Bewerbungshandbuch
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Dieses Buch steht im Regal Wirtschaftswissenschaft sowie im Regal Diverse.
Inhaltsverzeichnis
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[Bearbeiten] Projektdefinition
Dieses Buch gibt Auskunft über verschiedene Arten der Bewerbung um eine Arbeitsstelle
Zielgruppe: Alle Menschen, die auf der Suche nach einer neuen Stelle sind
Lernziele: Wissens- und Methodenvermittlung uber Standards, Tricks, und allgemein gültigen praktische Erfahrungen
Buchpatenschaft / Ansprechperson: rhebs / Bodhi-Baum
Sind Co-Autoren gegenwärtig erwünscht? Ja
Richtlinien für Co-Autoren: Interessanten zeitgemäßen Inhalt ergänzen, Lektorierung
Projektumfang und Abgrenzung zu anderen Wikibooks: Fortschreibung/Ergänzung des gegenwärtigen Inhaltes
Aufbau des Buches: Aktuelle Informationstexte, Grafiken, Fotos, Vernetzung zu anderen Informationen, Links, Videos
[Bearbeiten] Über das Buch
Es gibt im Buchhandel viele interessante Bücher über Bewerbungen, Bewerbungsgespräche usw. zu meist sehr teuren Preisen. Auch gibt es im Internet viel Information die wahrscheinlich meist aktueller, aber meist von vielen Seiten zusammengesucht werden muss oder qualitativ nicht sehr gut ist. Daher war es meine Idee ein Wikibook über alle Aspekte der Arbeitssuche (von A wie Assessment Center bis Z wie Zeugnisse) zu schreiben. - DerTeufel 13:51, 20. Sep 2004 (UTC)
[Bearbeiten] Die Bewerbung
Eine Bewerbung ist ein Leistungsangebot, mit dem der Bewerber den Adressaten davon überzeugen will, dass er für eine bestimmte Aufgabe geeignet ist. Der häufigste Fall ist die an ein Unternehmen gerichtete Bewerbung um einen Arbeitsplatz, ein Praktikum, einen Nebenjob oder einen Ausbildungsplatz.
Im weiteren Sinn umfasst der Begriff auch das Ersuchen um Aufnahme an einer Hochschule oder Universität und die Bewerbung einer Stadt oder eines Landes um die Austragung kultureller oder sportlicher Großereignisse.
[Bearbeiten] Anlass
Bewerbungen sind häufig die Antwort auf eine Stellenausschreibung oder Stellenanzeige, in der die Aufgabe und die Anforderungen an den künftigen Stelleninhaber beschrieben sind. Mit einer Initiativbewerbung hingegen macht der Bewerber den ersten Schritt, weil er eine offene Stelle vermutet oder weil er einer Stellenausschreibung und der damit zu erwartenden Konkurrenz zuvorkommen will. Eine Initiativbewerbung ist meistens zugleich eine Kurzbewerbung.
„Fragen Sie drei Bewerbungstrainer, wie eine richtige Bewerbung aussehen sollte, dann bekommen Sie mindestens fünf verschiedene Antworten...“ Bewerbungsunterlagen und Verfahren sind immer auch ein wenig „Trendabhängig“ und richten sich letztlich nach den persönlichem Geschmack und Vorlieben der Personalchefs oder Betriebsleiter, die diese Unterlagen in die Hände bekommen.
Trotzdem gibt es ein paar Rahmenbedingungen, die in jedem Fall zu beachten sind. Diese möchte ich hier kurz erläutern. Zu einer Bewerbung gehören das Anschreiben oder Bewerbungsschreiben und die Bewerbungsmappe. Auch nach telefonischen Bewerbungen werden üblicherweise nochmals schriftliche Unterlagen angefordert. Bei Online - Bewerbungen sollte man seine Unterlagen nochmals „auf normalem Wege“ zusenden. Im Wort Bewerbung steckt der Begriff WERBUNG – dies wird leider oft vergessen.
[Bearbeiten] Bestandteile der Bewerbung
Eine vollständige Bewerbung besteht aus Anschreiben, Lebenslauf und Anhang. Darüber hinaus verwenden einige Bewerber eine Dritte Seite, in der sie ihre Motivation oder Qualifikation etwas ausführlicher darstellen.
[Bearbeiten] Das Anschreiben
[Bearbeiten] Grundsätzliches
Das Anschreiben ist meist kurz und bündig gehalten und beschreibt die Qualifikation und Motivation des Bewerbers im Kontext zur beworbenen Stelle. Es soll einen ersten Eindruck vom Bewerber vermitteln und beschränkt sich meist auf den Umfang einer DIN-A4-Seite.
Bei technischen Berufen lässt sich die Qualifikation als technisches Profil übersichtlich darstellen. In diesem Profil wird beschrieben, welche Werkzeuge (z.B. Programmiersprachen) man beherrscht und in welchen Projekten man mit ihnen Erfahrungen gesammelt hat.
Man sollte auf eine dem Betrieb/der Arbeit angepasste Sprache beim Anschreiben achten. Diese kann sehr variieren, jedoch ist es im Allgemeinen ratsam auf Umgangssprache und "pseudo-moderne" Ausdrücke zu verzichten, z.B. "E-Post" anstelle von "E-Mail".
[Bearbeiten] Sicht eines Praktikers
[Bearbeiten] Statistik zu den Anschreiben
Als Inhaber einer Computerfirma bekomme ich regelmäßig Bewerbungen. Von den letzten 25 Bewerbungen habe ich folgende traurige Statistik erstellt:
- 100% enthielten Rechtschreib- oder Grammatikfehler.
- 92% enthielten drei oder mehr Fehler, die von der Rechtschreibkontrolle von Microsoft Word / Winword gefunden worden wären. Andererseits versäumte kaum einer der Bewerber darauf hinzuweisen, dass er sich mit Office-Programmen gut auskennt (was sie wohl durch das Abschalten der Rechtschreibprüfung beweisen wollten).
- 56 % enthielten merkwürdige Formatierungen
- 36 % hatten die Nummer ihres (vorhandenen) Handys nicht angegeben, aber ihre angebliche Flexibilität und Einsatzbereitschaft betont
- 32 % haben ihre (vorhandene) Fahrerlaubnis nicht erwähnt
- 16 % hatten Fehler in ihrer eigenen Anschrift (Postleitzahl oder Vorwahl falsch oder Tippfehler)
- 16 % hatten den Namen der Firma oder des Geschäftsführers falsch abgeschrieben.
- 16 % verwendeten liniertes Papier oder die Papierqualität näherte sich den Eigenschaften von Toilettenpapier
- 12 % hatte "Eselsohren" oder Flecken
- 8 % hatten ihr Foto mit Büroklammer befestigt oder lose beigelegt.
[Bearbeiten] Möchten Sie gern hunderttausend Euro haben?
Sich zu bewerben bedeutet, dass man die Ware "eigene Arbeitskraft" verkaufen möchte, und man in den nächsten Jahren hunderttausend Euro dafür erhalten will. Wieso?
Selbst wenn Ihnen der Arbeitgeber nur ein Gehalt von 1400 Euro brutto zahlt, muss er noch Sozialabgaben und Lohnsteuer zahlen. Sie kosten den Arbeitgeber also fast 2000 Euro monatlich, 24.000 Euro jährlich und 120.000 Euro in fünf Jahren.
Wenn man diese teure Ware "Arbeitskraft" anbietet, sollte die Werbung dafür perfekt sein.
- Drucken Sie den Entwurf des Anschreibens aus! Auf dem Papier sieht man mehr Fehler als auf dem Bildschirm.
- Lassen Sie Verwandte und Freunde den Text mehrmals zur Kontrolle lesen! Finden Sie jemanden, der die Rechtschreibung perfekt beherrscht!
- Arbeiten Sie sorgfältig und behaupten Sie es nicht nur!
[Bearbeiten] Erreichbarkeit
Wieder hat ein Bewerber um einen Praktikumsplatz seine Chance eingebüßt. Die Bewerbung sah gut aus, aber weder Handy noch E-Mail-Adresse waren angegeben - oder aber - auch das passiert viel zu häufig - falsch oder unvollständig. Auf die Email gibt es auch keine Antwort, vielleicht weil der Bewerber nur alle paar Tage mal in sein Postfach schaut. Terminvereinbarung per Brief würde zu lange dauern, es gibt noch weitere Bewerber, die auf Antwort warten. Zwölf Versuche in drei Tagen, einen Termin für ein Vorstellungsgespräch zu vereinbaren, schlugen fehl. Anrufbeantworter? Fehlanzeige. Was meinen Sie, zu wie vielen Versuchen der Kontaktaufnahme der potenzielle Arbeitgeber verpflichtet ist?
[Bearbeiten] Bewerbungsfoto
Über kein Thema wird so kontrovers diskutiert, wie über die Bedeutung und den Einfluss von Fotos. In einigen Ländern ist es unüblich oder sogar verboten Bewerbungsfotos zu verwenden, damit nur nach Fakten entschieden wird. Das zeigt, wie groß der Einfluss eines Bewerbungsfotos auf die Bewerbung ist. Inzwischen ist auch bei uns die Gesetzeslage so, dass ein Bewerbungsfoto nicht verlangt werden darf. Aber überlegen Sie mal selbst. Sie sind Entscheider und haben Dutzende Bewerbungen vor sich liegen. Welche schauen Sie sich zuerst an - die mit oder die ohne Fotos? Sehen sie!
Bei uns ist allerdings immer noch Standard, dass zu einer Bewerbung ein Foto gehört. Da dies sozusagen das erste ist, was der Arbeitgeber, der Personalchef von Ihnen zu sehen bekommt, wird deutlich, wie wichtig es ist hier „nicht am falschen Ende zu sparen“.
Was auf keinen Fall geht sind Automatenfotos ( „viermal dasselbe Grinsen für 5 Euro“ ), zusammengeschnipselte Urlaubsfotos, grobkörnig eingescannte Bildchen und Ganzkörperaufnahmen. Das wirkt billig und legt die Vermutung nahe, dass Ihnen die Bewerbung nichts wert ist und nicht so wichtig ist – kein guter Eindruck!
Deshalb gilt:
- Fotos bei einem professionellen Fotografen machen lassen. Das ist zunächst zwar etwas teurer, zahlt sich aber aus. Ein guter Fotograf versteht sein Handwerk und wird Sie ins „richtige Licht setzen“. Und Nachbestellungen sind dann sogar ganz günstig.
- ewerbungsfotos sind ein eigenes Format, also größer als ein Passbild. In der Regel 4,5 x 6 cm, bis zu 5 x 7 cm. Hochformat geht immer, aber auch Querformat ist manchmal gut, selbst quadratische Formate von 6 x 6 cm sind möglich. Soll das Foto besonders „edel“ wirken, dann auch mal die Entwicklung in schwarz-weiss machen lassen.
- Am Besten mehrere Aufnahmen machen lassen – gönnen Sie sich eine „Fotosession“ – und probieren Sie verschiedene Kleidung, Hintergründe und eventuell auch verschiedene Frisuren aus. Natürlich sind sie ausgeschlafen und sehen gepflegt aus. Frisch frisiert ist bei allen gut, bei Männern ist frisch rasiert ebenfalls wichtig. Die echten Profis raten dazu das Bild dann nicht selber auszusuchen. Manchmal passt Selbstwahrnehmung und Fremdwahrnehmung nicht gut zusammen. Vertrauen Sie lieber Verwandten und Bekannten.
- Das Foto wird bei der Bewerbung auf Deckblatt oder Lebenslauf aufgeklebt. Optimal sind doppelseitige Klebestreifen für Fotos. Jedenfalls sauber und ordentlich arbeiten und keine „Schieflagen“ produzieren. Keinesfalls das gute Foto mit Büroklammer oder Hefter irgendwo „drantackern“.
- Nur aktuelle und natürlich saubere und unverknickte Fotos verwenden.
[Bearbeiten] Lebenslauf
Der Lebenslauf enthält die biografischen Daten des Bewerbers. Neben den persönlichen Daten bietet er Informationen über die Ausbildung und den beruflichen Werdegang. Daneben können besondere Qualifikationen (wie Fremdsprachen oder Computerkenntnisse) sowie persönliche Interessen dargestellt sein.
Wird eine dritte Seite verwendet, werden besonderen Qualifikationen und soziale Kompetenzen in dieser beschrieben.
Der Lebenslauf ist meist in Tabellenform aufgebaut und zeigt die Stationen der Ausbildung und der Berufstätigkeit in chronologischer oder umgekehrter Reihenfolge. In besonderen Fällen kann ein handschriftlicher und/oder ausformulierter Lebenslauf gewünscht sein.
Ein Praktiker, der hier schrieb, merkte an, dass bei ihm etwa jeder vierte Lebenslauf Lücken auf der Zeitachse aufwies. Auch wenn diese Aussage jetzt noch nicht verallgemeinerbar ist: Ist das mangelnde Sorgfalt, oder hat der Bewerber in dieser Zeit im Gefängnis gesessen?
Dieser klassische Lebenslauf wird häufig in die Blöcke Bildung/Schule, (Berufs-)Ausbildung, Tätigkeiten, Hobbys und Sonstiges gegliedert.
Im Gegensatz zum klassischen Lebenslauf wird der sogenannte innovative Lebenslauf strikt chronologisch - unter Eingliederung aller Aktivitäten -, in der Regel mit dem jüngsten Datum oben, erstellt - also unabhängig zu welchem früheren "Block" (Bildung oder Schule, Ausbildung, Tätigkeit, Praktikum, Hobbys, Sonstiges) der Punkt gehören würde. Er zeigt damit in logischer Reihenfolge, welche Funktionen und Verantwortungen aber auch sonstige Tätigkeiten bisher übernommen wurden. Korrekte Zeitangaben, in der Regel im Format MM/JJJJ, und die Tätigkeits- bzw. Verantwortungsbezeichnungen sind hier die wichtigsten Punkte und nicht das Unternehmen oder der Ort.
Wesentlicher Unterschied zum "klassischen" Lebenslauf sind die zeitliche Zuordnung von Fortbildungen oder "Jobs" unter dem jeweiligen Hauptzeitraum. Inhaltliche Beschreibungen der Tätigkeiten, die Kompetenzen und "Sonstiges" werden in das Kompetenzprofil übernommen. Da bereits das Anschreiben Datum und Unterschrift enthält, sind diese auf diesem Lebenslauf entbehrlich.
Die Gliederung des innovativen Lebenslaufes
- Name als Überschrift
- angestrebte Funktion oder Verantwortung aus dem Stellenangebot oder der Initiativbewerbung
- höchste berufliche Qualifikation mit Abschluss und Berufsjahren und der Nutzen für diese Position oder Aufgabe
- persönliche Angaben wie Geburtsdatum, Familienstand, Erreichbarkeit
- ein professionelles Lichtbild in Passbildgröße; es wird rechts oben platziert
- Zeitraum mit letzter Verantwortung, darunter z.B. Angabe des Unternehmens, des Umsatzes, unterstellte Mitarbeiter, etc.
- Zeitraum mit vorletzter Verantwortung; die z.B.längere Fortbildung in dieser Zeit ist ein Unterpunkt
- (...)
- Wehr-, Ersatzdienst oder soziales Jahr
- Zeitraum des Studiums oder Berufsausbildung und erreichter Abschluss; auch hier sind Praktika oder Jobs Unterpunkte.
- höchster Schulabschluß mit Jahr
[Bearbeiten] Dritte Seite
Der Begriff Dritte Seite wird sowohl als formaler Gliederungspunkt in der Reihenfolge Anschreiben, Lebenslauf, dritte Seite und Anhang wie auch als eigenständige inhaltliche Bezeichnung verwendet.
[Bearbeiten] Dritte Seite (2)
Die Dritte Seite ist eine neue Erscheinung, die erst seit den 90er Jahren häufiger in Bewerbungen verwendet wird. Sie steht neben Anschreiben und Lebenslauf als weitere Seite zur Darstellung der eigenen Person, Motivation, Qualifikation oder anderer persönlicher Eigenschaften zur Verfügung. Verwendet werden als Überschriften zum Beispiel: "Was Sie noch über mich wissen sollten" oder "Meine Motivation".
Die Verwendung der Dritten Seite ist umstritten. Einige Personalverantwortliche sehen sie nicht gerne, weil sie dem Bewerber erlaubt, seine Vorzüge über die üblichen Konventionen hinaus ausführlich darzustellen, was als unfairer Vorteil gegenüber Mitbewerbern bewertet wird. Andere hingegen sehen in der Dritten Seite die Chance, etwas mehr über den Bewerber zu erfahren.
[Bearbeiten] Kompetenzprofil
Das Kompetenzprofil, auch Qualifikationsprofil genannt, geht einen anderen Weg als die sogenannte Dritte Seite. Im Kompetenzprofil werden das Fachwissen, die Fähigkeiten - auch Schlüsselqualifikationen genannt - die persönlichen Erfolge und Verantwortungen dem jeweiligen Anforderungsprofil der Aufgabenstellung einer Stellenanzeige - quasi spiegelbildlich - gegenübergestellt. Es ist daher für jede Bewerbung individuell zu erstellen.
Die Reihenfolge der Gliederung wird dabei durch die Wichtigkeit der Begriffe oder durch den Aufbau des Stellenangebots bestimmt. Die wesentliche Gliederungspunkte sind Fachkompetenz, Methodenkompetenz, soziale Kompetenz und persönliche Kompetenz. Damit soll die Fähigkeit gezeigt werden, sich auf das Unternehmen und die Position einstellen zu können.
Wird das Kompetenzprofil verwendet, ergibt sich die Möglichkeit, den (innovativen) Lebenslauf wieder in seiner klassischen, strikt chronologischen Form, zu erstellen.
[Bearbeiten] Anhang
Im Anhang stellt der Bewerber alle w:Urkunden zusammen, die für die Qualifikation von Bedeutung sind. Das gilt vor allem für Urkunden, die den Abschluss einer Ausbildung belegen, also vor allem das letzte Schulzeugnis und die Urkunde, mit der die Berufsausbildung nachgewiesen werden kann. Bewerber mit Berufserfahrung legen alle (oder nur die relevanten) Arbeitszeugnisse bei. Schließlich können weitere Nachweise wie der w:Führerschein oder ein Sprachdiplom beigefügt sein, wenn das für die Stelle von Bedeutung ist.
Die Urkunden werden heute fast nie als Original oder beglaubigte Kopie versandt. Bei einer elektronischen Bewerbung ist das ohnehin nicht möglich und bei einer schriftlichen Bewerbung schicken Bewerber einfache Kopien, wenn nicht ausdrücklich eine andere Form gewünscht ist.
In einer Kurzbewerbung wird der Anhang weggelassen.
[Bearbeiten] Formen
[Bearbeiten] Schriftliche Bewerbung
Wenn eine „schriftliche Bewerbung“ verlangt wird, ist damit eine Bewerbung in Papierform gemeint, deren Bestandteile häufig in einer Bewerbungsmappe verbunden sind. Diese Form der Bewerbung ist die teuerste und aufwendigste; sie erfordert ein Nachdenken über die angemessene Papiersorte (Gewicht, Qualität), das Layout (in Deutschland meist angepasst an DIN 5008), die Druckqualität (Laserdrucker, Tintenstrahldrucker) und die Hülle (aufwendige Bewerbungsmappe oder Plastikhefter). Schließlich ist darauf zu achten, dass die Unterlagen nicht den Eindruck mehrfacher Verwendung erwecken, was insbesondere durch Gebrauchsspuren (Knick in Papier oder Hülle) leicht passieren kann und angeblich oft zur Ablehnung der Bewerbung aus formalen Gründen führt.
[Bearbeiten] E-Mail-Bewerbung
Die Bewerbung per E-Mail ist eine einfache und schnelle Alternative zur schriftlichen Bewerbung. Wegen der elektronischen Übermittlung sind einige Formalitäten entbehrlich. So kann das Anschreiben regelmäßig als gewöhnlicher E-Mail-Text verfasst werden, wobei dann die Konventionen des E-Mail-Verkehrs gelten. Der übrige Teil der Bewerbung wird meist als Datei-Anhang mit versandt; dabei bedarf die Virensicherheit der Dateiformen besonderer Aufmerksamkeit. Als Dateiformat setzt sich immer mehr das PDF-Format durch, das eine grafisch ansprechende und einheitliche Gestaltung des Layouts gestattet und mit kostenlos verfügbaren Programmen praktisch von jedem Computer-Nutzer leicht geöffnet werden kann.
Einige Bewerber verschicken auch das Anschreiben als PDF-Datei; im eigentlichen E-Mail-Text wird dann ein zusätzlicher Begrüßungstext formuliert, der auf den Inhalt des Anhangs verweist. Der Anhang einer E-Mail-Bewerbung sollte möglichst kompakt gefasst sein und wenn möglich nicht größer als 2 Megabyte umfassen.
Aus Gründen der Kompatibilität wird der eigentliche E-Mail-Text meist im einfachen Text-Format versandt. Für die vom Bewerber selbst verfassten Anlagen (Lebenslauf, Dritte Seite) gelten die Konventionen der schriftlichen Bewerbung. Die weiteren Anlagen (Zeugnisse) werden als Scan elektronisch verfügbar gemacht.
Im Gegensatz zur Schriftlichen Bewerbung ist die E-Mail-Bewerbung nicht ohne Weiteres akzeptiert, so dass Bewerber vorher klären sollten, ob und in welcher Form eine E-Mail-Bewerbung gewünscht ist.
Eine interessante Form der E-Mail-Bewerbung ist, die Anlagen nicht unaufgefordert mit zu versenden, sondern die Anlagen auf der eigenen Homepage im Internet möglichst Passwortgeschützt ab zu legen und in der E-Mail nur die Adresse der Dokumente als Link an zu geben. Da diese Form der Bewerbung aber den Aufwand des Personalchefs sichtlich erhöhen kann, ist dies nur in besonderen Fällen - etwa Bewerbung im IT-Bereich - zu empfehlen.
[Bearbeiten] Onlinebewerbung
Als Onlinebewerbung bezeichnet man Unterlagen, die über das Internet von einem Bewerber auf einer Bewerbungshomepage zur Verfügung gestellt werden und somit permanent online abrufbar sind. Die Onlinebewerbung unterscheidet sich gegenüber der konventionellen Bewerbung durch die Möglichkeit der elektronischen Weiterverarbeitung, der permanenten, weltweiten Verfügbarkeit, sowie durch multimediale Präsentationsmöglichkeiten.
Die Onlinebewerbung ist mittlerweile weitgehend akzeptiert. Zu diesem Ergebnis kam eine Studie des Marktforschers Easyquest (2005). Die Studie bezieht sich auf Unternehmen in den europäischen Staaten Dänemark, Italien, Schweden, Norwegen, Deutschland, den Niederlanden und Belgien. Von 1635 Personalmanagern aller Unternehmensgrößen sprachen sich ca. 50% für die Bewerbung in digitaler Form aus. Hervorgehoben wurde die einfachere Verarbeitung von digitalen Bewerbungen im internen Gebrauch.
Ebenfalls als Onlinebewerbung wird auch ein Formular bezeichnet, welches vom Stellenanbieter auf seiner Homepage zur Verfügung gestellt wird, um die Daten der Bewerber zu erfassen. Allerdings handelt es sich hier im eigentlichen Sinn nicht um eine Onlinebewerbung, da die Bewerberdaten nur via Formmailer, also nur per E-Mail ausschließlich an den Stellenausschreibenden gesendet werden, also nicht permanent für weitere Stellenausschreibende einsichtig sind. Die so erfassten Daten erleichtern die Auswertung erheblich. Der Nachteil für den Bewerber liegt darin, dass in Onlinebewerbungsformularen kein Raum für eine kreative Präsentation verbleibt. Darüber hinaus muss ein Onlinebewerbungsformular von Bewerbung zu Bewerbung immer wieder neu ausgefüllt werden, was einen nicht unerheblicher Zeitaufwand darstellt.
Die Online-Bewerbung wird bei Bewerbern und Arbeitgebern immer beliebter. Spart diese Bewerbungsart doch einiges an Kosten. Bewerber auf der Jobsuche kommen teilweise nicht um die Online-Bewerbung herum, da insbesondere große Arbeitgeber und Arbeitgeber mit hohem Personalbedarf (Zeitarbeit, Personalvermittlung, Head-Hunter) nur noch Bewerbungen über das eigene Bewerbungsportal akzeptieren. Jeder Job, für den der Bewerber eine Bewerbung abgeben will, erfordert die vollständige Eingabe des Bewerbungsprofils. Für die Personalabteilung ein geeigneter Weg, der Bewerbungsflut Herr zu werden. Der Bewerber muss zwischen 1 und 3 Std. Zeit je Job-Bewerbung einplanen. Hier gibt es Software, die diese Aufgabe erleichter (s.WebLinks).
[Bearbeiten] Auswahlverfahren
Manchmal werden spezielle Auswahlverfahren, so genannte Assessment-Center, durchgeführt, um so spezifische Kenndaten von und über die Bewerber zu erhalten. Teilweise werden auch Eignungstests durchgeführt.
[Bearbeiten] Bewerbungsgespräch
Die Organisation kann einen Bewerber nach einer Bewerbung zu einem Bewerbungsgespräch einladen. Das ist die Regel bei der Bewerbung in einer Firma, wird aber auch immer mehr von Hochschulen gepflegt.
Zu einem Bewerbungsgespräch eingeladen worden zu sein ist auf jeden Fall schon mal ein gutes Zeichen, denn es bedeutet zum einen, dass die Bewerbung für gut befunden wurde und die Entscheider in dem jeweiligen Unternehmen den Bewerber so interessant finden, dass sie ihn nun persönlich kennen lernen möchten.
Nun kommt es also darauf an, den guten Eindruck, den der Personalchef von einem gewonnen hat zu bestätigen und wenn möglich sogar noch zu steigern. Wie macht man das nun am besten?
Zuerst einmal sollte man "man selbst" bleiben und locker, natürlich, aber auch angemessen gekleidet zu dem Termin erscheinen. Zu dem Termin sollte man pünktlich, ruhig auch etwas früher, jedoch nicht zu früh erscheinen. Erscheint man mehr als 10 bis 15 Minuten zu früh, kann man durchaus den Eindruck erwecken, über die Maßen nervös zu sein und das wäre nicht gut, will man doch relative Lockerheit und Souveränität ausstrahlen.
Im Bewerbungsgespräch will der Personalchef einen Bewerber persönlich kennen lernen und ihn als Person sowie seine Motivation für die Firma zu arbeiten einschätzen können.
Nach einigen meist unverfänglichen Fragen nach dem Weg oder das Wetter betreffend, folgen konkretere Fragen zum Lebenslauf oder auch zur persönlichen Situation. Als Bewerber sollte man sich also im Vorfeld seinen Lebenslauf sehr genau angeschaut haben und diesen auch wirklich selber kennen. Zu Zeiten oder Passagen, die etwas ungenau erscheinen könnten oder zu denen man Ausbildungen / Arbeitsverhältnisse abrupt beendet hat, sollte man gut und schlüssig begründen können.
Besonders bei weiblichen Bewerbern immer wieder beliebt ist die Frage nach einem aktuellen Lebenspartner oder die Frage, ob man sich Kinder wünscht. Gut ist in diesem Zusammenhang, zu sagen, dass man sich auf diese Stelle konzentrieren will und Kinderwunsch derzeit keine Rolle spiele. Die Frage der Religionszugehörigkeit, stellt sich in der Regel nur bei konfessionell gebundenen Arbeitgebern.
Der Bewerber selbst kann natürlich auch Fragen stellen und sollte diese Gelegenheit auch auf jeden Fall nutzen. So können tiefer gehende Fragen zur Produktion oder zum eigenen Arbeitsumfeld und Arbeitsbereich gestellt werden.
Absolut unangepasst sind Anmerkungen politischer oder religiöser Art. Man sollte selbst nie darauf zu sprechen kommen, und wenn man gefragt wird nur unverfänglich antworten.
Interessant: Ein Unternehmen, welches einen Bewerber zu einem Bewerbungsgespräch einlädt ist generell zum Ersatz der Reisekosten verpflichtet - es sei denn er weißt im Einladungsschreiben ausdrücklich darauf hin, dass er dies nicht tut. Nur, danach zu fragen, könnte äußerst negativ aufgenommen werden.
[Bearbeiten] Sonstiges
Ein Personalchef, der sich über die Eignung eines aussichtsreichen Kandidaten nicht beim Personalchef des früheren Arbeitgebers erkundigt, begeht in Deutschland eine Pflichtverletzung.
[Bearbeiten] Bewerbungen per E-Mail
Immer mehr Unternehmen veröffentlichen ihre freien Stellen in Jobbörsen. Das spart Porto und die Bearbeitung geht schneller.
- Sorgfalt, Sorgfalt, Sorgfalt: Rechtschreibung und Grammatik müssen stimmen. Keine Smileys und Internet-Abkürzungen (IMHO u.ä.) verwenden.
- Im Betreff-Feld angeben: "Bewerbung als ..."
- Persönliche Anrede wählen. Der Name des Verantwortlichen steht im Stellenangebot oder Sie erfahren ihn auf der Internetseite der Firma oder durch einen Anruf.
- Keine Standardfloskeln verwenden. Die Bewerbung auf die Firma zuschneiden.
- Eine seriöse E-Mail-Adresse verwenden. "superhacker@online.de" oder "superheld@kostenlos.de" sind ungeeignet.
[Bearbeiten] Bücher zum Thema
Die Bewerbung zum Design- und Kunststudium
[Bearbeiten] Siehe auch
[Bearbeiten] Weblinks
- Arbeitsagentur.de
- Arbeitsberatung.de
- Arbeits-abc.de
- Bewerbung
- Bewerbungsratgeber
- Inhalt und Struktur von Bewerbungsunterlagen (PDF-Datei, 330 KB)
- Bewerbungsbuero.com Professionelle Bewerbungsberatung für Führungskräfte
- Bewerberprofil (Lebenslauf) in div. Jobbörsen einstellen
- Ganzheitliche Berufsplanung und Jobstrategie
- Linksammlung zu Job-Börsen und zur Karriereplanung für Geisteswissenschaftler (und speziell für Philosophie-Absolventen)
- Stellensuchmaschine für Studenten spirofrog.de
- Stellensuchmaschine Monster.de
- Stellensuchmaschine Jobpilot.de
- Jobsuchmaschine Jobspeedy.de
- Stellensuchmaschine joblounge.de
- Stellensuchmaschine Stepstone.de
- Backinjob - Tipps zum Lebenslauf und Bewerbung Bewerbungsvorlage und Musteranschreiben zum Lebenslauf
- Jobware.de
- Jobsuche und Bewerbung in der Europäischen Union
- Jobs3000 Neben- und Ferienjobs
- Newsroom.de Medienberufe
- Online-Bewerbungs-Ratgeber
- Tipps für die Initiativbewerbung
- Alles zur Bewerbung und kostenpflichtiges Training
- Bewerbungscheck von Fachexperten
- Bewerbungsforum.com Forum für Bewerbung, Karriere und Weiterbildung
- Bewerberinfos
- Infos über Arbeitszeugnis und Bewerbung
- Tipps zur Praktikumsbewerbung
- Linksammlung
- Tipps von der Bundesagentur für Arbeit für Bewerbungen in der EU
- Tipps zur Bewerbung
- kommentierte Beispiele zu Bewerbungsschreiben
- Info-Heft der Deutschen Post
- Tipps für eine erfolgreiche Bewerbung
- Tipps zur Bewerbung vom Anschreiben über Kompetenzprofil bis zum Vorstellungsgespräch
- Tipps für Karriere und Bewerbung
- Bewerbung in Deutschland und Europa
- www.bewerberhandbuch.de bzw. www.karrierehandbuch.de(vom Gerhard-Hermann Koch)
[Bearbeiten] Kapitel- und Quellennachweis
Übernahme des Wikipedia-Artikels Bewerbung am 23.05.2006
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