GIMP/ Band1

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Band 1 des Werkes GIMP


Dieser Band beinhaltet Infos zum Beschaffen und Installieren von GIMP und Erweiterungen.


Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Gimp beschaffen und installieren

GIMP ist heutzutage eines der am weitesten verbreiteten Open-Source-Bildbearbeitungsprogramme und auf folgenden Betriebssytemen (OS) verfügbar: GNU/Linux™, Apple Mac OS X™, Microsoft Windows™, OpenBSD™, NetBSD™, FreeBSD™, Solaris™, SunOS™, AIX™, HP-UX™, Tru64™, Digital UNIX™, OSF/1™, IRIX™, OS/2™ und BeOS™.
Durch den offengelegten Programmcode kann GIMP leicht auf andere Plattformen portiert werden.

[Bearbeiten] Linux (Unix)

Es gibt verschiedene Möglichkeiten GIMP für UNIX-Systeme zu installieren. Zusätzlich zu den Quellcode-Distribution auf http://www.gimp.org , können Sie Binaries für verschiedene Varianten von UNIX erhalten. Bei den meisten Distibutionen wird GIMP standardmäßig mitinstalliert (z. B. Ubuntu; Kubuntu; Edubuntu; usw. ), oder es ist in den Paketquellen der Distribution zu finden. Sollte das bei Ihnen nicht der Fall sein, finden Sie unter Downloads die aktuelle stabile Version (engl. stable version).
Für BenutzerInnen, die einen Einblick in neue Funktionen wagen möchten, gibt es auch die Entwicklerversion (engl. development version). Bedenken Sie aber, dass es bei dieser Version um eine Software mit Fehlern handelt, die weniger stabil arbeitet. Sie ist daher nicht für den produktiven Einsatz geeignet.
Sie können bei der Installation über den mitgelieferten Paketmanager der Distributoren (z.B. Yast von SuSE) eine schon verhandene ältere Version durch eine neue GIMP-Version ersetzen. Möchten Sie mehrere Versionen parallel benutzen, ist das über die Kompilierung von GIMP möglich.

[Bearbeiten] Windows

Um GIMP unter Windows zu installieren, benötigen Sie die Installationsdatei von GIMP, unter http://gimp-win.sourceforge.net/stable.html können Sie die aktuellste Version herunter laden. Bei älteren Version musste man noch die GTK+2 Runtime Bibliothek installieren, doch dies gehört nun der Vergangenheit an.
Bei der stabilen Version ist zu beachten, dass nicht die allerneuesten Funktionen integriert sind, dafür stürzen diese aber auch nicht ab. Auf dieser Seite http://gimp-win.sourceforge.net/old.html kann man sich die älteren Versionen herunterladen.
Bei Nutzung von älteren GIMP Versionen ist zu beachten, das zuerst die GTK+2-Laufzeitumgebung erforderlich ist. Sie steht als Archivdatei mit der Endung .zip zum Herunterladen bereit. Nachdem sie (in ein beliebiges Verzeichnis) entpackt wurde, führen Sie das Setup-Programm aus und befolgen die Dialog-Anweisungen.
Falls Sie die Postscript-Fähigkeiten von GIMP nutzen möchten, ist das Programm GhostScript unverzichtbar. Sie finden das Programm auf der Web-Site http://sourceforge.net/projects/ghostscript. Es handelt sich bei der Datei um eine selbstausführende Datei mit der Endung .exe, die Sie direkt nach dem Herunterladen ausführen können.
Sollten Sie vorhaben, Animationen zu erstellen, können Sie sich zusätzlich das „GIMP Animation Package“ auf Ihrem PC installieren.
Daneben gibt es auch die Hilfedateien zu GIMP separat zum herunterladen.

[Bearbeiten] Mac OS X

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, um GIMP für Ihren Macintosh zu installieren. Zusätzlich zu den Quellcode-Distribution hier auf www.gimp.org, gibt es verschiedene alternative Quellen (z.B. Wilber loves Apple) für verpackte und auch kommerziell vertriebene CDs, die darauf abzielen, die Installation und Konfiguration so einfach wie möglich zu gestalten.
GIMP läuft nur unter Mac OS X, nicht auf Version 9 oder früher. Zusätzlich zu Mac OS brauchen Sie X Windowing Layer, hier auf macosforge können Sie es downloaden. In der Regel werden die Grafik-Bibliotheken sowie verschiedene Wekzeuge zusammen mit GIMP installiert. Diese können aber auch separat installiert werden.
Im Gegensatz zu den meisten Linux-Distributionen wird Mac OS X nicht mit Open-Source-Bibliotheken intalliert, auf denen GIMP aufbaut. Wenn Sie diese seperat installieren bzw. den Quellcode kompilieren möchten, empfehlen wir Ihnen, MacPorts oder fink.

[Bearbeiten] Hilfe installieren

Die Hilfe ist ein wichtiger Bestandteil der Dokumentation. Nachdem Sie die Hilfedateien installiert haben, können Sie diese von GIMP aus jederzeit durch Drücken der F1-Taste zugreifen. Die GIMP-Hilfedatein werden mit dem GIMP-internen Hilfebrowser angezeigt.

[Bearbeiten] Unter Linux (Unix)

[Bearbeiten] Unter Windows

Die Hilfe Datei können Sie unter * GIMP Help 2 (version 0.13) herunter laden. War der Download erfolgreich, müssen Sie nur noch das *.exe File starten. Nachdem Sie das Installationsprogramm gestartet haben, können Sie eine oder mehrere Sprachen auswählen.
Die Setup-Routine erkennt meistens selbständig, wo das Gimp Verzeichnis liegt. Wenn alles korrekt installiert wurde können Sie mit F1 die Hilfe aufrufen.

[Bearbeiten] Unter Mac OS X

[Bearbeiten] Plugins (Erweiterungen) installieren

Einige Erweiterungen werden zusammen mit GIMP ausgeliefert und automatisch installiert, durch die Anwendung von GIMP auch selbst ausgeführt. Darüber hinaus kann man die Funktionalität mit sogenannten Plugins erweitern. Erweiterungen sind Programme, die sehr eng mit GIMP zusammenarbeiten und wie die internen GIMP-Kommandos, über Menüs oder in Dialogen zur Verfügung stehen.
Prominentes Beispiel für Erweiterungen sind die Filter. Einige GIMP-Erweiterungen werden mit jedem GIMP mitgeliefert, es gibt aber noch viele weitere, teils sehr spezielle Erweiterungen, die Sie beispielsweise im Internet finden können.
Eine spezielle Art von Erweiterungen sind die Scripte, die weiter unten beschrieben sind.
Plugins für GIMP können Sie sich bei der Gimp Plug-In Registry herunterladen.
Achtung: Plugins bzw. Erweiterungen sind ausführbare Programme, somit ist Ihre Sicherheit auf Ihrem System gefährdet. Deshalb sollten Sie keine Plugins, die nicht aus einer vertrauenswürdigen Quelle stammt, installieren.

Bevor Sie ein Plugin installieren, vergewissern Sie sich, dass es für Ihre GIMP-Version geschrieben wurde. Selten können Erweiterungen mit anderen Gimpversionen verwendet werden.

[Bearbeiten] Unter Linux

Da Plugins meist als Sourcecode vorliegen, müssen wir diese kompilieren. Ich kann Sie aber beruhigen: Das ist im Normalfall nicht schwierig. Zuerst laden Sie das gewünschte Plugin herunter und merken sich den Dateipfad.
Die heruntergeladene Datei sollte die Endung .c haben (eventuell müssen Sie es vorher entpacken). Trifft dies zu, können Sie das Plugin mit folgendem Konsolenbefehl kompilieren:
 gimptool --install Pfad/Datei.c
Wenn gimptool ohne Fehlermeldung durchläuft, sollte das kompilierte Plugin beim nächsten Start von GIMP verfügbar sein.

[Bearbeiten] Unter Windows

Im Gegensatz zum Betriebssystem Linux ist das Kompilieren von Plugins unter Windows sehr schwierig, sodass Sie auf vorkompilierte Plugins zurückgreifen sollten. Wer Programmiererfahrung hat, der tut sicher nicht schlecht daran, es trotzdem einmal zu versuchen. Informationen, wie Sie GIMP unter Windows kompilieren können, finden Sie in Wilber's Wiki unter der URL http://wiki.gimp.org/gimp/HowToCompileGimp/MicrosoftWindows.

[Bearbeiten] Unter Mac OS

[Bearbeiten] Skripte installieren

Ein Skript ist ein kleines Programm, das in Gimp mit Script-Fu bezeichnet wird. Es basiert auf der Interpretersprache Scheme. Skripte werden in Form von Quelltexten geschrieben, um so ein einfaches Bearbeiten und Anpassen des Programms zu ermöglichen. Mit Script-Fu kann man Vorgänge - z.B. bestimmte Filter, Effekte, Vorlagen, Pinsel, etc. - die regelmäßig durchgeführt werden oder sehr kompliziert zu merken sind, automatisieren.
GIMP unterstützt mehrere Programmiersprachen, wie z.B Python (Perl), Tcl/Tk, Scheme (LISP), etc. Die Standardschnittstelle ab GIMP 2 zur Erstellung von Skripten ist „Python-Fu“. Dies bedeutet, dass Python-Skripte auf GIMP-Funktionen zugreifen können oder umgekehrt.
Neben Plugins finden Sie auch zahlreiche Skripte (Makros), auf der Website Gimp Plug-In Registry. Eine weitere Fundgrube ist das Deutsche Gimpforum und die GUG gimp user group .

[Bearbeiten] Unter Linux

Sobald Sie ein Script-Fu gefunden haben, welches Ihnen gefällt, laden Sie es herunter und speichern die Datei (Dateiendung: *.scm) unter <home-Ordner>/.gimp-2.2/scripts. Wenn Sie in Ihrem Home-Ordner keinen Ordner .gimp-2.2 finden, liegt es unter Umständen daran, dass der von Ihnen eingesetzte Dateibrowser (z.B. Konqueror) versteckte Dateien nicht anzeigt und somit den Ordner ausblendet. Abhilfe schaffen Sie dadurch, in dem Sie im Dateibrowser Konqueror im Menü Ansicht auf den Eintrag Verborgene Dateien anzeigen klicken.
Haben sie ein Python-Fu gefunden welches Ihnen gefällt, dann gehen Sie genauso vor wie mit Script-Fu, der Unterschied liegt bei der Dateiendung: *.py und an der Syntax. Unter <home-Ordner>/.gimp-2.2/plug-ins. Sollte das Python-Fu nach einem Neustart von GIMP nicht angezeigt werden, dann liegt dies wahrscheinlich daran, dass die Datei nicht ausführbar ist.

[Bearbeiten] Unter Windows

Windows-Benutzer können die Script-Fu-Dateien mit der Endung .scm ebenfalls verwenden. Im Gegensatz zu den Linux-Benutzern müssen Sie die Datei in das Verzeichnis c:\Dokumente und Einstellungen\<Benutzername>\.gimp-2.2\scripts kopieren. Bei Windows-Systemen ist der Unterordner .gimp-2.2 nicht verborgen, sodass Sie diesen mit dem Windows Explorer einsehen können.
Python-Erweiterung auf Windows kann nur laufen, wenn Python 2.5 und die PyGTK+ Bibliothek installiert ist. Dies erlaubt dann die Verwendung von zusätzlichen in Python geschriebenen Plug-In´s. Wie oben erwähnt ist dies bei der neuen Version schon implentiert.

[Bearbeiten] Unter Mac OS X

Man geht genauso vor, wie im Abschnitt "Unter Linux" beschrieben: Das Script-Fu, welches Ihnen gefällt, laden Sie herunter und speichern es ab. Da unter Mac OS X die Verzeichnisse mit einem Punkt davor generell versteckt werden, gibt es nun 2 Wege, die Dateien an die richtige Stelle zu bringen:
1. Falls die Konsole installiert ist, benutze man den cp-Befehl mit
'cp <Pfad zur heruntergelandenen *.scm-Datei>/<*.scm-Datei> <home-Ordner>/.gimp-2.2/scripts' .
2. Ohne Terminal öffne man einfach ein weiteres Finder-Fenster und verbinde sich, indem man '~/.gimp-2.2/scripts' in das sich unter 'Gehe zu->Gehe zum Ordner' angezeigte Feld eintippt, mit dem Ordner, in den die *.scm Datei kopiert wird.
Dann muss noch folgende "Anleitung" befolgt werden: [[1]]

[Bearbeiten] Source-Code oder Binaries?

Merkmal von Open Source ist die freie Zugänglichkeit des Quellcodes (engl. source code) und die Möglichkeit, Änderungen daran vorzunehmen und die Software zu verbreiten. Es ist für den Benutzer überhaupt kein Problem, die Software an seine Bedürfnisse anzupassen, sofern er über die nötigen Programmierkenntnisse verfügt. Kehrseite von Open Source ist der hohe Lernaufwand und die Vielzahl von Begriffen, die im Zusammenhang mit Software-Installation auftreten können (z.B. Begriffe wie stable, unstable, development, Quellcode). Dafür macht Open Source aber eine Menge Spass!
Generell gilt:
  • Wer unter Windows arbeitet, ist meist mit Binaries (Dateiendung: *.exe) gut bedient.
  • Für Linux-Einsteiger empfiehlt es sich, zunächst die von den Distributoren mitgelieferten Programmpakete einzusetzen oder RPM- oder Debian-Pakete aus den Projektseiten herunter zu laden.
  • Wer sich aber mit der Programmierung von GIMP beschäftigen will, der kommt um die Benutzung von Source-Codes nicht herum. Diese sind meist durch ein "src" im Dateinamen gekennzeichnet.

[Bearbeiten] Versionen (unstable, stable, devel?)

Da GIMP ein Open-Source Projekt ist, arbeiten viele Leute aus vielen Regionen der Erde am Quellcode. Da aber viele Leute daran arbeiten, gibt es laufend neue Versionen, die neue Funktionen und damit auch leider neue Fehler beinhalten. Diese Versionen sind in der Regel fehlerhaft und laufen nicht stabil. In der Community tragen solche Versionen die Bezeichnungen unstable oder development. Sie eignen sich nicht für den produktiven Einsatz, denn wer möchte schon mit einem Programm arbeiten, dem Funktionen fehlen oder das abstürzt?
Wenn eine Version so weit ist, dass sie zuverlässig, stabil und ohne gravierende Fehler läuft, wird sie veröffentlicht. Solche Versionen nennen die Softwareentwickler stable und sind für den produktiven Einsatz gedacht. Keineswegs sind sie fehlerfrei, sodass die Programmierer auch stabile Programmversionen laufend verbessern.
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