Die Kommunikationsschwelle in öffentlichen Nahverkehrsmitteln/ Öffentliche Nahverkehrsmittel als kommunikativer Raum

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Die sozial-räumliche Dialektik befasst sich mit den Wechselbeziehungen zwischen physischem und sozialem Raum. Vereinfacht könnte man sagen, der physische Raum konstituiert den sozialen Raum, welcher wiederum den physischen konstituiert.

In diesem Zusammenhang ist erkennbar, dass verschiedene räumliche Ebenen sich verschiedenen Ebenen der Kommunikation zuordnen lassen. Die Kommunikation, die etwa in einem U-Bahnwagen stattfindet, ist vor allem interpersonale Kommunikation, die Kommunikation zwischen einzelnen Individuen. Dagegen ist die räumliche Ebene der Stadt eine Kulisse für die und zugleich Ausdruck der Kommunikation zwischen ganzen Gruppen oder Organisationen. (Maier-Rabler 1995, Seite 10)

Der Raum, den öffentliche Nahverkehrsmittel bilden, zeichnet sich auch durch eine sehr eindeutige Funktionalität aus. Diese ist, Platz für den Transport von einem Ort zu einem anderen bereitzustellen.

Es handelt sich um einen halböffentlichen Raum. Der Zugang ist vor allem auf zahlende Fahrgäste beschränkt, er unterliegt einer gewissen Überwachung, und Personen, die sich dort aufhalten, haben spezielle Verhaltensregeln zu befolgen. Halböffentliche Räume dieses Typus werden momentan immer wichtiger. Neben Shopping-Malls, Bahnhöfen und Einkaufsstraßen gibt es eine Tendenz dazu, ganze Bezirke zu überwachen und den Aufenthalt an diesen Orten bestimmten Zwecken unterzuordnen. Öffentliche Nahverkehrsmittel stellen somit die extreme Ausprägung eines zweckgebundenen, halböffentlichen Raumes zur interpersonalen Kommunikation dar.

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