Die Kommunikationsschwelle in öffentlichen Nahverkehrsmitteln/ Falsifizieren und Hypothesen
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1. Warum nehmen Menschen in den Wiener öffentlichen Nahverkehrsmitteln selten Kontakt zu einander auf?
- Wenn sich Menschen in einer Umgebung aufhalten die unmittelbar mit Fortbewegung zu tun hat (öffentliche Verkehrsmittel und deren Haltestellen) dann sind sie weniger kontaktfreudig als in anderen Umgebungen.
(andi - qualitativ - das ist eigentlich hypothesengenerierend, und hat den Fehler dass es eine "schwache Aussage" als Annahme voraussetzt, denn wie selten ist selten und nehmen sie überhaupt selten Kontakt zu einander auf? verbesserungsvorschlag:) Was hindert Menschen daran, in den Wiener öffentlichen Nahverkehrsmitteln Kontakt zu einander aufzunehmngen? (eventuell NACH Frage 7 einordnen, da die Beantwortung darauf aufbaut - keine Hypothese, da qualitativ)
Aus den Ergebnissen der Forschungsfrage sieben geht hervor, dass die Lust am Kommunizieren mit der in den Nahverkehrsmitteln empfundenen Stimmung zusammen hängt. Die selben Berechnungen, diesmal durchgeführt mit den Fragen, die sich auf die Häufigkeit der Kommunikationssituationen beziehen, ergibt aber, dass die Probanden, die die Atmosphäre positiv beurteilen und also auch eher Lust an der Kontaktaufnahme haben, die einzelnen Gesprächssituationen ihrer Einschätzung nach nicht häufiger erleben als andere. Auf der bekannten vierstufigen Skala, die in diesm Fall von "häufig" bis "nie" reicht, erreichte diese Gruppe einen Durchschnitt von 2,83, was sich nicht wirklich vom Gesamtdurchschnitt (2,79), vom Durchschnitt der neutral Bewertenden (2,79) oder dem der negative Bewertenden (2,78) abhebt.
(tabelle) Gruppe / Situation 1 / Situation 2 / Situation 3 / Situation 4
positiv Bewertende / 1,83 / 2,67 / 3,17 / 3,67
neutral Bewertende / 1,89 / 2,58 / 2,84 / 3,84
negativ Bewertende / 2,00 / 2,53 / 2,84 / 3,74
gesamt / 1,93 / 2,57 / 2,89 / 3,77
1.1 Sind Menschen in einer ihnen angenehmen Umgebung kontaktfreudiger?
- Auf dem Weg zu einem öffentlichen Ort, an dem man sich gerne aufhält, kommt es zu weniger Begegnungen als an diesem Ort selbst.
(andi - delete - das ist jetzt eigentlich die Umkehrung zu Hypothese 7 7. Meiden Menschen die öffentlichen Nahverkehrsmittel weil sie zu oft angesprochen werden oder weil sie zu selten angesprochen werden?
- Je ungerner jemand die öffentlichen Nahverkehrsmittel verwendet, desto unangenehmer ist es ihm, von Fremden angesprochen zu werden.)
2. Welche Menschen haben Interesse daran, Kommunikation mit Fremden aufzunehmen?
- Fahrgäste im Wiener öffentlichen Nahverkehr haben durchaus Interesse daran Kommunikation mit Fremden aufzunehmen.
(andi - qualitativ)
2.1 Gibt es eine Verbindung zwischen dem Alter der kontaktaufnehmenden Personen und der feststellbaren Kommunikationsbereitschaft?
- Die Kommunikationsbereitschaft nimmt mit dem Alter zu.
(andi - hypothesenprüfung) Die Kooperationsbereitschaft, also die Bereitschaft mit jemandem zu interagieren und zusammenzuarbeiten, kann nicht direkt gemessen werden. Sie kann aber indirekt über die Weitergabe des Flugblattes gemessen werden. Dazu werden die Probanden in drei Kategorien eingeteilt, in der ersten sind Menschen, die den Fragebogen ausgefüllt haben, ihn aber ohne Begründung nicht weitergegeben haben, in der zweiten sind Menschen, die ihn nicht weitergegeben haben, aber begründet haben, warum nicht, die Probanden der dritten Kategorie haben das Flugblatt weitergegeben. Ein Vergleich der Durchschnittsalter zeigt, dass das Durchschnittsalter aller Personen, die das Flugblatt weitergegeben haben (25,41 Jahre) unter dem derer, die das Flugblatt nicht weitergegeben haben (28 Jahre) liegt, somit auch unter dem Gesamtdurchschnittsalter von 26,3 Jahren. Die Kommunikationsbereitschaft nimmt also mit dem Alter nicht zu, eher noch ab. Die Tatsache, dass die Menschen, die das Flugblatt nicht weiteargaben eher älter waren könnte aber auch mit dem spezifischen Experiment zusammenhängen, da viele jüngere Menschen selber Studenten sind oder vor nicht allzu langer Zeit waren, somit vielleicht eher Verständnis für diese Arbeit oder Interesse daran haben.
(Ein Vergleich des Durchschnittsalters der Probanden, die das Flugbaltt weitergegeben haben mit dem Durchschnittsalter derjenigen, die es nicht weitergegeben haben, zeigt ob ein Zusammenhang besteht. Ein Vergleich des Alters der ProbandInnen von Fragebogen A mit ihrer Einschätzung des Gesprächserfolgs gibt ebenfalls Aufschluß.)
3. Welche Motivationen bewegen Menschen dazu, Kommunikation mit Fremden aufzunehmen?
- Durch Kommunikation mit Fremden wird versucht ein Kommunikationsziel zu erreichen.
(andi - die beantwortung dieser frage impliziert die beantwortung der folgefrage, denn wenn grund der kontaktaufnahme gleich gesprächsthema ist, dann kann man davon ausgehen, dass das gespräch das erreichen des kommunikationszieles bezweckt, andererseits sieht man daran, dass über themen kommuniziert wird, die kommunikationsziel sind. ganz schön tricky immer alles von zwei perspektiven aus sehen zu wollen. nochmal anders gesagt: kommunikationsziele werden expliziet kommuniziert, wenn sie das nicht werden, dann sind sie dem kommunikator auch kaum als solche bewusst.)
3.1 Über welche Themen wird kommuniziert?
- Je mehr über etwas gesprochen wird, je wichtiger es also den Gesprächspartnern ist, desto eher ist es ein Kommunikationsziel.
(andi - siehe oben)
3.2 Bei welchen Motivationen wird die Erwartung erfüllt und somit das Ziel der Kommunikation erreicht?
- Je gewöhnlicher ein Kommunikationsziel ist desto wahrscheinlicher wird es erreicht.
(andi) Die Gründe für die Kontaktaufnahme werden anhand ihrer Häufigkeit ordinal kodiert und mit den Werten für Gesprächserfolg verglichen. Die Rücklaufquote, die bei Fragebogen A, der ein komplexeres Vorgehen verlang, ist niedriger als die bei Fragebogen B, das zeigt dass einfachere Kommunikationsziele leichter erreicht werden.
4. Mit wem will jemand, der ein grundsätzliches Interesse an Kommunikation mit Fremden hat kommunizieren?
- Es werden Menschen angesprochen, die für ein erfolgreiches Erreichen des Kommunikationszieles nützlich erscheinen.
(andi - vielleicht qualitativ)
(raphi) Bei der Selbsteinschätzung des Gesprächserfolges zeigt sich ein ungewöhnlich klares Ergebnis. So wurden die geführten Gespräche hinsichtlich des Grundes der Kontaktaufnahme von fast der Hälfte der Probanden mit eins, also „sehr erfolgreich“, bewertet. Lediglich 9 Prozent gaben an bezüglich des Ziels ihrer Kontaktaufnahme „nicht erfolgreich“ gewesen zu sein, und votierten mit vier. Daraus ergibt sich die Annahme dass die Probanden gezielt Menschen ausgewählt haben um ihnen den Fragebogen zu Übergeben. Den Ergebnissen hinsichtlich des Erfolges des erreichten Gesprächsziels nach zu Urteilen kann den untersuchten Personen auch eine gutes Einschätzungsvermögen attestiert werden welche Mitmenschen bei einer möglichen Kontaktaufnahme eher zielführend sein könnten als Andere.
4.1 Sprechen Menschen, die eine Zigarette erbitten wollen hauptsächlich gerade Rauchende an?
- Wenn jemand raucht, dann ist er eine bevorzugte Ansprechperson für jemanden, dessen Kommunikatonsziel es ist eine Zigarette zu erhalten.
(andi - delete - geht nicht, weg damit)
4.2 Werden attraktive Menschen häufiger angesprochen als unattraktive?
- Je attraktiver das Äußere eines Menschen wirkt, desto öfter wird er angesprochen.
(raphi) Da es für die Aufgabenstellung von Fragebogen A irrelevant war ob jemand angesprochen wird oder aktiv mit jemandem in Kontakt tritt und darin keine Einschätzung der eigenen Attraktivität vorgesehen war, muss bei der Überprüfung dieser Hypothese ausschließlich auf Resultate aus Fragebogen B, in dem das aktive Ansprechen verlang wurde, zurückgegriffen werden. Außer Acht gelassen werden auch die Ergebnisse deren Abrissnummern eins wer, da die Probanden mit diesem Abriss das Flugblatt unmittelbar von einem Mitglied der Arbeitsgruppe erhalten hat, was die Ergebnisse verfälschen würde.
Die Auswertung der Ergebnisse zeigt, dass die Probanden diejenigen die ihnen das Flugblatt überreicht haben im Durchschnitt als unattraktiver empfinden als jene Personen an die sie das Flugblatt weitergegeben haben. So zeigte sich auf einer Bewertungsskala von eins (sehr attraktiv) bis vier (sehr unattraktiv), dass die selbstgewählten Personen, also jene an die das Flugblatt weitergegeben wurde, im Mittel mit zwei bewertet wurden, während jene von denen man das Flugblatt erhielt, auf die man also nicht selektiv einwirken konnte, im Mittel mit drei bewertet wurden. Auffallend ist hier, dass bei den selbstgewählten Kommunikationspartnern die beste Bewertung eine eins ist, während von den Probanden an die Personen die ihnen das Flugblatt überreicht hatten keine Bestnote vergeben wurde. Im Gegenteil, denn die Versuchspersonen bewerteten die selbstgewählten Personen schlechtestens mit drei, diejenigen auf die sie keinen Einfluss hatten berwerteten sie hingegen mehrmals mit vier, also mit "sehr unattraktiv".
5. Befindet sich eine erhöhte Anzahl von Menschen, die sich kennen lernen wollen, in einem öffentlichen Nahverkehrsmittel?
- Wenn jemand in einem öffentlichen Nahverkehrsmittel fährt, ist er von mehr Unbekannten, deren Bekanntschaft er sonst (wenn er sie an anderen Orten treffen würde) gerne machen würde umgeben als an anderen Orten.
(andi)
5.1 Lässt sich zwischen den kommunizierenden Personen eine soziographische, oder demographische Ähnlichkeit feststellen?
- Je höher diese Ähnlichkeit ist desto häufiger kommunizieren diese Menschen miteinander.
(andi)Die Ähnlichkeit der Gesprächspartner wurde mit Fragen zu Alter und Geschlecht untersucht. Der durchschnittliche Unterschied zwischen dem Alter des Probanden und dem geschätzten Alter seines Gegenübers bei der Flugblattübergabe betrug 9,44 Jahre. Bei insgesamt 72 Flugblattübergaben gab die eine Hälfte das Flugblatt an einen Menschen gleichen Geschlechts weiter, die anderen 36 gaben es an einen Menschen des anderen Geschlechts weiter. Das bedeutet, dass eine Kommunikation nicht bevorzugt zwischen Personen mit ähnlichen Merkmalen stattfindet. Das belegen auch die in den Fragen zur Selbsteinschätzung erhobenen Daten. Die Probanden sollten auf einer vierstufigen Skala von "häufig" (Stufe eins) bis "nie" werten, von welchen Personen sie häufig angesprochen würden, dabei ergaben sich hinsichtlich Alter und Geschlecht folgende Mittelwerte:
von erheblich jüngeren/älteren Personen: 2,57
von ungefähr gleichaltrigen Personen: 2,16
von Personen des anderen Geschlecht: 2,3
von Personen des selben Geschlechts: 2,62
Obwohl es eine leichte Tendenz zu ungefähr gleichaltrigen Personen des anderen Geschlechts gibt, kann man davon ausgehen, dass eine erhöhte demographische Ähnlichkeit nur eine geringe Rolle bei der Kontaktaufnahme spielt.
5.2 Haben Menschen, die gleichzeitig ein öffentliches Nahverkehrsmittel verwenden eine erhöhte soziographische Ähnlichkeit?
- Menschen die gleichzeitig ein öffentliches Nahverkehrsmittel verwenden, haben abgesehen von ihrer derzeitigen Situation als Fahrgäste überdurchschnittlich viel gemeinsam.
6. Gibt es Situationen in denen Menschen überdurchschnittlich bereit sind mit Anderen zu kommunizieren?
- Die Bereitschaft, mit anderen Menschen Kontakt aufzunehmen ist bei einem Menschen nicht konstant, sondern von der jeweiligen Situation abhängig.
6.1 (raphi) Gibt es eine Verbindung zwischen der Tageszeit und der feststellbaren Kommunikationsbereitschaft?
- Je später am Abend es ist desto kommunikationsbereiter zeigen sich die untersuchten Personen.
Bei der Untersuchung der Daten zeigte sich dass die Flugblätter ausschließlich nachmittags oder abends weitergegeben wurden. Keiner der Befragten gab an das Flugblatt am Vormittag oder in der Nacht weitergegeben zu haben. Die Zahl derer die das Flugblatt abends weitergaben überwiegt bei beiden Fragebogenvarianten. Allerdings fanden die Übergaben des Flugblattes A, also bei jenem bei dem die Probanden warten sollten bis sie angesprochen wurden, nur zu 57 Prozent Abends statt, während Flugblatt B, die Aktive Variante, zu 80 Prozent, also deutlich öfter, Abends weitergegeben wurde.
6.2 Steigt die Zahl der aktiven und passiven Kontaktaufnahmen mit zunehmender Fahrzeit für eine Strecke gleich schnell?
- Die Zahl der passiven Kontaktaufnahmen einer Person ist bei einer Fahrt die länger dauert im Vergleich zur Zahl der aktiven Kontaktaufnahmen überproportional größer.
6.3 Nehmen Menschen, die in der Gruppe unterwegs sind häufiger Kontakt zu Fremden auf?
- Je größer die Gruppe ist, desto wahrscheinlicher nimmt das einzelne Mitglied der Gruppe Kontakt zu Fremden auf.
(andi - delete - können wir mit unserer Untersuchung nicht feststellen)
6.4 Kommt es in Stationen/Linien mit Infoscreens häufiger zu Kontaktaufnahme als an Stationen ohne Infoscreens?
- Wenn Infoscreens zur Verfüngung stehen, wird weniger Kontakt zu anderen Menschen aufgenommen.
(andi - weg damit, kommt im Fragebogen nicht vor)
7. Meiden Menschen die öffentlichen Nahverkehrsmittel weil sie zu oft angesprochen werden oder weil sie zu selten angesprochen werden?
- Je ungerner jemand die öffentlichen Nahverkehrsmittel verwendet, desto unangenehmer ist es ihm, von Fremden angesprochen zu werden.
(andi) Um festzusellen, wie gerne jemand die öffentlichen Nahverkehrsmittel verwendet, wurde seine Beschreibung der Atmosphäre analysiert. Die Texte wurden auf die Bewertung der physischen und emotionalen Situation hin untersucht. Sowohl die Beschreibung der physischen als auch der emotionalen Atmosphäre wurde entweder als negativ, neutral oder positiv klassifiziert, wobei eine positive Bewertung eine negative Bewertung aufhob und die Bewertung insgesamt als neutral gilt. Aus ihren/seinen Antworten auf die Frage "Wie angenehm sind ihnen folgende Situationen?" wurde für jede/n ProbandIn ein Durchschnittswert gebildet. Das arithmetische Mittel aus den Werten der Personen, die die Atmosphäre überwiegend als postiv bewerteten, ist 1,63, das derjenige, die die Atmosphäre als negativ bewerteten 2,12 und derjenigen, die sie eher neutral sahen 2, genauso wie das arithmetische Mittel aller Bewertungen. Die Bewertungen wurden anhand einer vierstufigen Skala vorgenommen, wobei eins der positivste und vier der negativste Wert ist. Je ungerner jemand also mit den öffentlichen Nahverkehrsmitteln fährt, desto unangenehmer sind ihr/ihm verschiedenste Gesprächssituationen mit Fremden, da die Kausalität jedoch nicht klar ist lässt sich nicht feststellen, ob die als negativ empfundene Atmosphäre Grund oder Ursache der verminderten Lust an Kontaktaufnahme ist.
8. Auf welcher Ebene der Kommunikation finden die meisten Kontakte statt?
- Je niedriger die Ebene der Kommunikation ist, desto leichter lässt sich diese herstellen.
(andi - das ist doch irgendwie die selbe frage wie 9., oder?) Die Probanden wurden nach der Häufigeit, mit der sie vier verschiedene Gesprächssituationen erleben, welche bestimmten stKommunikationsebene zugeordnet werden können, gefragt. Sie gaben auf einer vierstufigen Skala von "häufig" bis "nie" Antwort. Die Kommunikationsebenen null und eins sind im Rahmen dieser Untersuchung nicht relevant, da dort keine Interaktion besteht. Anhand der Durchschnittswerte der Antworten ist zu erkennen, dass Kontakte umso häufiger stattfinden, je niedriger die Kommunikationseben bleibt.
(tabelle Wie angenehm sind Ihnen folgende Gesprächssituationen?)
Kommunikationsebene / Gesprächssituation / durchschnittliche Häufigkeit
Ebene 2 / Frage/ Antwort / 1,93
Ebene 2 / mehrere Sätze / 2,57
Ebene 3 / Das Gespräch entfernt sich vom ursprünglichen Gesprächsgrund. / 2,89
Ebene 3 / Telefonnummern werden im Anschluss an ein langes Gespräch ausgetauscht. / 3,77
9. Wie lange dauern die meisten Interaktionen?
- Kurze Interaktionen kommen häufiger vor als lange.
(raphi) Tatsächlich antwortete das Mittel der Probanden auf die Frage ob er/sie schon einmal nach längerem Gespräch in den Wiener Linien mit dem Gegenüber Telefonnummern ausgetauscht habe nicht mit vier, auf einer vierstelligen Skala von eins „häufig“ bis vier „nie“, sondern, immerhin, mit drei. Und das obwohl dieselben Personen im Durchschnitt angaben dass ihnen diese Art von Situation unangenehm sei. Die Wertung eins, also „angenehm“ erreichte in der Frage nach dem Wohlbefinden in Gesprächssituationen in öffentlichen Verkehrsmitteln keine der vorgegebenen Antwortmöglichkeiten. Die Situation „Frage/Antwort“, erhielt die beste Durchschnittsnote, eine zwei, wie auch in der Frage nach der Häufigkeit der erlebten Situationen. Für die Kommunikationsvorschläge, „mehrere Sätze“ und „Das Gespräch entfernt sich vom ursprünglichen Gesprächsgrund“ wurde im Mittel jeweils eine zwei bei der Häufigkeit sowie eine drei bei der gefühlsmäßigen Bewertung angegeben. Es lässt sich also Festhalten dass kurze verbale Interaktionen in den Wiener Linien nicht nur häufiger vorkommen, sondern von den Betroffenen auch als deutlich angenehmer empfunden werden als längere Kontakte.