Die Kommunikationsschwelle in öffentlichen Nahverkehrsmitteln/ Philosophische Hintergründe zum Begriff Öffentlichkeit
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Hier seien kurz angesprochen einige Überlegungen philosophischer und interdisziplinär Art.
Erstens sie genannt, die Polarität von öffentlich/privat, die wie alle Polaritäten ein Konstrukt des menschlichen Verstandes ist. Was nimmt man als privat und was als öffentlich wahr? Wiewohl hier generell zwischen den meisten Menschen Konsens besteht, gibt es durchaus vorstellbare Situationen in denen sich die Gratwanderung zeigt, beispielsweise in der Stammkneipe in kleinen Orten oder bzgl. unseres Themas Verkehrsmittel, der Linienbus der nach Feierabend den Großteil der Belegschaft einer Firma in den Heimatort transportiert. Hier ist man unter sich, man kennt sich und steigt ein Fremder zu, so wird man viellleicht erst plötzlich wieder gewahr daß man ja in einem "öffentlichen" Verkehrsmittel sitzt.
Ein weiterer Punkt ist der des Empfindens der Zugehörigkeit zu allen Menschen (graduell erfassbar), der grundlegend ist für die Stimmung die zwischen den beteiligten Menschen herrscht. Hier kommt eine religiöse (re-ligio = Rückverbundenheit) bzw spirituelle Dimension hinzu. Idealerweise gibt es keinen Fremden, alle Menschen sind Brüder und daher entfiele jede Hemmschwelle für eine Kontaktaufnahme.
Und drittens kann man noch zu Felde führen den Grad der Aktivität den ein Mensch in seinem Leben an den Tag legt. Damit ist gemeint, inwiefern seine Schritte für ihn genau das sind, daß es machen will, ob er das Verkehrsmittel aktiv und gerne nutzt oder ob es eher ein notwendiges Übel ist (weil er kein Auto zur Verfügung hat). In diesen Kontext passt der Gedanke inwiefern ein öffentliches Verkehrsmittel "einem gehört", da man ein Teil der Gemeinschaft der Stadt ist. Unter diesem Aspekt kann man das eigene Wohlbefinden, das ja Grundlage ist für harmonische Kommunikation neu bewerten und auf eine tiefere Grundlage stellen.