Die Kommunikationsschwelle in öffentlichen Nahverkehrsmitteln/ Modell der Beziehungsentwicklung von Levinger und Snoek

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Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Ebenen der Beziehungsentwicklung

Nach dem relativ einfachen, aber nützlichen Modell der Beziehungsentwicklung von Levinger und Snoek (Vgl.: Levinger/Snoek, 1972) bewegen sich alle Beziehungen zwischen zwei theoretischen Extremen des gegenseitigen Aufeinanderbezogenseins - zwischen überhaupt keinem Kontakt und vollkommener Gegenseitigkeit der Partner.

In diesem Kontext ist das für Levinger und Snoek wichtigste Charakteristikum einer Beziehung das Ausmaß des Engagements der Partner. So unterscheiden sie je nach gegenseitigem Engagement mehrere Ebenen der Beziehung:

0. Kein Kontakt.

1. Einseitige Wahrnehmung (keine Interaktion).

2. Oberflächlicher Kontakt (unpersönliche Interaktion).

3. Gegenseitigkeit (gewisses Maß an echter tiefgehender Interaktion).

[Bearbeiten] Beziehungen der Ebene 1 (Das Stadium Einseitiger Wahrnehmung)

Diese Ebene ist durch ein Minimum an Kontakt gekennzeichnet. Da sich nur einer der Partner des anderen bewusst ist, findet keine Interaktion statt. Die meisten menschlichen Kontakte spielen sich auf dieser Ebene ab. Beispiele für Kontakte Einseitiger Wahrnehmung sind: Menschen im Bus, Hauptdarsteller einer Fernsehserie, Passanten, die ins Auge stechen. Diese einseitige Wahrnehmung besteht meist aus den Aktionen der Wahrnehmung, der Reaktion (Billigung, Sympathie, Missbilligung) und der Wiederaufnahme des vorangegangenen Verhaltens.

[Bearbeiten] Beziehungen der Ebene 2 (Das Stadium des Oberflächlichen Kontakts)

Die meisten Beziehungen, die ein gewisses Maß an tatsächlicher Interaktion beinhalten, werden zur Ebene 2 gezählt. Beziehungen dieser Ebene zeichnen sich durch minimalen persönlichen Kontakt aus, wobei die Beteiligten meist im Rahmen vorgegebener Rollen miteinender interagieren.

Beispiele für Beziehungen der Ebene 2 sind: Begegnungen mit VerkäuferInnen, SchalterbeamtInnen, AutohändlerInnen und anderen Menschen, die im Allgemeinen nicht als Individuen gesehen werden, sondern vielmehr als Träger bestimmter Rollen. Ob sich Beziehungen dieser Ebene weiterentwickeln, hängt zu diesem Zeitpunkt großteils von oberflächlichen Merkmalen der Beteiligten ab.

[Bearbeiten] Beziehungen der Ebene 3 (Das Stadium der Gegenseitigkeit)

Nur auf dieser Beziehungsebene existiert ein gewisses persönliches Engagement und Vertrautheit zwischen den Partnern. Wichtigstes Merkmal dieser Ebene ist, dass sich die Partner als Individuen sehen und deshalb die subjektive Weltsicht des anderen verstehen und schätzen.

[Bearbeiten] Faktoren der Beziehungsbildung

[Bearbeiten] Körperliche Nähe

Körperliche Nähe ist der vielleicht entscheidendste Faktor für Menschen bei der Wahl ihrer Beziehungen. Sie entscheidet oft darüber, ob Menschen die Grenze von „kein Kontakt“ zu Ebene 1 (einseitige Wahrnehmung) überschreiten. (Siehe Anhang, Abb. 1)

[Bearbeiten] Soziale und demographische Ähnlichkeit

Neben der räumlichen Nähe ist die soziale und demographische Ähnlichkeit der zweite wichtigste Filter dafür, ob sich oberflächlicher Kontakt zwischen Menschen entwickelt.

Normalerweise nehmen sich eher jene Menschen wahr, die in Herkunft, Religion, Beruf, Status oder finanziellen Möglichkeiten Ähnlichkeiten aufweisen. Dies gilt heute bereits als statistische Tatsache.

In ihrer inzwischen klassischen Studie untersuchten Hollingshead und Redlich (1958) (Ist nicht in der Literatur, wenn sie es von einer Sekundärquelle haben, müssten sie zitiert nach: XY angeben…) die Ehen, Freundschaften, usw. im Umfeld der amerikanischen Kleinstadt Elmstown und stellten fest, dass es zu Freundschaften und Ehen meist zwischen Menschen mit ähnlichen sozialen und demographischen Hintergrund kam.

[Bearbeiten] Körperliche Attraktivität

Die körperliche Attraktivität ist neben der körperlichen Nähe der wichtigste Faktor für die Entstehung von tiefergehenden Beziehungen. Denn ob sich mit Menschen auf eine Interaktion einlassen, wird vor allem aufgrund der sichtbaren Merkmale entschieden.

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