Esperanto: Kapitel 21 - Übersetzung der Leseübung

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[Bearbeiten] Die Jahreszeiten und die Welt

Vor sehr langer Zeit erschuf Gott die Welt. Er sah, dass die Blumen schöne Farben hatten, dass die Bäume sehr hoch und grün waren. Dann rief er die Jahreszeiten und sagte: „Eine schöne Welt habe ich für euch geschaffen. Bewacht ihr sie Tag und Nacht und werdet ihr sehr sorgsam zu ihr sein?“ Die Jahreszeiten antworteten: „Ja!“, und lachten vor Freude.

Für eine kurze Zeit schienen sie sehr glücklich zu sein inmitten der Bäumen und Blumen der neuen Welt. Sie bewachten die Welt aber nicht für mehrere Wochen so sorgfältig. Sie fingen an sich untereinander zu streiten, von morgens bis abends, und vergaßen oft die Bäume und Blumen. Je mehr sie stritten, desto unsorgfältiger bewachten sie die Welt. Der unbeständige Frühling mochte den ruhigen Winter nicht und weinte über den kalten Schnee. Der warme, strahlende Sommer sagte, dass der Herbst zu matt sei. Der müde Herbst wollte sich ausruhen und tadelte den unbeständigen Frühling für dessen schmutziges Wetter.

Mehr und mehr stritten sie sich und nach kurzer Zeit [nicht lange] waren sie gänzlich keine Freunde mehr. Dann sagte der Herbst: „Ich kann wegen der Welt nicht längere Zeit mit euch arbeiten. Unsere Geschmäcker sind zu verschieden. Deshalb werden wir heute Morgen die Welt unter uns aufteilen.“ Der Winter antwortete: „Gut! Ich bin bereit“, und der Somer und der Frühling lachten vor Freude. An diesem Tag teilten sie die Welt unter sich auf.

Der Winter baute sein Haus in den nördlichsten und südlichsten Ländern. Dort bedeckt der Frost, der Schnee und das Eis das ganze Land, während des ganzen Jahres. Der strahlende, energische Sommer nahm sich die Mitte der Welt. Darum ist das Wetter dort am wärmsten und am strahlendsten. Der Herbst und der Frühling nahmen sich die Länder zwischen dem Winter und dem Sommer. Deshalb ist das Wetter weder zu warm noch zu kalt in diesen Ländern. Dann erzählten die Jahreszeiten Gott, dass sie die Welt so unter sich aufgeteilt hätten.


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