Beweisarchiv: Mengenlehre: Injektivität Surjektivität Bijektivität: Faktoren

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Beweisarchiv: Mengenlehre

Injektivität Surjektivität Bijektivität: Faktoren - Komposition - Linksinverse - Linkskürzbarkeit - Rechtsinverse - Rechtskürzbarkeit
Mächtigkeiten (Kardinalzahlen): lineare Ordnung - Kardinalität und Bijektionen - Potenzmenge
Deskriptive Mengenlehre: Satz von Young
Rechenregeln für Mengenoperationen: Assoziativgesetze - Distributivgesetze - Differenzgesetze

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Faktoren einer injektiven, surjektiven oder bijektiven Abbildung

[Bearbeiten] Voraussetzung

f \colon A \to B und g \colon B \to C seien Abbildungen.

[Bearbeiten] Behauptung

  1. Ist  g \circ f injektiv, dann ist  f\ injektiv.
  2. Ist  g \circ f surjektiv, dann ist  g\ surjektiv.
  3. Ist  g \circ f bijektiv, dann ist  f\ injektiv und  g\ surjektiv.

[Bearbeiten] Beweis

  1. Sei  h := g \circ f injektiv, x, y \in A und  f(x) = f(y)\ . Wir müssen x = y\ zeigen.
    Aus  f(x) = f(y)\ folgt  g(f(x)) = g(f(y))\ , also  h(x) = h(y)\ . Da  h\ als injektiv vorausgesetzt ist, gilt  x = y\ .
  2. Sei  h := g \circ f surjektiv und c \in C . Wir müssen ein b \in B mit  g(b) = c\ finden.
    Da h\ surjektiv ist, gibt es ein  a \in A mit  h(a) = c\ . Setze  b :=f(a)\ . Dann ist  g(b) = g(f(a)) = h(a) = c\ und wir sind fertig.
  3. Dies folgt aus 1 und 2, da ja bijektiv \Leftrightarrow injektiv und surjektiv.

[Bearbeiten] Zerlegung einer Abbildung in eine Surjektion und eine Injektion

[Bearbeiten] Voraussetzung

f \colon A \to B sei eine beliebige Abbildung.

[Bearbeiten] Behauptung

Es gibt eine Zerlegung f = h \circ g, wobei g\ surjektiv und h\ injektiv ist.

[Bearbeiten] Beweis 1

C := \operatorname{im} f sei die Bildmenge von f\ und g \colon A \to C sei die Abbildung, die auf A\ mit f\ übereinstimmt, also g(x) := f(x)\ . Außerdem sei h \colon C \hookrightarrow B die Inklusionsabbildung. Damit sind die Eigenschaften in der Behauptung erfüllt.

[Bearbeiten] Beweis 2

Durch  x \sim y : \Longleftrightarrow f(x) = f(y) ist eine Äquivalenzrelation \simauf der Menge A\ gegeben. C\ sei die Faktormenge A/\sim (also die Menge der Äqivalenzklassen) und g \colon A \to C, \ x\mapsto [x] sei die Abbildung, die jedem Element seine Äquivalenzklasse zuordnet. g\ ist nach Definition surjektiv. h \colon C \to B wird nun festgelegt durch h([x]) := f(x)\ . Diese Abbildung ist wohldefiniert und injektiv und erfüllt die verlangte Eigenschaft f = h \circ g.

[Bearbeiten] Wikipedia-Verweise

Äquivalenzrelation - Bijektivität - Bildmenge - Injektivität - Inklusionsabbildung - Komposition - Surjektivität - wohldefiniert


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