Erste-Hilfe/ SHT

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Das Schädel-Hirn-Trauma auch kurz (SHT genannt) bezeichnet jede Verletzungen des Schädels mit Hirnbeteiligung, aber keine reinen Schädelfrakturen oder Kopfplatzwunden. Alle Patienten die eine solche Verletzung aufweisen (Anzeichen von unterschiedlichen Pupillenweitungen, Hirnblutungen usw.) müssen unverzüglich in ein Krankenhaus eingeliefert werden. Als Erste-Hilfe-Maßnahme zur Versorgung dieser Verletzungsart ist immer der Notruf, die stabile Seitenlage (bei vorhandener Atmung) und die Atemspende bei Atemstillstand. Sollte bei einer bewußtlosen Person Blut aus Kopföffnungen (Nase, Mund, Ohren) austreten, dürfen diese Öffnungen keinesfalls verschlossen werden!

Man unterscheidet das Schädel-Hirn-Trauma in

  • geschlossenes SHT
  • offenes SHT (wenn die Gehirnhaut Kontakt zur Umgebungsluft hat).

Weiterhin lässt sich das Schädel-Hirn-Trauma in verschiedene Schweregrade einteilen, die anhand der Dauer der Bewußtlosigkeit, der Rückbildung der Symptomatik und den Spätfolgen orientieren:

  • SHT 1.Grades: Gehirnerschütterung:
Dies ist als leichte, gedeckte Hirnverletzung ohne bzw. mit Bewusstlosigkeit bis zu 5 Minuten festgelegt.
Sie klingt in etwa 5 Tagen vollständig ab. Patienten weisen in der Regel eine retrograde Amnesie und Übelkeit auf.
  • SHT 2.Grades: Gehirnprellung:
Hierbei ist eine Bewusstlosigkeit von bis zu 30 Minuten möglich. Die anschließenden Symptome verschwinden innerhalb von 30 Tagen, Spätfolgen sind unwahrscheinlich.
  • SHT 3.Grades: Gehirnquetschung:
Eine Bewusstlosigkeit länger als 30 Minuten verursacht durch eine Kompression des Gehirns anhand von Blutungen, Ödemen oder ähnlichen Vorgängen! Hierbei ist besteht die größte Gefahr des Druckanstieges im Kopf, da dieser hauptsächlich aus Knochen besteht und der Anstieg des Druckes (durch Ausdehnen) nicht abgebaut werden kann.
Die Folgen sind oftmals ein lang andauerndes Koma, ein komaähnlicher Zustand oder der Tod. Dauerhafte Schäden am Gehirn sind sehr wahrscheinlich bzw. zu erwarten.

Eindeutige Sympome für ein Schädel-Hirn-Trauma sind:

  • Bewusstseinsstörungen, mgl. mit zunehmender Bewusstseinseintrübung
  • Kopfschmerzen
  • Schwindel und Gleichgewichtsstörungen
  • Erinnerungslücken (Amnesie)
  • Schielen
  • Pupillendifferenz (Pupillen unterschiedlich geweitet)
  • Übelkeit und Erbrechen
  • Bewusstlosigkeit

Zu beachten ist, dass die zunehmende Bewusstseinsstörungen und die Pupillendifferenz als entscheidende Warnzeichen zu betrachten sind, da sie Hinweise auf eine mögliche Hirnblutung sein können.

Erste Hilfe bei solchen Kopfverletzungen

  • Ansprechen einer Person ohne Symptome von SHT:
Ist der Patient bei Bewusstsein, so ist dieser zu beobachten und auf evtl. Symptome zu untersuchen (Pupillenweitung, Reaktion auf Fragen usw.)
  • Ansprechen einer Person mit Übelkeit, Schwindelgefühl, Eintrübung des Bewusstseins o.ä.:
Unverzüglich ist hierbei der Notruf mit dem Hinweis einen Verdacht auf SHT abzusetzen, der Patient zu beruhigen und zu trösten. Um einer mgl. Hirndrucksenkung entgegenzuwirken sollte der Oberkörper erhöht gelagert und Auskühlung verhindert werden.
  • Nicht ansprechbare oder bewusstlose Personen:
Unverzüglicher Notruf ist abzusetzen und die bekannten Erste-Hilfe-Maßnahmen einzuleiten

Weitere Maßnahmen für eine Kopfverletzung sind:

  • Schwellungen (Beulen) ohne Wunde: kühlen
  • Kopfwunden: sterilabdecken und verbinden
  • Blutungen und Flüssigkeiten aus Nase oder Ohren: so belassen, keine Verbände oder Druckverbände anlegen
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