Die Kommunikationsschwelle in öffentlichen Nahverkehrsmitteln/ Methodische Vorgangsweise
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(mehtap/andi)Die Untersuchung der Kommunikationsschwelle in den öffentlichen Nahverkehrsmitteln in Wien wurde als Feldexperiment mit einer Kombination aus Flugblatt und Online-Fragebogens ermittelt. Je 200 Stück Flugblätter des Typs A und des Typs B wurden in einer etwa dreistündigen Aktion von an den frequentiertesten Stationen der Wiener Linien verteilt. Die Flugblätter waren in acht nummerierte Abrisse unterteilt. Beide Typen von Flugblättern forderten den Erhalter auf, sich den Abriss mit der niedrigsten Nummer zu behalten und den Rest des Flugblattes weiterzugeben, allerdings war die Aufgabenstellung zur weitergabe bei den jedem Flugblatttyp unterschiedlich. Fugblatt A forderte die/den ErhalterIn auf, es an die nächste Person von der man zufällig angesprochen wird beziehungsweise an den nächsten den man selbst anspricht weiterzureichen, Flugblatt B erforderte ein aktives Zugehen auf eine beliebige Person und die Weitergabe des Flugbalttes an diese. Außerdem wurden die ErhalterInnen des Flugblattes dazu angehlaten, einen am Abriß genannten Online-Fragebogen auszufüllen, entsprechend dem Flugblatt Fragebogen A und Fragebogen B. Die beiden Fragebögen enthielten Fragen die sich auf Erhalt und Weitergabe des Flugblattes beziehen, sowie einige Fragen zur Person des Probanden sowie allgemeine Fragen zur Nutzung der Öffentlichen Nahverkehrsmittel und zur Kommunikation in diesen. Fragebogen A enthielt acht Fragen, die auf Grund der anderen Weitergabemodalidäten nicht in Fragebogen B enthalten waren, nämlich folgende vier Fragen, jeweils zum Erhalt und zur Weitergabe des Fragebogens:
Hat sie/er Kontakt zu Ihnen aufgenommen oder umgekehrt? Was war der Grund für die Kontaktaufnahme?War das Gespräch hinsichtlich des Grundes der Kontaktaufnahme erfolgreich? Worüber haben Sie miteinander gesprochen?
Diese Methode sollte vor allem zwei Probleme lösen: Einerseits stellte sich bei der Arbeit in einem kleinem Team mit nahezu keinen finanziellen Mitteln die Frage, wie ohne übermäßigen Kosten- und Arbeitseinsatz ausreichend viele Datensätze gesammelt werden könnten. Dies sollte damit gelöst werden, dass das Anwerben von Probanden zum Teil des Experiments gemacht wurde und die Daten durch den Onlinefragebogen sofort in einer elektronisch weiterverarbeitbaren Form vorlagen.
Das zweite Problem war, dass es für das gegebene Forschungsinteresse notwendig erschien, Fragen zu bestimmten Einzelereignissen und nicht nur allgemeine Fragen wie im abschließenden Teil des Fragebogens zu stellen. Erinnerungsfragen im Stil von „Wann haben Sie das letzte Mal in den öffentlichen Nahverkehrsmitteln mit jemandem gesprochen, den Sie nicht vorher schon kannten?“ schienen auch zu unpräziese, daher kam der Entschluß, vom reinen Beobachten abzusehen und mittels eines Experiments Kontaktaufnahmen auf die der Fragebogen Bezug nehmen konnte zu generieren beziehungesweise sowieso stattfindende Kontaktaufnahmen durch die Übergabe des Flugblattes für den Probanden hervorzuheben.