Europäischer Reiseführer/ Bundesrepublik Deutschland/ Sachsen

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Das Bundesland Sachsen bietet aufgrund seiner wechselvollen Geschichte im Zusammenhang mit unterschiedlichsten Landschaften ein breit gestreutes touristisches Angebot. Freunde von Städtetrips werden mit Dresden, Leipzig oder Görlitz genauso ihre Highlights erleben wie Wanderer oder Bergsteiger im Erzgebirge oder im Zittauer Gebirge. Dank einer sehr hohe Dichte an Burgen, Schlössern und Klostern lohnt es aber auch entlang historischer Reisewege das Bundesland Sachsen zu erkunden.

Sprache

Nicht zuletzt weil das Sächsische im deutschen Sprachraum allgemein einen schlechten Ruf besitzt, ist die Hochdeutsche Sprache weit verbreitet, so dass Kommunikationsschwierigkeiten die Ausnahme darstellen. Versuche von Touristen, die sächsische Sprache nachzuahmen treffen im Allgemeinen auf Unverständnis, werden aber höflich ertragen. Zu beachten ist, dass das im Südwesten des Bundeslandes (Vogland) gesprochene ein fränkischer und kein sächsischer Dialekt ist. Auch im äußersten Osten des Landes (Oberlausitz) wird kein sächsischer Dialekt gesprochen. Hier tritt neben dem Deutschen gleichberechtigt mit dem Sorbischen eine slawische Sprache als Amtssprache auf. Straßenbeschilderungen sind hier beispielsweise zweisprachig beschriftet.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Städte

[Bearbeiten] Dresden

Ausführliche Informationen und Tips für Reisen nach Dresden finden sich im Dresden-Fremdenführer.
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Die Stadt Dresden wurde mit der deutschen Wiedervereinigung und der Gründung des Bundeslandes Sachsen zur Landeshauptstadt desselben erklärt. Damit wird die Tradition fortgesetzt, nach der Dresden über viele Jahrhunderte hinweg die Hauptstadt des Königreichs (vormals Herzogtum bzw. Kurfürstentum) Sachsen gewesen ist. Die Stadt Dresden besitzt einen eigenen Elbhafen und liegt im jetzigen Osten Deutschlands nahe der Grenze zur Tschechischen Republik.

Dresden ist als historischer Herrschaftssitz der Fürsten und Könige Sachsens vor allem durch sein barockes Ensemble bekannt. Vor allem der berühmte Canaletto-Blick über die Elbe sorgte für Dresdens Beinamen 'Elbflorenz'. Heute gibt es immer mehr Straßen und Plätze in Dresden, die die ehemalige Pracht der wegen ihrer barocken Fassaden auch "Venedig an der Elbe" genannten Stadt erahnen lassen. Der Vergleich mit den historischen Postkarten weiter unten zeigt auch die alte Pracht Dresdens vor dem 2. Weltkrieg.

Die interesaante Spannung in Dresdens Stadtbild wird durch eine Symbiose von Architektur verschiedenster Epochen - von Barock über Architektur sozialistischer Prägung bis zu moderner Architektur - geprägt. Da das historische Zentrum Dresdens zu Ende des zweiten Weltkriegs im Feuersturm der britischen und US-Bomber fast vollständig untergegangen ist, bot die Stadt in den Folgejahren nur noch einen matten Abglanz ihrer ehemaligen Pracht.

Dennoch dauert der Wiederaufbau der Stadt bis heute an und es werden zunehmend auch ganze Straßenzüge mit Freiflächen nach historischem Vorbild wieder hergestellt. Beispiele für den Wiederaufbau großer Gebäude sind die Wiedereröffnung der Semper-Oper (noch zu DDR-Zeiten) und insbesondere die Rekonstruktion der Frauenkirche.

Heute werden die alten Sehenswürdigkeiten durch neue Errungenschaften wie zum Beispiel den Anbau am Landtag oder die gläserne Manufaktur noch zusätzlich ergänzt. Somit ist Dresden längst wieder eine Reise wert.

Südlich der Elbe liegt der Stadtteil Altstadt (der historische Stadtkern), am Nordufer liegt der Stadtteile Neustadt. Um beide Stadtkerne lagern sich ringförmig zehn (historische) Vorstädte, so vor allem die bekannte Antonstadt, Albertstadt und Seevorstadt. Bekannte Vororte Dresdens sind Blasewitz, Kleinzschachwitz, Loschwitz, Pillnitz, Pieschen, Plauen, Löbtau und der Weiße Hirsch.

[Bearbeiten] Historische Altstadt

Die historische Altstadt bildet das Herzstück des touristischen Dresdens. Entlang der Elbe finden sich die barocken Highlights Dresdens, die Touristen aus der ganzen Welt anlocken. Neben vielen deutschen Touristen bilden osteuropäische Reisegruppen einen Schwerpunkt. Einen Rundgang kann man günstigerweise am Zwinger beginnen. Verläßt man den Zwinger in Richtung Elbe, so steht man auf dem Theaterplatz. Zur Linken zeigt sich die Semperoper. Auf der Ostseite des Theaterplatzes befindet sich der Komplex bestehend aus Schloß und Hofkirche. Die Hofkirche ist die größte katholische Kirche im an sich evangelisch geprägten Sachsen, in der Hand der größten katholischen Gemeinde Sachsens. In den Kellergewölben befindet sich die sächsische Königsgruft.

[Bearbeiten] Sehenswürdigkeiten in Dresden heute

[Bearbeiten] Sehenswürdigkeiten von Weltruhm

  • Frauenkirche Dresden und
  • Brühlsche Terrasse
  • Semperoper
  • Dresdner Zwinger

[Bearbeiten] Museen und Ausstellungen

  • Verkehrsmuseum Dresden
  • Hygienemuseum

[Bearbeiten] Weitere Sehenswürdigkeiten

  • Eine einmalige Sehenswürdigkeit ist die Schwebebahn Dresden, eine Hängeseilbahn.
  • Goldener Reiter
  • Hofkirche
  • Das Grüne Gewölbe
  • Das blaue Wunder
  • Schlösser: Altes Schloss, Pillnitz, Moritzburg, Dresdner Zwinger, Albrechtsberg
  • Landtag
  • Gläserne Manufaktur von VW
  • Die weiße Flotte

[Bearbeiten] Veranstaltungen

  • Dixieland - Festival - jährlich stattfindendes Jazz Festival von internationaler Bedeutung in der Altstadt (Anfang Mai), Veranstaltungen in Clubs sowie auf Elbdampfern, Parade durch die Innenstadt
  • Stadtfest Dresden - großes Fest im August, bei dem sich Organisationen und Vereine der Stadt präsentieren. Riesiges Besucheraufkommen, dass einen Unterhaltungswert oft zweifelhaft erscheinen lässt.
  • Bunte Republik Neustadt - Fest im Szeneviertel Neustadt, bei dem sich alles Schrille und Alternative Dresdens präsentiert. Straßenschlachten mit der Polizei in den Abendstunden sind in den letzten Jahren leider die Regel
  • Filmnächte am Elbufer [[1]] - Openair Kino direkt an der Elbe mit Blick auf die beleuchtete Brühl'sche Terasse. Neben Filmvorführungen sind vor allem die stattfindenden Rock- und Popkonzerte empfehlenswert.

[Bearbeiten] Übernachtungen

Generell sind die Übernachtungspreise aufgrund der vielfältigen Hotellandschaft in Dresdens im Deutschlandvergleich eher niedrig. Ausnahmen bilden die Adventwochenenden und Termine zum Dixieland - Festival. Speziell zu diesen Terminen sind Reservierungen sehr empfehlenswert. Eine zentrale Zimmervermittlung [[2]] (Hotels, Pensionen, Privatzimmer, Ferienwohnungen) befindet sich in den Touristinformationen in der Prager Straße bzw. in der Schinkelwache (zwischen Zwinger und Schloß).

[Bearbeiten] Preiswerte Übernachtungsmöglichkeiten

  • Jugendgästehaus Dresden [[3]] - größere Jugendherberge in zentraler, aber ruhiger Lage, hauptsächlich Doppelzimmer, zum großen Teil mit DU/WC auf dem Zimmer, Mitgliedschaft in einem Jugendherbergsverband wird vorausgesetzt.
  • Boofe [[4]] - einfaches, preiswertes Übernachten in der Neustadt.
  • Cityherberge [[5]] - preiswerte Herberge mit unterschiedlichsten Zimmertypen sowie Caravanstellplätzen. Zentrale Lage gegenüber Rathaus.
  • IBIS Hotels Bastei, Königstein, Lilienstein - drei Schwesterhotels in Bahnhofsnähe auf der Prager Straße.

[Bearbeiten] Monumente, Schlösser und Kirchen in Dresden - Bildgalerie


[Bearbeiten] Leipzig

Die Altstadt mit dem Gros der baulichen Sehenswürdigkeiten liegt innerhalb eines Straßenrings südlich des Hauptbahnhofes (1915 fertiggestellt) und ist in weiten Teilen Fußgängerzone. Bevor man vom Hauptbahnhof aus die eigentlichen historischen Sehenswürdigkeiten erreicht, kommt man am Sachsenplatz vorbei, der ein Neubau aus den 1960er Jahren ist und vor dem Krieg dicht bebautes Gebiet ersetzte. An Stelle der ehemaligen Touristinfo wurde hier 2004 das Museum der bildenden Künste neu eröffnet.

Nikolaikirche, rechts dahinter Specks Hof

Der Marktplatz wird vom Alten Rathaus beherrscht, das 1556 im Renaissancestil erbaut wurde. Es beherbergt das Stadtgeschichtliche Museum mit ständiger Ausstellung. Am Nordrand des Marktes liegt die Alte Waage, ein altes Handesgebäude, das 1943 zerstört und in den Jahren 1963 bis 64 wiederaufgebaut wurde. Hinter dem Alten Rathaus wiederum liegt der Naschmarkt (1556) mit der Alten Handelsbörse, die früher Versammlungsort der Kaufleute war. Davor das Goethedenkmal, das an die Zeit des Dichters während seines Studiums in Leipzig erinnert. Auf der anderen Seite des Naschmarktes beginnt die Mädlerpassage, die nur ein Teil des unterirdischen Passagensystems darstellt. Gleich am Eingang der Mädlerpassage liegt ein weiteres berühmtes Wahrzeichen der Stadt: Auerbachs Keller, wie zu erwarten ausgeschmückt mit Figurentruppen aus der „Faust“-Szene. Folgt man der Grimmaischen Straße nun ostwärts, gelangt man zum Hansahaus, das ein weiteres, wenn auch nicht so eindrucksvolles Passagensystem bildet, und nebenan zu Specks Hof. Gegenüber liegt die Nikolaikirche, die als Ausgangspunkt für die Demonstrationen im Herbst 1989 gilt.

Am östlichen Ende der Altstadt liegt der Augustusplatz, der wie der Sachsenplatz im Norden nach dem Krieg völlig neugebaut wurde. Es handelt sich dabei um den Universitätskomplex mit der Universität, dem Neuen Gewandhaus, dem Opernhaus (trotz Neubaues mit historischen Elementen) und dem ehemaligen Universitätshochhaus. Das letztgenannte Gebäude ist 142 m hoch und hat die Form eines aufgeschlagenen Buches.

Im Südwesten der Altstadt findet man die Thomaskirche, die durch den Thomanerchor weltweit bekannt ist. Wiederum südlich davon liegen das Stadthaus Leipzig und daneben das Neue Rathaus.

Neben der Innenstadt ist auch der Südosten Leipzigs von Interesse: Hier findet man die beiden gewaltigen Komplexe der Deutschen Bücherei und des alten Messegeländes, weiter stadtauswärts das Völkerschlachtdenkmal. Das neue Messegelände befindet sich hingegen im Norden der Stadt. Ganz in der Nähe der Deutschen Bücherei findet sich die Russische Gedächtniskirche.

Besonders für junge Leute interessant ist der Stadtteil Connewitz im Südwesten, während im Westen das Waldstraßenviertel mit Gebäuden aus der Zeit von 1870 bis 1900 lockt.

[Bearbeiten] Weitere interessante sächsische Städte und Gemeinden

[Bearbeiten] Annaberg-Buchholz

[Bearbeiten] Chemnitz

[Bearbeiten] Freiberg

Hauptartikel: Freiberg

[Bearbeiten] Oberwiesenthal

[Bearbeiten] Spielzeugort Seiffen

[Bearbeiten] Regionen

[Bearbeiten] Elbtal

[Bearbeiten] Erzgebirge

  • Fichtelberg (1.214 m) - höchster Berg Ostdeutschlands

[Bearbeiten] Mittelsächsisches Hügelland

Das Mittelsächsische Hügelland stellt den Übergang zwischen dem Erzgebirge und dem Norddeutschen Tiefland, genauer der Leipziger Tieflandsbucht und dem Sächsischen Elbland, dar.

Regionen:

  • Klosterbezirk Altzella - rund um den Zellwald.
    • Nossen - Schloss, Zellwald und Kloster Altzella.
    • Siebenlehn - kleine Stadt zwischen Zellwald und Mulde, 2003 in die Gemeinde Großschirma eingemeindet. In der Nähe die ehemals höchste Autobahnbrücke Europas.
  • Kohrener Land - Landschaft und touristische Region um Kohren-Sahlis; Übergang zur Leipziger Tieflandsbucht.
  • Lommatzscher Pflege - Lößlandschaft zwischen Nossen und Elbe.

Das Gebiet wird von folgenden Autobahnen erschlossen:

  • A 4 als Verbindung im Süden
  • A 14 (Dresden–)Dreieck Nossen–Leipzig
  • A 72 (Hof–)Chemnitz–Niederfrohna (Weiterbau bis Leipzig)

[Bearbeiten] Sächsische Schweiz, Elbsandsteingebirge

Besonders sehenswert sind:

  • Bastei
  • Schloß Pillnitz
  • Schrammsteine (und der dortige Wanderweg)

[Bearbeiten] Vogtland

[Bearbeiten] Zittauer Gebirge

Persönliche Werkzeuge