Gitarre: Skalentypen
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|---|---|
| Die Major-Patterns Akkordtypen |
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| 3-Notes-Per-String Skalen | |
Vorarbeiten
[Bearbeiten] Übersicht der wichtigsten Improvisations-Skalen in Dur und der dazugehörigen Akkorde-Typen
Die nachfolgende Skala enthält alle Töne einer Dur-Tonleiter. Diese Skalengrundform lässt sich wie ein Barré-Akkord transponieren. Die Ziffer "1" gibt die Lage des Grundtones der Dur-Tonleiter an. Diese Skala die über das ganze Gitarrenbrett verteilt ist, lässt sich in sinnvolle Skalen unterteilen.
[Bearbeiten] Achtung: Nicht alles auf einmal lernen!
Alles auf einmal lernen zu wollen, kann recht anstrengend sein. Dazu ist diese Zusammenstellung nicht gedacht, und es überfordert auch den Einzelnen. Dieses ist nur eine Übersicht. Die einzelnen Lektionen mit den passenden Übungen dazu müssen erst noch geschrieben werden. Alle Tonleiterskalen lassen sich jedoch in viele kleine Elemente zerlegen, die man dann sehr leicht wiederfinden und lernen kann. Aus den kleinen Elementen kann man sich dann wie bei einem Puzzlespiel die Skalen zusammenbauen. Und damit kann man sich nach und nach eine Skala nach der anderen erobern. Nachdem man alle 5 Skalen einzeln gelernt hat, dann kann man diese noch einmal im großen Zusammenhang betrachten. Als Vorschlag könnte man sich einen Skalentyp pro Unterrichtseinheit vornehmen.
[Bearbeiten] Orientierung auf dem Griffbrett
Eine sehr gute Methode, sich auf dem Griffbrett zu orientieren ist es, die Intervalle zu lernen. Dabei bietet es sich an, gleich die Improvisationskalen mit zu lernen und alle Intervalle hinterher mit den wichtigsten Akkordtypen zu verbinden.
Im Folgenden wird immer von einer einfachen Dur-Tonleiter ausgegangen, und nur die Intervalle berücksichtigt, welche zu der Tonika der Dur-Tonleiter passen. Von dieser aus kann man sich hinterher auch andere Skalen wie die Kirchentonleitern (Modale Skalen) ableiten.
Damit man die Skalen besser vergleichen und zuordnen kann, werden reinen Dur- bzw. Moll-Akkorde verwendet, auch wenn diese in der Praxis nicht so häufig zum Einsatz kommen. Dort, wo sich ein reiner Moll-Akkordtyp nicht als voller Akkord zu greifen ist, wurden die Moll7-Varianten gewählt.
[Bearbeiten] Suche das "Karree"
Um überhaupt erst einmal einen Anhaltspunkt zu bekommen, wie man sich die Skalen einprägt, empfiehlt es sich das "Karree" (Quadrat)zu suchen [1]
In der Skala entdecken wir große und kleine Sekunden.
- zur Wiederholung
Eine kleine Sekunde ist der Tonabstand von einem Bund zum nächsten;
und zwischen zwei Tönen einer großen Sekunde liegt immer noch ein Bund, welcher nicht gegriffen wird.
Es gilt nun ein besonderes Augenmerk auf die kleinen Sekunden zu richten.
Also der Abstand zwischen 3 und 4 sowie der Abstand zwischen 7 und 1 [2].
Diese Intervalle sind auf dem Gitarrenbrett in einem kleinen "Karree" (Quadrat) angeordnet, welche man sich sehr leicht einprägen kann. Sobald man das "Karree" gefunden hat, findet man auch spielend leicht den Grundton der Dur-Tonleiter. (Vom Gitarrenspieler aus gesehen immer die "1" rechts-oben vom "Karree"). Sobald man einen Grundton gefunden hat, weiß man auch wo die andern Grundtöne der Skala sind. (Die Töne, die eine Oktave höher oder tiefer sind als der gefundene Grundton). Natürlich muss man dazu wissen, wo die Grundtöne bei den einfachen Akkorden sind. Diese Grundton-Muster muss man auswendig können. Aber wesendlich mehr muss man dazu nicht wissen, um die Grundtöne der einfachen Akkorde auf eine Skala anzuwenden. Das Grundton-Muster einer Skala kann eindeutig einem Akkordtyp zugeordnet werden. Damit lässt sich jede Skala einem Akkordtypen, bzw. einem einfachen Akkord aus dem Lagerfeuer- und Folkdiplom zugeordnen.
Von dem "Karree" aus lassen sich zwei Fingersätze ableiten
[Bearbeiten] Fingersatz 1
Das "Karree" ist bei diesem Fingersatz links.
| Fingersatz | Intervalle | |
|---|---|---|
Die Durchnummerierung der Fingersätze ist eigentlich willkürlich. Jedoch macht es Sinn, dieser Fingersatz als den "ersten" zu bezeichnen, weil das "Karree" (und damit die 1) hier an erster Stelle ist, und dieser Fingersatz immer über dem folgenden Fingersatz liegt, also zuerst kommt.
[Bearbeiten] Fingersatz 2
Das "Karree" ist bei diesem Fingersatz rechts.
| Fingersatz | Intervalle | |
|---|---|---|
Dieser Fingersatz folgt immer unmittelbar nach dem ersten Fingersatz. (Natürlich nur, wenn über diesem Fingersatz noch weitere Saiten sind.)
[Bearbeiten] Fingersatz 3
Enthält kein "Karree"
| Fingersatz | Intervalle | |
|---|---|---|
Dieser Fingersatz ist eigentlich gar kein "kompletter" Fingersatz. Der obere Teil des 3. Fingersatzes ist eigentlich der untere Teil des 2. Fingersatzes. Ebenso ist der untere Teil des 3. Fingersatzes gleichzeitig der Anfang des 1. Fingersatzes.
Wichtig an diesem Fingersatz ist der Übergang zwischen dem Ende des 1. Fingersatzes über die 5 und die 6 hin zum 1. Fingersatz. Hier gilt es ganz besonders auf den Fingersatz zu achten. Und auch wenn man nicht nur die Tonleiter rauf und runterspielt (was man höchstwahrscheinlich am Anfang übt) bedarf es bei diesem "5-6-Übergang" immer einiges an Überlegung, wie man die Finger am geschicktesten setzt.
[Bearbeiten] Beachte
Jede der folgenden Skalen besteht tatsächlich nur aus den drei oben genannten Fingersätzen. Dieses sollte einem eigentlich das Lernen sehr erleichtern. Doch die Sache hat einen Haken. Der Übergang zwischen der G- und der H-Saite. Als Erinnerung kann man sich ja noch einmal ins Gedächtnis rufen, wie die Gitarre mit Hilfe der Bünde gestimmt wird.
Alle Saiten wurden in reinen Quarten gestimmt. Bloß der Abstand zwischen der G- und der H-Saite ist nur eine gr. Terz. Also haben die Intervalle zwischen den beiden Saiten immer einen Bund weniger, was dazu führt, dass die Intervalle auf der H-Saite jeweils einen Bund weiter nach rechts rutschen.
| "Normale" Intervalle zwischen den Saiten, die im 5. Bund gestimmt worden sind | "Verrutschte" Intervalle zwischen der G- und der H-Saite | |
(Ausschnitt) |
Hier wird jeweils ein Skalenübergang gezeigt, also eine Stelle in der Skala, wo man gut von einem Skalentyp in den anderen rutschten kann .
[Bearbeiten] Bestimme die Grundtöne
Sobald man das "Karree" gefunden hat, kann man die Grundtöne ermitteln. Genau wie bei den Akkordtypen lässt sich mit Hilfe des Grundtonschemas die einzelnen Skalen typisieren.
Diese Typisierung ist sowohl für Dur-Skalen als auch für Moll-Skalen möglich. Mann muss nur wissen, wie der Akkordtyp aussieht.
[Bearbeiten] Zusammenfassung
Also sobald man das "Karree" gefunden hat, kommt man sehr leicht in den 1. und 2. Fingersatz hinein. Bei jedem dieser Fingersätze lässt sich der Grundton der Tonleiter (und mit ein wenig Übung auch alle anderen Intervalle) sehr leicht bestimmen. Diese beiden ersten Fingersätze werden durch den 3. Fingersatz wieder miteinander verbunden. Das einzige worauf man aufpassen muss, ist, dass die Fingersätze immer zwischen der G- und der H-Seite um einen Bund nach reichts verrutscht.
[Bearbeiten] die 5 Haupt-Improvisations-Skalen
Vergleicht man den Fingersatz dieser Hauptskalen[3] mit den einfachen Tonleitern innerhalb der ersten 3-4 Bünde, dann kann man die Skalen relativ leicht einer Tonleiter zuordnen. Alle Akkordformen (-typen), die sich nur mit Tönen dieser Skala bilden lassen, entsprechen den Grundakkorden der einfachen Skala auf den ersten 3-4 Bünden. Mit diesem Hintergrundwissen lassen sich alle Dur- und Moll-Skalen auf der Gitarre relativ schlüssig typisieren.
Zwar könnte man auch noch eine eigene Version für eine Moll-Tonleiter schreiben (und letztlich noch je eine für die anderen 5 Kirchentonarten, die besonders die Jazzer interessieren) , doch diese Skala würden sich nur im Startton (also an der Nummerierung) voneinander Unterscheiden. Der Fingersatz ist aber der selbe. In der Musiktheorie mag ja ein Himmelweiter Unterschied zwischen Dur und Moll sein, aber zum Lernen ist es viel einfacher, sich diese Skalen jeweils von der Dur-Skala her abzuleiten.
Statt jede Skalenvariante neu durchzunummerieren, lernt man schlicht und ergreifend den entsprechenden Startton der Dur-Tonleiter. Dieses lässt folgenden Schluss zu: Es gibt nur 5 (Haupt-) Skalentypen in dur. Die Skalentypen in Moll haben den gleichen Fingersatz wie die Dur-Typen. Auch die 5 restlichen Kirchentonarten, die einen später einmal interessieren können leiten sich fingersatztechnisch letztlich von der Dur-Tonleiter ab.
Letztlich braucht man also nur 5 Skalentypen zu lernen.
[Bearbeiten] Die Skalentypen im einzelnen
Jeder Skalentyp stellt eine Unterrichtseinheit dar.
[Bearbeiten] Die C-Typ-Scala
[Bearbeiten] Dur-Akkordtypen des C-(Dur)-Scalentyp
| Subdominante |
Tonika |
Dominante |
Subdominante- Parallele |
Mollparallele Tonika-Parallele |
Dominanten- Parallele |
Moll- Dominante |
hier: F-Typ |
zwei Bunde vor Subdom. |
[Bearbeiten] Einsatz des C-Scalentyp
- vgl
- Akkordfolge
- C F G(7) C | Am Em(E7) Dm G7 | C
Der C-Dur-Akkordtyp ist nicht ganz so einfach zu greifen, wird aber durchaus angewand. Oft gefolgt von einem Am7-Akkordtyp. Also kann man von diesen Akkorden aus in den C-Scalentyp hinein.
Für einen nachfolgenden Dm7-Typ (2. Stufe = Supdom.parallele) wird in der Praxis gerne die Lage weiter nach links verschoben. Damit verlässt man allerdings den C-Scalentyp und wandert in den D-Skalentyp (s.u.). Anstelle eines Dm7-Types wird dann einen Em7-Akkordtyp gespielt. Ebenfalls wird der G(7)-Akkordtyp in der Praxis oft durch E(7) Akkordtyp welcher eine Lage weiter rechts ist ersetzt. Auch dann hat man den C-Skalentyp verlassen und befindet sich im Bb-Skalentyp. Im Grunde gibt es daran nicht unbedingt etwas auszusetzen, doch es hilft einem nicht bei der Orientierung weiter. Jetzt für das Üben ist es empfehlenswert, sich nur auf die Akkorde zu beschränken, die man ohne Lagenwechsel erreichen kann.
Das Haupteinsatzfeld dieser Skala dürfte sich aber aus einem Am-Akkordtyp ergeben, wenn dieser die Tonika einer Molltonleiter ist.
- Beispiel
Improvisation über folgende Akkordfolge mit einer C-Typ-Skala im 5.Bund
F Dm7 Gm7 C7 F Bb C7 F Dm |--5--|--5--|-3-|--3--||--5--|-6-|--8-|--5--||-5----| |--6--|--6--|-3-|--5--||--6--|-6-|--8-|--6--||-6----| |--5--|--5--|-3-|--3--||--5--|-7-|--9-|--5--||-7----| |--7--|--7--|-3-|--5--||--7--|-8-|--8-|--7--||-7----| |--8--|--5--|-5-|--3--||--8--|-8-|-10-|--8--||-5----| |-(5)-|-(5)-|-3-|-(3)-||-(5)-|-6-|--8-|-(5)-||-5----|
- Übungsvorschlag für die Improvisation
- Flake © 2002 aus dem Album "Brushfire Fairytales" von Jack Johnson
'Dm ,F ,Bb ,F (3x) 'Dm ,F ,Bb ,C | F ,C 'Dm ,A | ,Bb ,C ,F C7 auch spielbar: 'Dm ,F 'Bb ,F ... ,F C7 ...[4] - Why Do Fools Fall in Love © ein Schubiduba-Song von 1956 (Frankie Lymon & the Teenagers)
F 'Dm ,Gm7 'C7 (x) F ,B F ,C7 | 'Bb ,F ,F7 ,G7 ,Gm7 'C7
[Bearbeiten] Die Bb-Typ-Scala
Für jede Tonart beginnt die Bb-Typ-Skala zwei Bünde weiter rechts als die C-Typ-Scala. (Sie beginnt mit den Tönen links, mit denen die C-Typ-Skala rechts aufgehört hat. Auf der A- und G-Saite lässt sich sehr gut über das "Karree" von der C- in die Bb-Typ-Scala sliden. (s.u.)
[Bearbeiten] Dur-Akkordtypen des Bb-Skalentypes
| Subdominante | Tonika | Dominante | Mollparallele Tonika-Parallele |
Subdominante- Parallele |
Dominanten- Parallele |
Moll- Dominante |
entspricht hier Eb-Typ |
entspricht Cm7 -Typ |
[Bearbeiten] Verwirrende Namensgebung
Hier ist die Namensbezeichnung vielleicht am Anfang besonders verwirrend. Der Akkord sieht doch wie ein A-Dur-Typ aus, aber man nennt den trotzdem Bb-Typ? Dabei sind die Bb-Tonarten bei Gitarrenspielern nicht gerade die bevorzugten Tonarten. Der Bb-Skalentyp ähnelt aber viel mehr einer einfachen Bb-Dur-Tonleiter in den ersten vier Bünden als einer A-Dur-Tonleiter. Daher wird hier die Bezeichnung Bb-Dur-Skalentyp bevorzugt. Jedoch wird der Bb-Dur-Akkordtyp auch (weiter unten) in dem D-Dur-Skalentyp vorkommen. Dort gebraucht man dann die Bezeichnung D-, G-, A-Akkordtyp und nicht D-, G-, Bb-Akkordtyp.
Eine Skala mit der Bezeichnung A-Typ-Skala würde überhaupt keinen Sinn machen. Die dazugehörigen Akkordtypen A-Dur-, E-Dur, H--Dur sowie F#m-, C#m-, G#m-Akkordtyp würden gar nicht mehr zu den hier verwendeten Griffbildern passen. Sobald man sich ein wenig näher mit Tonleitern befasst, sollte einem der Zusammenhang einleuchten.
Die verschiedene Namensgebung verhält sich so ähnlich, wie bei den Noten oder den Akkorden G# und Ab. Obwohl beides den selben Ton bzw. den selben Akkord meint, hängt es von den anderen Noten (Akkorden) ab, welche Bezeichnung sinnvoller ist.
[Bearbeiten] Einsatz des Bb-Skalentypes
- vgl. Akkordfolge
- Bb Eb F(7) Bb | Gm7 Dm(D7) Cm F7 | Bb
Wegen des Lagenwechsels benötigt man ein wenig Übung bis man die Skala richtig drin hat. Wenn man jedoch einen Akkord vom Bb-Typ als Tonika (Hauptakkord einer Durtonleiter) greift, dann bietet sich die Bb-Typ-Skala zur Improvisation an. Am einfachsten kommt man vom Bb-Akkordtyp in die Skala rein, wenn man den Zeigefinger auf der A-Saite einen Bund zurückrutscht, und danach mit dem Mittelfinger wieder den Grundton anvisiert. Dann ist man sofort im ersten Fingersatz. Eine zweite Methode wäre es, den kleinen Finger (bei der gezeigten Standard-Griffweise) einen Bund weiter nach rechts zu schieben, und sich von der "4" aus weiterzuarbeiten. Man ist dann im zweiten Fingersatz.
Die Moll-Parallele greift man gerne ein paar Bünde weiter in der Em-Form und nicht so häufig in der Gm-Form. Auch die Subdominante wird gerne weiter links als E-Dur-Typ gegriffen. Aber wie schon oben gesagt, verlässt man dann die Skala vom Bb-Typ und rutscht in die Nachbarskala vom G-Typ.
D G A D D Bm7E7 A7 |--5---3--5---5---||--5---7--7--5----| |--7---3--5---7---||--7---7--9--5----| |--7---4--6---7---||--7---7--7--6----| |--7---5--7---7---||--7---7--9--5----| |--5---5--7---5---||--5---9--7--7----| |-(5)--3--5--(5)--||-(5)--7--7--5----|
- Übungsvorschlag
- With Or Without You © von U2 (1987) Z.B. //: 'C G, Am, ,F ://
[Bearbeiten] Die G-Typ-Scala
[Bearbeiten] Dur-Akkordtypen des G-Skalentypes
| Tonika | Subdominante | Dominante |
[Bearbeiten] Moll-Akkordtypen des G-Skalentypes
| Mollparallele Tonika-Parallele |
Subdominante-Parallele |
Dominanten-Parallele |
Moll-Dominante |
Entspricht H7-Typ zwei Bünde vor der Subdom. |
- vgl. Akkordfolge
- G C D(7) G | Em7 Hm(H7) Am D7 | G
Der G-Dur-Akkordtyp wird nur selten als Tonika eingesetzt. Manchmal taucht er in abgespeckter Form (nur die oberen, mittleren oder unteren vier Saiten) bei Zupf- oder Pickingstücken auf. Man weicht bei diesem nicht gerade einfach zu greifenden Akkordtypen lieber auf die Nachbar-Akkordtypen und damit auf die Nachbar-Skalen aus. (vorher der Bb-Typ und nachher der F-Typ)
Der Haupteinsatz der Skala sind Stücke in Moll, deren Hauptakkord ein E-Moll-Typ ist. (z.B. Am im 5. Bund wird als E-Moll-Typ gegriffen.)
[Bearbeiten] Die F-Typ-Scala
[Bearbeiten] Dur-Akkordtypen des F-Skalentypes
| Tonika | Subdominante | Dominante |
[Bearbeiten] Moll-Akkordtypen des F-Skalentypes
| Mollparallele Tonika-Parallele |
Subdominante-Parallele |
Dominanten-Parallele |
Moll-Dominante |
Entspricht A(7)-Typ zwei Bünde vor der Subdom. |
[Bearbeiten] Einsatz des F-Skalentypes
- vgl. Akkordfolge
- F Bb C(7) F | Dm Am(A7) Gm7 C7 | F
Eine Standard-Kadenz mit der Tonika als ein F-Akkord-Typ dürfte der Haupteinsatz dieser Skala sein. Allerdings wird die Dominante (C7-Typ) sehr gerne zwei Bünde weiter geschoben. Dann hätte man aber wieder die Skala gewechselt. Man wäre bei der Dominante in die Skala vom D-Skalen-Typ reingerutscht. In der Skala bietet sich bei den mittleren Saiten bieten über dem "Karee" einen guten Übergangspunkt von einer in die andere Skala. Wer diesen Lagen- und Skalenwechsel meiden möchte, greift lieber den C7-Akkordtyp, denn er lässt sich genau wie der einfache C7 greifen, nur dass die Beiden E-Saiten gedämpft werden.
[Bearbeiten] Problem: Blues-Skalen
Dieser Abschnitt ist speziell für Leute interessant, die über Blues improvisieren wollen. Es genügt, wenn man sich im Hinterkopf behält, das es beim Blues immer etwas anders ist, und kann auch später noch mal auf diesen Abschnitt zurückkommen.
- Bei Blues und einigen Rock-Stücken mit Blueselementen muss man ein wenig aufpassen. Zwar werden Dur-Akkorde benutzt, aber als Skala wird Moll gespielt.
- Beispiel
- Ihr wollt über einen Blues in A-Dur (Barré 5. Bund = F-Typ) improvisieren. Doch leider benutzt man dabei die A-Moll-Tonleiter (genauer: man bevorzugt die Moll-Pentatoniken). (Am als Barré im 5. Bund = Pentatonik vom Em-Typ).
- Also müsste man trotz F-Dur-Akkordtyp eine Skala vom E-Moll bzw. G-Dur-Typ spielen.
- Tipp beim Blues
- Der G-Skalentyp ist wegen dem Lagenwechsel nicht so bequem zu greifen wie der F-Skalentyp.
- Der F-Skalentyp beginnt nur zwei Bünde nach dem G-Skalentyp
Man kann zuerst nur das reine Dur üben, und später beim Blues den F-Skalentyp einfach zwei Bünde weiterschieben.
[Bearbeiten] II-V-I
Noch eine gute Möglichkeit zum Üben wäre eine II-V-I-Verbindung wie sie bei Jazz-Stücken oft vorkommt.
- Mit reinen Dur- und Moll-Akkorden
| 2.Stufe Subdominante Parallele |
5.Stufe Dominante |
1.Stufe Tonika |
- Etwas jazziger mit 7er bzw. j7er Intervallen
Hier sieht man gut, wie sich die einzelnen Akkorde voneinander ableiten können. Durch die Septime und dem abdämpfen einiger Saiten ist beim C7- und Fmaj7-Typ kein Barré-Finger mehr nötig. Trotzdem leiten sich die Akkorde von den oben genannten Grund-Typen ab.
Gm7 C7 Fmaj7
|--:--:---:--:---| |---:---:---| |---:---:-|
|--:--:-K-:--:---| |-Z-:---:---| |-M-:---:-|
|--:--:-R-:--:---| |---:---:-K-| |---:-K-:-|
|--:--:-M-:--:---| |---:-M-:---| |---:-R-:-|
|--:--:---:--:---| |---:---:-R-| |---:---:-|
|--:--:-Z-:--:---| |---:---:---| |-Z-:---:-|
[Bearbeiten] Die D-Typ-Scala
entspricht der Mollparallele:
(Hm7)
[Bearbeiten] Akkordtypen des D-Skalentypes
- vgl. Akkordfolge
- D G A(7) D | Hm7 F#m (F#7) Em7 A7 | D
- Einsatzmöglichkeit
- Der Em(7)-Akkordtyp als zweite Stufe im einer II-V-I-Verbindung im Jazz. (dorisch) s.u.
- Der D-Dur-Akkordtyp wird in wenigen Tonarten gerne zusammen mit leeren Saiten gegriffen. *Weiterhin kommt es oft vor, dass der D-Skalen-Typ als Nebenskala in Erscheinung tritt, etwa wenn man vom C-Scalen-Typ eine Lage[5] weiter zurück rutscht, oder von dem F-Skalen-Typ ein paar Bünde nach vorne, da man für andere Akkorde lieber die Lage wechseln möchte.
- Übung
Im Jazz könnte man in dieser Scala sehr gut von einem E-Moll-Typ (= 2.Stufe Dorisch) eine II-V-I-Akkordfolge ableiten. Folgen würde z.B. ein A7-Akkordtyp und abschließend die Auflösung mit einem Dj7-Akkordtyp, der sich im gegensatz zum D-Dur-Akkordtyp rellativ einfach greifen lässt.
,Am7 'D7 Gj7' |-5--||--5---||-7----| |-5--||--7---||-7----| |-5--||--5---||-7----| |-5--||--7---||-5----| |-7--||--5---||------| |-5--||------||------|
- Fußnoten
- ↑ Diese Methode ist eigens von Mjchael ausgearbeitet worden.
- ↑ Der Abstand der kleinen Sekunden bzw. die Halbtonschritte sollten einem aus dem Aufbau einer Tonleiter bekannt sein. Im Zweifelsfalle noch einmal die Wissenslücken über Tonleitern füllen.
- ↑ Es existieren neben den 5 Hauptskalen noch andere Skalen auf der Gitarre. Eine so genannte Long-Form entsteht dadurch, dass man mehrmals von einer Hauptskala in die nächste Skala Slidet. Einen anderen Skalenaufbau sind die 3-Notes-Per-String Skalen. Sie bauen auf den Hauptskalen auf, und können manchmal günstiger für ein Solo o.ä. zu greifen sein.
- ↑ Im Anfängerunterricht habe wurde im Lagerfeuerdiplom gezeigt, dass man die einfachen Akkorde einfach anzuzeigen kann, ohne sie auszusprechen (, weil man beispeilsweise mit dem Singen oder zählen beschäftigt ist). Ein G-Dur zeigt man üblicherweise rechts-oben an, ein E(m) links-oben, ein A(m) links-unten und ein D(m) rechts-unten. Ein C wird irgendwo in der Mitte amgezeigt.

Diese Methode kann man sich zunutze machen, um bei Akkorden anzuzeigen, welchen Typ dieser Akkord haben soll. Anstelle einen E(m)-Typ links-oben anzuzeigen, übernimmt ein vorangestelltes Komma diese Aufgabe. A(m)-Typ = vorangestelltes Hochkomma; D(m)-Typ = nachgestelltes Hochkomma; G(m7)-Typ = nachgestelltes Komma; C- bzw. Hm7-Typ ist ohne Kennzeichnung. Analog zur Tabulaturschreibweise werden die Akkorde "auf dem Kopf" angezeigt. - ↑ Der Begriff "Lage" wird hier etwas ungenau verwendet. Eine Lage vorrücken meint hier soviel wie so viele Bünde vorrücken, dass man zwar eine neue Skala hat, nicht aber die Tonart gewechselt hat.




