Benutzer:Bastie/Cobol/Buch/Einleitung

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Cobol steht für Common Business Oriented Language und auf diesem Bereich liegt auch das Hauptaugenmerk. Cobol selbst wurde 1959 entworfen und 1968 zum erstenmal durch die ANSI standardisiert. In der Folgezeit wurden noch weitere Standardisierungen in den Jahren 1974 und 1985 vorgenommen. In diesem Zusammenhang wird Ihnen immer wieder Begriffe wie Cobol-85 o.ä. zu Ohren kommen. Diese beziehen sich auf den jeweils verwendeten Standard. Ähnlich wird auch von den verschiedenen Cobol Dialekten gesprochen wie z.B. MF-Cobol für Micro Focus Cobol.

Cobol verfügt über einen relativ geringen Umfang an ablauforientierten Sprachelementen. Ein Großteil der reservierten Wörter dient zur syntaxgerechten Formulierung von Cobol. Dadurch wird Cobol recht leicht erlernbar. Ein weiterer Vorteil von Cobol ist eine Plattformunabhängigkeit, die mit der von Java und ähnlichen interpretierten Sprachen vergleichbar. So kann (zumindest mit dem MF Compiler) wie in Java ein Zwischencode erzeugt werden, der anschliessend von der Cobol Laufzeitumgebung interpretiert wird. Dieser "INT-Code" ist dann auch relativ plattform neutral. Ähnlich wie in anderen Programmiersprachen können Sie jedoch auch Ihre Anwendungen direkt zu einem Plattformabhängigen Code linken. Dabei haben Sie meist auch noch die Wahl zwischen dem festen Einbinden der Cobol Laufzeitumgebung oder dem dynamischen Einbinden zur Laufzeit. Problematisch sind lediglich die verschiedenen Dialekte, welche untereinander nicht ohne weiteres das gleiche Laufzeitverhalten zeigen. Zudem muss ein Cobolprogramm für unterschiedliche Laufzeitumgebungen zum Beispiel PC oder Hauptrechner auch neu übersetzt werden - ähnlich wie bei ANSI C.

Man nennt Cobol einen Sprachdinosaurier wie z. B. Algol, Fortran, PL1 da der typische Cobolprogrammierer eigentlich nur ein vollständiges Programm erstellte, die restlichen Programme aus diesem Programm zusammenkopierte. Den typischen Cobolprogrammierer konnte man am Kenntnisstand der Editorfunktionen Copy - Paste erkennen. Man geht davon aus das ca. 80% der kommerziell eingesetzten Software in Cobol programmiert ist. Die ursprüngliche Intention von Cobol war die Schaffung von Programmierkapazität aus den Reihen der User. So ist es einem kaufmännischen Angestellten des englischen Sprachraums durchaus zumutbar gewesen seine Probleme strukturiert zu verfasssen. Daher fällt Cobol auch unter den Begriff strukturierte Programmierung im gegensatz zur objektorienten Programmierung. Diese strukturierte Programmanforderung konnte durch geringfügige Anpassungen durch den Programmierer zu einem ablauffähigen Programm umgewandelt werden. In der Ursprüngen der EDV wurde der Programmcode auf einer Lochkarte erfasst.

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