Europäischer Reiseführer/ Bundesrepublik Deutschland/ Mecklenburg-Vorpommern

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Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Molli

Eine Fahrt mit der Schmalspurbahn Molli in Bad Doberan sollte man sich nicht entgehen lassen. Auch sollte man in Bad Doberan zuschauen, wie der Dampfzug Molli zur Straßenbahn wird. Eine ziemlich einmalige Touristenattraktion!

[Bearbeiten] Schwerin

Einen Überblick über Schwerin kann man erhalten, wenn man die Aussichtsplattform des etwas ungewöhnlich gestalteten 137 Meter hohen Fernsehturms in 100 Meter Höhe besucht. In unmittelbarer Nähe des Fernsehturms befindet sich ein 273 Meter hoher Sendemast, der zusammen mit dem Fernsehturm bestimmt für ungewöhnliche Fotomotive sorgen könnte.

[Bearbeiten] Peenemünde

In Peenemünde sollte man das im Kraftwerk untergrachte Historisch-technische Informationszentrum besuchen, welches zahlreiche Exponate zur Raketentechnik besitzt. Am Ortseingang von Peenemünde steht die Ruine der Sauerstofffabrik. Sehr empfehlenswert sind Rundflüge und eine Busfahrt über das Flugplatzareal zu den ehemaligen Startstellen der FI-103. Ein Besuch der Ruine der einstigen Abschußrampe der A4, dem Prüfstand VII ist noch nicht möglich.

[Bearbeiten] Fischland-Darß-Zingst

Diese Gegend ist wunderschön für Fahrradtouren, Klassenfahrten aber auch einen einfachen Familienurlaub. Sehr schöne Strände und Sehenswürdigkeiten wie Rostock und Rügen in direkter Nähe.

[Bearbeiten] Hansestadt Wismar

[Bearbeiten] Einführung

Die zum UNESCO-Weltkulturerbe gehörende Hansestadt Wismar ist bekannt für ihren gut erhaltenen mittelalterlichen Altstadtkern mit seinen Bürgerhäusern und den großen Stadtkirchen. Die Kirchen der Stadt prägen die Silhouette der Hansestadt schon von Weitem – egal ob man mit dem Schiff oder dem Auto anreist.
Die Hansestadt Wismar befindet sich an der Mecklenburger Ostseeküste zwischen den beiden Hansestädten Lübeck und Rostock.

[Bearbeiten] Anreise

[Bearbeiten] Auto

Mit dem Auto reist man am schnellsten aus Richtung Hamburg/Lübeck über die A20 an. Die A20 ist die Küstenautobahn in Mecklenburg-Vorpommern, die von Lübeck bis nach Stettin reicht. Somit ist die schnellste Anreise aus Richtung Stralsund/Rostock auch über die A20 möglich. Als Abfahrten stehen entweder die Abfahrt Wismar-Mitte oder das Autobahnkreuz Wismar zur Verfügung.
Wer aus Richtung Berlin kommt, fährt am besten die A24 Richtung Hamburg bis zum Autobahndreieck Schwerin und dann auf der A14 (ehemals A241) weiter Richtung Wismar. Die A14 (ehemals A241) ist noch nicht durchgehend befahrbar und endet am Autobahnkreuz Wismar.
Wer es etwas gemütlicher mag, kann die Bundesstraße B105 aus Richtung Lübeck bzw. aus Richtung Rostock nehmen. Von Schwerin gelangt man über die B106 nach Wismar und aus Richtung Ratzeburg über die B208.
Von Lübeck gibt es neben der Autobahn und der Bundesstraße noch die Möglichkeit, über Klütz nach Wismar zu gelangen. Bei dieser schönen Nebenstrecke kann man auch gleich einen Abstecher ins Ostseebad Boltenhagen machen.

Parkplätze
Direkt in der Altstadt kann es mit den Parkplätze eng werden. Außerdem sind die meisten Parkplätze in der Innenstadt gebührenpflichtig. Daher sollten man auf die Parkplätze am Alten Hafen, am Weidendamm oder in der Dr.-Leber-Straße ausweichen. Von diesen Parkplätzen ist die Altstadt in kurzer Zeit zu Fuß zu erreichen.
Parkplätze in der Altstadt:

  • Marktplatz
  • Marienkirchplatz
  • Dankwart- und Mecklenburger Straße
  • Parkhaus in der Papenstraße.

Parkplätze in der Nähe der Altstadt:

  • Am Weidendamm
  • Am Alten Hafen
  • Dr.-Leber-Straße

[Bearbeiten] Bahn

Per Bahn ist Wismar gut zu erreichen. Im Bahnhof enden die Strecken aus Berlin/Schwerin/Bad Kleinen und Rostock. Aus Richtung Hamburg muss man in der Regel in Bad Kleinen umsteigen.

[Bearbeiten] Schiff

Da die Hansestadt direkt an der Ostsee liegt, ist sie sehr gut mit dem Boot zu erreichen. Als Häfen stehen der Westhafen, der Seglerhafen (westlich der Werft) und der Yachthafen in Wendorf zur Verfügung.
Einen Linienverkehr gibt es im Sommer von der Insel Poel. Die Schiffe legen im Alten Hafen an.

[Bearbeiten] Flugzeug

Auf dem Flughafen Müggenburg der Hansestadt Wismar können Kleinflugzeuge landen und starten. Der Flughafen ist gut über die Landesstraße zu erreichen.

[Bearbeiten] Geschichte

Wismar wurde erstmals 1229 urkundlich erwähnt. Die Stadtgründung erfolgte wahrscheinlich 1226 durch den Fürsten von Schwerin, Heinrich Borwin.
In der Geschichte gibt es 2 Zeiten, die für die Hansestadt prägend waren. Einmal natürlich die Hansezeit und andererseits die Schwedenzeit.
Im Jahre 1280 bildeten Wismar mit den Städten Rostock, Lübeck und Hamburg den Wendischen Bund. Im Mittelalter war Wismar ein bedeutendes Mitglied in der Hanse und war somit ein wichtiges Handelszentrum im Ostseeraum. Vom ehemaligen Reichtum der Bürger Wismars künden noch heute die reich verzierten Bürgerhäuser und die monumentalen Kirchen der Stadt.
Im Jahre 1632 wurde Wismar von den Schweden besetzt und nach dem dreißigjährigen Krieg der schwedischen Krone zugesprochen. Gemeinsam mit der Insel Poel und dem Amt Neukloster gehörte Wismar bis 1903 offiziell zum Königreich Schweden. 1803 wurde Wismar für 99 Jahre an Mecklenburg verpfändet. Da Schweden den Pfand nicht einlösten, ging Wismar mit der Insel Poel und Neukloster 1903 wieder an Mecklenburg-Schwerin zurück.
Im 2. Weltkrieg litt Wismar unter den alliierten Bombenangriffen. Noch im April 1945 entstanden große Schäden in der historischen Altstadt. Unter anderem wurde die Kirchen St. Georgenkirche und St. Marienkirche schwer beschädigt. Das gotische Viertel neben der St.-Marienkirche wurde vollständig zerstört.

[Bearbeiten] Sehenswürdigkeiten

In der Hansestadt Wismar gibt es viele Sehenswürdigkeiten, die von der Geschichte zeugen.

[Bearbeiten] Marktplatz

Der ein Hektar große Marktplatz liegt im Zentrum der Altstadt. Er wird an allen vier Seiten von historischen Gebäuden begrenzt. Die komplette Nordseite wird durch das klassizistische Rathaus bestimmt.
Auf der Ostseite steht das älteste Bürgerhaus Wismar, welches den Namen „Alter Schwede“ trägt.
Vor dem „Alten Schweden“ steht die Wasserkunst. Ein Brunnenbauwerk, welches im Mittelalter die Stadt mit Wasser versorgte.

[Bearbeiten] Kirchen

Die Hansestadt Wismar wird durch seine 3 großen, wuchtigen Backsteinkirchen geprägt.
Durch den gebrannten Backstein und die relativ glatten Fassaden konnten diese Kirchen dem rauhen, stürmischen Seeklima besser widerstehen. In der St. Marienkirche kann man die Ausstellung „Wege der Backsteingotik“ besuchen, wo man etwas über die Bauweise der damaligen Zeit erfährt.

[Bearbeiten] Die Marienkirche

Die Marienkirche im Zentrum der Altstadt ist die höchste der drei Stadtkirchen. Sie ist die älteste Kirche der Hansestädte. Als Wismars Ratskirche war sie reich ausgestattet. Die Hallenkirche wurde zwischen 1260 und 1270 erbaut. 1320 bis 1339 war die Errichtung des basilikalen Umgangschores mit Kapellenkranz. 1375 wurde das Langhaus vollendet. Um 1450 wurde der Westturm um drei Stockwerke erweitert und erreichte eine Höhe von 80 Metern.

Die Marienkirche wurde ebenso wie die Georgenkirche im April 1945 von Bomben getroffen. Das beschädigte, verfallende Kirchenschiff der Marienkirche wurde 1960 gesprengt. Nur der Turm blieb erhalten. Die Kunstschätze wurden nach St. Georgen bzw. später nach St. Nikolai ausgelagert.

[Bearbeiten] Die Georgenkirche

Die Georgenkirche steht nur knapp 100 Meter von der Marienkirche entfernt. Mit dem Bau wurde im 13. Jahrhundert begonnen. Die letzte große Bauperiode begann 1404. In dieser wurde auch das heutige Turmfundament errichtet. Der Turm wurde aber nie vollendet.
Die Georgenkirche wurde während des Zweiten Weltkrieges am 14./15. April 1945 durch alliierte Bombenangriffe schwer beschädigt. Die Kirche wurde von zwei Luftminen getroffen, wobei die Orgel im Turm verbrannte. Die Gewölbe und das Dach waren beschädigt.

1957/1958 wurde ein neuer Dachstuhl errichtet, aber das Dach nicht neu eingedeckt, wodurch die Kirche dem Wetter schutzlos ausgeliefert war. Am Heiligabend 1977 brach der 20 Jahre zuvor errichtete Dachstuhl ein. In der Nacht des 25. Januars 1990 erfolgt die nächste Katastrophe. Der Nordgiebel stürzte bei einem Orkan auf drei angrenzende Wohnhäuser.

Nach dem Absturz des Nordgiebels begann der Wiederaufbau der Georgenkirche. Es wurden Sicherungsmaßnahmen durchgeführt, das Dach neu gebaut, die Kreuzgewölbe neu gemauert und Fenster eingebaut. Die Georgenkirche ist seitdem die größte Kirchenbaustelle Europas. Es wird noch einige Jahre dauern, bis dieses große Kirchenbauwerk wieder hergerichtet ist. Die Kirche kann aber schon besichtigt werden. Es finden hier verschiedene Ausstellungen und Konzerte statt.

[Bearbeiten] Die Nikolaikirche
Nikolaikirche zu Wismar - Blick vom Alten Hafen

Die dritte große Kirche ist die St. Nikolaikirche. Sie ist die Kirche der Seefahrer und Fischer. Auch sie kann besichtigt werden. Hier finden öfters – wie auch in St. Georgen und der Heiligen-Geist-Kirche, Konzerte statt.
Die Bauzeit betrug von 1381 bis 1487. Mit dem großen Mittelschiff (Höhe: 37 m) gehört sie zu den größten Kirchen Mitteleuropas. In Deutschland sind nur die Kirchenschiffe des Kölner Doms (43,35 m), des Ulmer Münsters (41,5 m) und der Marienkirche Lübeck (38,5 m) höher.
Der Turm war ursprünglich ca. 120 m hoch. Dieser brach aber beim einem Sturm am 08. Dezember 1703 zusammen. Ein Teil des Turmes durchschlug dabei das Dach des Kirchenschiffes.
Während des Zweiten Weltkrieges war die Nikolaikirche die einzige große Kirche Wismars, die relativ unbeschadet die Luftangriffe überstand.

Zwischen dem Hafen und der St. Georgenkirche befindet sich die Heiligen-Geist-Kirche. Sie ist ein Kleinod in der Altstadt. Hier kann man im kleinen grünen Innenhof Entspannung finden.

[Bearbeiten] Alter Hafen und Lohberg

  • Alter Hafen
  • Baumhaus
  • Poeler Kogge (Nachbau einer Kogge, die in der Wismarbucht gefunden wurde)
  • Wassertor (Stadttor der ehemaligen Stadtmauer)
  • Lohberg (Kneipen und Gaststätten)
  • Zeughaus

[Bearbeiten] Galerie

[Bearbeiten] Stadtrundgänge

[Bearbeiten] Tour 1

  1. Start am Marktplatz mit Rathaus, „Alter Schwede“ und Wasserkunst
  2. Altböterstraße, ABC-Straße, Schweinsbrücke zum Schabbelhaus und zur Nikolaikirche
  3. Frische Grube Richtung Alter Hafen
  4. Am Lohberg, Wassertor, Alter Hafen mit Poeler Kogge und Baumhaus
  5. Breite Straße
  6. Hegede (Stammhaus von Karstadt)
  7. Zurück zum Marktplatz

[Bearbeiten] Tour 2

  1. Start am Marktplatz mit Rathaus, „Alter Schwede“ und Wasserkunst
  2. St. Marienkirche
  3. Weiter zur St. Georgenkirche
  4. Heiligen-Geist-Kirche
  5. Lübsche Straße
  6. Claus-Jesup-Straße
  7. Zeughausstraße zum Zeughaus
  8. Ulmenstraße
  9. Breite Straße
  10. Hegede (Stammhaus von Karstadt)
  11. Zurück zum Marktplatz

[Bearbeiten] Museen

  • Stadtgeschichtliches Museum „Schabbelhaus“
  • Landestechnisches Museum auf dem Gelände der Landesgartenschau

[Bearbeiten] Gastronomie + Übernachten

[Bearbeiten] Gaststätten

  • Alter Schwede (Am Markt)
  • Reuterhaus (Am Markt)
  • Hotel am Lohberg
  • Uhle

[Bearbeiten] Hotels

  • Hotel Alter Speicher (Bohrstraße)
  • Hotel Am Alten Hafen (Spiegelberg 61)
  • Hotel Brauhaus (Breite Straße)
  • Hotel Stadt Wismar (Breite Straße)
  • Hotel Steigenberger Stadt Hamburg (Am Markt 24)

[Bearbeiten] Kneipen

  • Gottfried's (Am Alten Hafen)
  • Kellerassel (Lübsche Straße)
  • New Orleans (Am Lohberg)
  • Schlauch (Lübsche Straße)
  • Brauhaus zu Wismar (Am Lohberg)

[Bearbeiten] Ausflugsziele in der Umgebung

[Bearbeiten] Boltenhagen, Klütz

  • Strand
  • Bäderarchitektur im Seebad Boltenhagen
  • Kirche in Klütz.
  • Windmühle in Klütz
  • Schloss

[Bearbeiten] Schwerin

  • Schweriner Schloss
  • Schweriner Dom
  • Pfaffenteich

[Bearbeiten] Insel Poel

  • Strände
  • Kirchdorf
  • Timmendorf
  • Schwarzer Busch

[Bearbeiten] Rerik

  • Salzhaff
  • Kirche
  • Strand und Steilküste

[Bearbeiten] Stadtfeste

  • Wismarer Heringstage
  • Hafentage
  • Schwedenfest (August)
Persönliche Werkzeuge