Das Schreiblernbuch/ Modul D: Übersicht
Inhaltsverzeichnis |
Lernziele
In diesem Modul sollen vermittelt werden:
- die Lautwerte des Buchstaben „d“
- die Unterscheidung von „d“, „dt“ und „t“
Hintergrundfakten
Der Buchstabe „d“ wird im Deutschen auf zwei unterschiedliche Arten ausgesprochen:
| Lautschrift | Beispiele | Erläuterung |
| [d] | du [duː], drei [dʀaɪ], Rede ['ʀeːdə] | am Silbenanfang |
| [t] | Bad [baːt], Bild [bɪlt], Hemd [hɛmt], Wand [vant], Mord [mɔʁt] | am Silbenende |
d am Wortende
Die weitaus meisten Wörter, die auf Vokal + [t]-Laut enden, werden mit „t“ geschrieben (z. B. Rat, seit, Brot, Blut). Nur wenige dieser Wörter werden mit „d“ geschrieben (Bad, Kleid, Lied, Tod). Die Schreibung mit „t“ sollte als die Regel aufgefasst werden und die Schreibung mit „d“ als die Ausnahme.
Ähnliches gilt für Wörter, die auf die Laute [rt] enden. Diese werden ebenfalls mehrheitlich mit „rt“ geschrieben (Art, Wirt, dort, Geburt), seltener mit „rd“ (Leopard, Pferd, Mord, absurd). Auch Wörter, die auf [kt] oder [mt] enden, werden nur ausnahmsweise mit „gd“ (Jagd, Magd, Smaragd) bzw. mit „md“ (Hemd, fremd) geschrieben; diese Wörter werden fast immer mit „gt“ (lügt) oder „kt“ (Sekt) bzw. „mt“ (Zimt) geschrieben.
Wörter, die auf die Laute [lt] enden, werden dagegen mehrheitlich mit „ld“ geschrieben (bald, Geld, Schuld), seltener mit „lt“ (alt, Welt). Eine wichtige Ausnahme von dieser Regel bilden Verben, die im Infinitiv auf -len oder -lten enden; in der dritten Person Singuar enden diese oft auf -lt (z. B. holen, holt; rollen, rollt; halten, hält).
Ebenso werden Wörter, die auf die Laute [nt] enden, sehr viel häufiger mit „nd“ geschrieben als mit „nt“ (Hand, Kind, Mund; bunt). Eine Ausnahme bildet wieder die dritte Person Singular vieler Verben, deren Infinitivform auf –nen endet (weinen, weint; kennen, kennt).
Siehe auch
- Für die Silbentrennung bei „dt“ siehe: Das Schreiblernbuch für Fortgeschrittene