Erste-Hilfe/ Amputation

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[Bearbeiten] Unfallbedingte Amputationen

[Bearbeiten] Erste (ggf. lebensrettende) Maßnahmen

  1. Wenn nötig, Rettung des Verletzten aus der Gefahrenzone unter Beachtung der Eigensicherheit. Die Ursache der Amputation bedenken: Von ihr könnte noch Gefahr ausgehen.
  2. Verletzten hinlegen (lassen).
  3. Lebensrettende Sofortmaßnahmen:
    • Wenn vorhanden, lebensbedrohliche Blutungen stillen. Jeder KFZ-Verbandkasten enthält das Material für einen Druckverband, hierfür eignen sich ein Verbandpäckchen und Polstermaterial für das Druckpolster (ein weiteres, ungeöffnetes Verbandpäckchen oder ungeöffnete Mullbinden].
    • Überprüfung von Bewusstsein, Atmung und Kreislauf: Vitalfunktionen überprüfen und bei Notwendigkeit Maßnahmen zu deren Stabilisierung einleiten (stabile Seitenlage bei vorhandener Atmung und Bewusstlosigkeit, Mund-zu-Nase-Beatmung bei Atemstillstand, Wiederbelebung bei Herz-Kreislaufstillstand)
    • Parallel dazu Notruf absetzen, dies möglichst durch andere Unfallzeugen erledigen lassen.
  4. Bei Anzeichen für Schockzustand: Maßnahmen zur Schockbekämpfung einleiten (Schocklage)! Merke: Ein Schockzustand kann lebensbedrohlich sein!

[Bearbeiten] Weitere Hilfeleistung und Amputat-Versorgung

  1. Psychische Betreuung des Verletzten: Beruhigung, tröstender Zuspruch, Verweis auf den bereits anfahrenden Rettungsdienst.
  2. Amputat, falls auffindbar, nicht säubern! Nicht mit Wasser in Berührung kommen lassen!
  3. Amputat einwickeln - wenn irgend möglich keimfrei (zum Beispiel mit Verbandtuch aus KFZ-Verbandkasten!)
  4. Verbandmaterial mit darin eingewickeltem Amputat soll in eine Plastiktüte und diese ihrerseits in einen Plastikbeutel gelegt werden, welcher mit eisgekühltem Wasser gefüllt ist. Optimal ist eine Kühltemperatur von ca. 4°C. Dabei darauf achten, dass das Amputat weiterhin nicht nass wird und keinen direkten Kontakt mit dem Eis hat (Vereisung unbedingt vermeiden).
  5. Amputat dem eintreffenden Rettungsdienst übergeben!
  6. Merke: Die Versorgung des Verletzten ist in jedem Fall wichtiger als die Versorgung des Amputats!
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