Einführung in die Imkerei/ Einwinterung
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| Einwinterung |
[Bearbeiten] Einwitterung
[Bearbeiten] Fütterung
Es ist ratsam, den Bienen einen Teil des Honigs zu belassen, um ihre Gesundheit im Winter oder in den Zwischentrachtzeiten zu stärken. Da den Bienen der überwiegende Teil des gesammelten Honigs jedoch genommen wird, müssen sie im Spätsommer, wenn die Haupttracht vorbei ist, eingefüttert werden. Dazu wird heute meist Fertigfutter verwendet, das in größeren Mengen billiger und besser auf die Bienen abgestimmt ist, als selbst hergestelltes Zuckerwasser. Als Richtwert werden pro Volk zwischen 15 bis 20 kg Zucker benötigt. Einige Bioverbände wie z. B. Bioland verbieten ihren Produzenten den Einsatz von Fertigfutter oder Industriezucker (ökologisch produzierter Zucker ist allerdings erlaubt). Als Regel gilt, je später im Jahr man einfüttert, umso niedriger sollte der Wassergehalt der Lösung sein. In der Regel sollte man nach dem Abschleudern, also ca. Mitte August mit dem Auffüttern beginnen. Ableger, die auf einer Zarge einwintern sollten ca. 12 kg Zucker erhalten. Völker, die zweizargig eingefüttert werden erhalten 15- 18 kg Zucker. Zur besseren Verarbeitung sollte das Wasser heiß sein (Es genügt aber heißes Wasser aus der Hauswasserleitung). Am einfachsten ist es immer einen Hobbock voll Futter zu machen: 22kg Zucker + 15l Wasser, ergibt 30l Lösung, die genau 3/2 ist und den Hobbock ausfüllt und reicht , wenn man 15 kg / Volk rechnet genau für zwei Völker. Je nachdem, mit welchen Behältern man auffüllt sollte man natürlich beachten, wie viel man auf einen Schlag verfüttern kann, sonst steht einem das Futter natürlich rum. Immer nur soviel ansetzen, wie man sofort verfüttern kann. Wenn man nur zwei Völker füttern will und dazu Futtereimer mit 5l Fassungsvermögen also nur 10l Lösung ansetzen. Wenn man größere Futtertröge und Völker auf einer Zarge einwintern möchte, dann sollte man das Futter auf mindestens 2-mal verteilen, weil ansonsten das Volk alles auf einen Schlag auffüllt und nicht genügend Platz für die Herbstbrut hat. Also dann 1 Charge im August und eine Mitte September auffüttern.
| Verhältnis [1] |
Zucker [kg] |
Wasser [l] |
fertige Lösung [ml] |
|---|---|---|---|
![]() |
1 | 1 | 1625 |
![]() |
1,5 | 1 | 1937 |
![]() |
2 | 1 | 2250 |
| fertige Lösung [l] |
Zucker [kg] |
Wasser [l] |
|---|---|---|
| 1 | 0,775 | 0,52 |
| 2 | 1,55 | 1,03 |
| 3 | 2,32 | 1,55 |
| 4 | 3,10 | 2,07 |
| 5 | 3,87 | 2,58 |
| 10 | 7,74 | 5,16 |
| 15 | 11,62 | 7,74 |
| 20 | 15,49 | 10,33 |
| 25 | 19,36 | 12,91 |
| 30 | 23,23 | 15,49 |
| 35 | 27,10 | 18,07 |
| 40 | 30,98 | 20,65 |
| 45 | 34,58 | 23,23 |
| 50 | 38,72 | 25,81 |
Daneben gibt es eine ganze Reihe von Fertigfutterlösungen. Nicht alle sind für die Wintereinfütterung geeignet. Für die Winterfütterung sollte man Flüssigfutter verwenden, da Futterteige wesentlich langsamer von den Bienen aufgenommen werden und diese zusätzlich Wasser holen müssen. Das kann bei Schlechter Witterung zu Problemen führen.
Die Uni Hohenheim hat in den letzten Jahren Versuche mit unterschiedlichen Futtermitteln gemacht (Futteranalyse)mit dem Ergebnis, dass die Völker auf allen Futterarten gut überwintern, dass aber auch eine ganze Menge offener Fragen bleiben. Die Futtermittel unterscheiden sich stark in ihrer Zusammensetzung. Für Diskussion sorgte in den letzten Jahren Futter auf Malz- oder Weizenbasis, das durch enzymatische Hydrolyse erzeugt wird. Es gibt bis jetzt keine Hinweise, dass diese Futterarten für die Bienen schlechter sind als andere. Es kann zu dieser Zeit also keine Aussage darüber getroffen werden, welches Futter das beste ist. In der nachfolgenden Tabelle sind Analysedaten der einzelnen Futter zusammengetragen. Zu beachten ist Natürlich, wieviel Nahrung in einem Liter/kg Futter enthalten ist. Über den Daumen gepeilt kann man sagen, dass ein Liter Futter ca. 0,7 kg Zucker enthält.
| Futterarten | Handelsname | Trockensubstanz | Dextroseäquivalent | Saccharose | Fruktose | Dextrose |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Zuckerwasser | Zucker | 100% | ||||
| Invertzucker | Apiinvert Ambrosia-Sirup |
50% | 50% | |||
| Maissirup | Apiforte II/Butiforce | 78 % | 75 % | 25% | 32% | |
| Weizensirup | Apiforte I Fortune Api HF 1575 |
75 % | 66% | 15% |
| Futterarten | Glucose | Maltose | Maltotriose | Höhere Zucker |
|---|---|---|---|---|
| Zuckerwasser | ||||
| Invertzucker | ||||
| Maissirup | 23% | 9% | 11% | |
| Weizensirup | 22% | 42% | 8% | 15% |
| Futterarten | PH | Brix Grad | Brechungsindex | Energie | Dichte |
|---|---|---|---|---|---|
| Zuckerwasser | |||||
| Invertzucker | 1,4 | ||||
| Maissirup | 4 .. 5 | 1,482 | 1309 kJ | 1,4 | |
| Weizensirup | 3,5 - 5 | 75 | 1,478 |


