Einführung in die Imkerei/ Einwinterung
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| Einwinterung |
[Bearbeiten] Fütterung
Es ist ratsam, den Bienen einen Teil des Honigs zu belassen, um ihre Gesundheit im Winter oder in den Zwischentrachtzeiten zu stärken. Da den Bienen der überwiegende Teil des gesammelten Honigs jedoch genommen wird, müssen sie im Spätsommer, wenn die Haupttracht vorbei ist, eingefüttert werden. Dazu wird heute meist Fertigfutter verwendet, das in größeren Mengen billiger und besser auf die Bienen abgestimmt ist, als selbst hergestelltes Zuckerwasser. Als Richtwert werden pro Volk zwischen 15 bis 20 kg Zucker benötigt. Einige Bioverbände wie z. B. Bioland verbieten ihren Produzenten den Einsatz von Fertigfutter oder Industriezucker (ökologisch produzierter Zucker ist allerdings erlaubt). Als Regel gilt, je später im Jahr man einfüttert, umso niedriger sollte der Wassergehalt der Lösung sein.
| Verhältnis [1] |
Zucker [kg] |
Wasser [l] |
fertige Lösung [ml] |
|---|---|---|---|
![]() |
1 | 1 | 1625 |
![]() |
1,5 | 1 | 1937 |
![]() |
2 | 1 | 2250 |
| fertige Lösung [l] |
Zucker [kg] |
Wasser [l] |
|---|---|---|
| 1 | 0,775 | 0,52 |
| 2 | 1,55 | 1,03 |
| 3 | 2,32 | 1,55 |
| 4 | 3,10 | 2,07 |
| 5 | 3,87 | 2,58 |
| 10 | 7,74 | 5,16 |
| 15 | 11,62 | 7,74 |
| 20 | 15,49 | 10,33 |
| 25 | 19,36 | 12,91 |
| 30 | 23,23 | 15,49 |
| 35 | 27,10 | 18,07 |
| 40 | 30,98 | 20,65 |
| 45 | 34,58 | 23,23 |
| 50 | 38,72 | 25,81 |
Daneben gibt es eine ganze Reihe von Fertigfutterlösungen. Nicht alle sind für die Wintereinfütterung geeignet. Für die Winterfütterung sollte man Flüssigfutter verwenden, da Futterteige wesentlich langsamer von den Bienen aufgenommen werden und diese zusätzlich Wasser holen müssen. Das kann bei Schlechter Witterung zu Problemen führen.
Die Uni Hohenheim hat in den letzten Jahren Versuche mit unterschiedlichen Futtermitteln gemacht (Futteranalyse)mit dem Ergebnis, dass die Völker auf allen Futterarten gut überwintern, dass aber auch eine ganze Menge offener Fragen bleiben. Die Futtermittel unterscheiden sich stark in ihrer Zusammensetzung. Für Diskussion sorgte in den letzten Jahren Futter auf Malz- oder Weizenbasis, das durch enzymatische Hydrolyse erzeugt wird. Es gibt bis jetzt keine Hinweise, dass diese Futterarten für die Bienen schlechter sind als andere. Es kann zu dieser Zeit also keine Aussage darüber getroffen werden, welches Zuckerfutter das beste ist. In der nachfolgenden Tabelle sind Analysedaten der einzelnen Futter zusammengetragen.
| Futterarten | Handelsname | Trockensubstanz | Dextroseäquivalent | Saccharose | Fruktose | Dextrose | Glucose | Maltose | Maltotriose | Höhere Zucker | PH | Brix Grad | Brechungsindex | Energie | Dichte |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Zuckerwasser | Zucker | 100% | |||||||||||||
| Invertzucker | Apiinvert Ambrosia-Sirup |
50% | 50% | 1,4 | |||||||||||
| Maissirup | Apiforte II/Butiforce | 78 % | 75 % | 25% | 32% | 23% | 9% | 11% | 4 .. 5 | 1,482 | 1309 kJ | 1,4 | |||
| Weizensirup | Apiforte I Fortune Api HF 1575 |
75 % | 66% | 15% | 22% | 42% | 8% | 15% | 3,5 - 5 | 75 | 1,478 |




