nicht ein Fuß vor den Anderen gesetzt wird, sondern der hintere Fuß immer hinter dem vorderen Fuß verbleibt. Man bewegt sich mit Nachstellschritten, indem man den Hinteren Fuß nahe hinter den Vorderen setzt und dann den vorderen Fuß in Laufrichtung weiterbewegt, danach wird der hintere Fuß wieder nachgezogen, usw. Nachstellschritte finden im Badminton oft Verwendung.
[Bearbeiten] Pinzettengriff
Beim Pinzettengriff wird der Schläger wie eine Pinzette gehalten. Dadurch kann man die bespannte Fläche sehr gut drehen oder aber gut "zupacken", wodurch eine recht plötzliche Beschleunigung des Schlägers erzielt werden kann. Der Pinzettengriff eignet sich besonders für kurze, geschnittene Bälle am Netz. Der Pinzettengriff wird im Kapitel zu den Schlagtechniken genau erläutert.
[Bearbeiten] Polizist
Als Polizist wird im Badminton eine sehr bekannte Übungsform bezeichnet, bei der ein Übender von seinem Partner (der als Polizist bezeichnet wird) mit dem Schläger angezeigt bekommt, in welche Ecke er laufen soll. Die Polizistenübung wird im Kapitel Training erläutert.
[Bearbeiten] Powergriff
Siehe Hammergriff
[Bearbeiten] Return
Als Return (auch Aufschlagannahme oder auch nur Annahme) wird der erste Schlag nach dem Aufschlag bezeichnet. Der Return wird vom Rückschläger oder von der rückschlagenden Partei ausgeführt. Der Return ist beim Badminton - insbesondere beim Doppel - von großer Wichtigkeit.
[Bearbeiten] Sidesteps
Siehe Nachstellschritte
[Bearbeiten] Das T
Das T ist eine Position auf dem Spielfeld, an der man sich orientieren kann und die in Erläuterungen gerne verwendet wird. In der nebenstehenden Abbildung ist das T sowohl auf der unteren als auch auf der oberen hälfte des Spielfeldes rot hervorgehoben. Weitere Positionen auf dem Spielfeld, auf die man sich bei erläuterungen beziehen kann sind:
- Die vier Ecken des Spielfelds (zwei vordere Ecken am Netz und zwei hintere Ecken)
- Die beiden Mixed-Ecken
- Die Zentralposition
[Bearbeiten] Tiefentlastung
Als Tiefentlastung bezeichnet man einen angedeuteten Auftaktsprung im Stand, um in eine günstige Ausgangsposition für Folgeschritte zum Erreichen des Balles zu gelangen. Der Schwerpunkt des Körpers wird erniedrigt und der Abdruck beispielsweise für einen Ausfallschritt ist verbessert. Die Tiefentlastung erfolgt i.A. direkt vor oder nach dem Schlag des Gegners. Siehe auch Auftaktsprung und das Kapitel zu Lauftechniken.
[Bearbeiten] Töten
Als "töten" bezeichnet man einen Schlag am Netz, bei dem die Feder mit dem Ziel, den Ballwechsel zu beenden kraftvoll in einem steilen Winkel nach unten (auf die gegnerische Hälfte) geschlagen wird. Die Schlagtechnik des "tötens" wird im Kapitel zu den Schlagtechniken behandelt.
[Bearbeiten] Tunnel / Tunnelangriff
Als Tunnel oder Tunnelangriff bezeichnet man eine besondere Stellung der Spieler im Doppel bei einer Angriffssituation. Stehen zwei Spieler "im Tunnel", so stehen diese annähernd hintereinander. Der Tunnelangriff wird im Kapitel über das Doppel behandelt.
[Bearbeiten] Umsprung
Die zweite wichtigste Lauftechnik neben dem Ausfallschritt ist der Umsprung. Der Umsprung dient dazu, nach einem Schlag in der hinteren Feldhälfte sofort wieder nach vorne zu gelangen. Dazu wird während eines Sprungs der Körper gedreht, so dass der hintere Fuß nach vorne und der vordere Fuß nach hinten gedreht wird. Daher der Name Umsprung. Wie dieser Sprung genau vollführt wird, wird im Kapitel zu den Lauftechniken genauer erläutert.
[Bearbeiten] Unforced Error
Unforced Error ist ein wichtiger Begriff im Badminton, da dieses Phänomen der "ungezwungenen Fehler" bei vielen Spielern und vielen Spielen spielentscheidend ist. Dahinter verbirgt sich oft der Wille, die Bälle zu präzise spielen bzw. den Ballwechel zu schnell beenden zu wollen. Ungezwungene Fehler sind alle Fehler, die ohne zutun des Gegners passieren. D.h., dass der Spieler den Ball gut erreicht hat und genug Zeit hatte den Ball zu spielen, den Ball jedoch trotzdem nicht trifft oder ins Netz oder Aus spielt.
[Bearbeiten] Zentralposition
Die Zentralposition ist die Position von der alle vier Ecken des Spielfeldes gut erreicht werden können. Nach jedem Schlag sollte sich der Spieler wieder zurück in Richtung Zentralposition orientieren. Die Zentralposition ist abhängig vom Spieler und variiert somit geringfügig. Manche Spieler stehen lieber weiter vorne, andere wiederum stehen ein stück weiter hinten, aber üblicherweise befindet sich die Zentralposition in etwa einen halben bis einen Meter hinter dem T. Die Zentralposition ist im nebenstehenden Bild auf der unteren Spielhälfte farblich hervorgehoben.





