Gitarre: Gitarrendiplome

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[Bearbeiten] Wer darf Gitarrendiplome erteilen

In Anlehnung an die Anfänger-Diplome des deutschen Schachbundes haben Gitarrenschüler die Möglichkeit, sich ihre erworbenen Fähigkeiten durch ein Gitarren-Diplom bestätigen zu lassen.

Ein Gitarren-Diplome ist eigentlich ein "Zertifikat". In Berufen, bei denen eine musikalische Fähigkeit von Vorteil sind (Kirchlicher Bereich, Kindergarten, Grundschule, VHS, Pfadfinder, Jugendarbeit etc.), könnte ein solches Zertifikat durchaus einen positiven Eindruck hinterlassen.

Ein Gitarren-Diplom kann die erfolgreiche Teilnahme an einen Gitarrenkurs (z.B. in einer Schul-AG oder an einer Volkshochschule) bestätigen.

Für die guten Gitarrenspieler mag solch ein "Diplom" nur so etwas wie ein Freischwimmer sein, aber die Gitarren-Diplome stellen (wie die Diplome des Deutschen Schachbundes) ein Wissensstand dar, auf die man sich einigen kann. Ein solches Diplom kann beispielsweise als Vorbedingung für fortgeschrittenere Gitarrenkurse oder -Workshops vorausgesetzt werden. Ebenso geben sie Liederbücher die Möglichkeit, zu beschreiben, für welche Gitarristen die Liederauswahl geeignet ist.

Gitarrenlehrer (insbesondere die ehrenamtlichen), die ein solches Zertifikat erteilen wollen, sollten selbst ein paar Diplome weiter sein, um damit das Ziel kennen, wohin die Lektionen der Kurse zielen .

Die Begrenzung des Wissensstoff ist zwingend notwendig. Es spricht zwar nichts dagegen, ein paar Vorgriffe auf andere Lektionen zu machen, wenn es gerade passt und der Schüler unbedingt dieses oder jenes Lied lernen möchte, aber solche Vorgriffe dürfen nicht Gegenstand der einzelnen Diploms werden.

Ein Diplom soll offiziell beglaubigt werden. Entweder ist man von Berufswegen Musiker oder Gitarrenlehrer, oder man hat als ehrenamtlicher Gitarrenlehrer von einer offiziellen Organisation (z.B. Kirchengemeinde, Schul-AG, VHS, selbstverständlich Musikschulen etc.) den "Auftrag" erhalten, Gitarrenunterricht zu geben. "Privatpersonen" dürfen die Unterlagen natürlich frei nutzen, doch sie können ein Zertifikat nicht offiziell beglaubigen.

Gitarrenlehrer, die mit dem "Lagerfeuerdiplom" (Folkdiplom etc.) etc. werben, sollen beachten, dass man hat nicht irgendein Lagerfeuerdiplom erwirbt sondern "Das Lagerfeuerdiplom"[1] mit einem klar umrissenen Wissensstoff. Gerade Berufsmusikern sei noch mal die Begrenzung des Wissensstoff ans Herz gelegt. Beispielswise muss man nicht erst Noten lesen lernen, um ein Diplom zu erhalten (es sei den, es ist Lerninhalt des Diploms). Nichts muss perfekt oder bühnenreif sein!

Der Aufbau der Diplome wird auf der Gitarre:_Projektseite#Aufbau_des_Buches Projektseite des Buches "Gitarre eingehender dargestellt.

[Bearbeiten] Das Lagerfeuerdiplom

Der Schüler soll die Akkorde A-, D-, G-, C-Dur sowie Em und Am mit dem im Kurs vermittelten Fingersatz greifen und untereinander wechseln können. Er soll 4 Schlagmuster (4/4-, Western-, 8/8- bzw. Eisenbahn- und Lagerfeuerschlag) beherrschen, und dabei mal die Bass-Saiten und mal die Diskant-Saiten betonen. Weiterhin soll er in der Lage sein 2 Akkorde innerhalb eines Taktes wechseln zu können. Er soll zwischen Dur- und Moll unterscheiden können und die Elementaren Funktionen der Tonika, Subdominante und Dominante erkennen, und möglichst auch beschreiben können. Für die Erteilung des Lagerfeuerdiploms wird keine eigene Prüfung benötigt. Es reicht, wenn der Lehrer erkennt, dass der Schüler eine Hand voll Lieder im Repertoire hat, welche alle Schwierigkeiten des Diploms beinhalten.


Fußnoten
  1. Der Begriff "Lagerfeuerdiplom" wurde vom Benutzer:Mjchael mit dem Buchprojekt Gitarre: Lagerfeuerdiplom eingeführt. Somit beziehen sich alle externen Verweise auf das "Lagerfeuerdiplom" auf eben das genannte Buchprojekt.
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