Computerhardware: Touchscreen
Touchscreen [Bearbeiten]
Ein Touchscreen, Tastschirm bzw. Sensorbildschirm ist eine Kombination von Ein- und Ausgabegerät. Berührt man einen solchen Bildschirm mit dem Finger oder einem Stift, kann der Computer die Koordinaten des Berührungspunktes ermitteln. Dadurch wird eine weitgehend intuitive Steuerung des Computers möglich.
Derartige Geräte werden seit Jahren in Fahrkarten- und Bankautomaten verwendet. Tastatur und Maus werden überflüssig. In industriellen Anwendungen ist von Vorteil, dass sie weniger störungsanfällig und schmutzempfindlich sind als Tastaturen. In Heimanwendungen sind Touchscreens noch selten, mit Ausnahme von Smartphones, Tablets und Navigationsgeräten in Autos.
Systeme, die mehrere Berührungen gleichzeitig erlauben, heißen „Multitouch“. Mit zwei Fingern kann man beispielsweise angezeigte Elemente drehen oder vergrößern.
Wie funktioniert ein Touchscreen? Von mehreren Verfahren werden hier einige genannt.
- Resistive Touchscreens bestehen aus einer inneren Glasscheibe und einer dünnen äußeren Polyesterschicht. Sie berühren sich nicht und werden durch mikroskopische Abstandshalter getrennt. Die einander zugewandten Seiten sind mit einem lichtdurchlässigen Widerstandsmaterial beschichtet. Die Polyesterschicht biegt sich durch, wenn man auf den Bildschirm drückt, und berührt die Gegenseite. Je nach Berührungspunkt wird ein unterschiedlicher Widerstand gemessen.
- Sie arbeiten sehr genau, aber bei häufigem Gebrauch verändern sich die Widerstandsschichten durch den Druck und die Genauigkeit lässt nach.
- Die Polyester-Oberfläche ist mechanisch empfindlich und verkratzt leicht.
- Bei kapazitiven Touchscreens sind voneinander isolierte leitfähige Streifen über Kreuz angeordnet und bilden einen Kondensator. Berührt man mit dem Finger einen Kreuzungspunkt, verändert sich die Kapazität des Kondensators, was man messen kann.
- Sie sind sehr robust.
- Sie funktionieren nicht, wenn der Finger in einem Handschuh steckt.
- Induktive Touchscreens arbeiten mit Magnetfeldern. Ein spezieller Eingabestift (mit einer Spule darin) wird benötigt.
- Das Gerät wird durch einen aufliegenden Handballen nicht irritiert, was beim Schreiben und Malen sehr vorteilhaft ist.
- Einige Geräte erkennen sogar die Neigung des Stiftes.
- Die Oberfläche ist robust.
- Bei energieabsorbierenden Verfahren wird von Wandlern in den Ecken ein Muster aus Ultraschall- oder Infrarotwellen über dem Bildschirm erzeugt. Bei Berührung mit einem Finger wird ein Teil der Wellen absorbiert, was sich messen lässt.
- Die Technologie ist noch recht teuer, aber robust.
Quellen