Handbuch Webdesign: Dreamweaver

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[Bearbeiten] Dreamweaver

Handbuch Webdesign Dreamweaver

Inhaltsverzeichnis



[Bearbeiten] Einleitung

Ein "wysiwyg" Web-Editor wie Dreamweaver macht das Erzeugen von HTML-Dateien einfacher. Das Ergebnis ist aber immer eine ganz normale HTML-Datei; mit genug Fleiß und einem Text-Editor könnte man das gleiche Ergebnis erzielen.

wysiwyg

"wysiwyg" ist eine englische Abkürzung für "what you see is what you get", die Abkürzung wird ungefähr "wie-sie-wieg" ausgesprochen. Das Prinzip "was du siehst ist was du bekommst" bedeutet in diesem Fall: Man sieht im Editor nicht den HTML-Code, sondern man sieht, wie die fertige Webseite im Browser aussehen wird.

funktioniert nicht

Aber Achtung: während DTP-Programme, die nach dem wysiwyg-Prinzip arbeiten, dieses Versprechen auch erfüllen können, ist das bei Web-Editoren nicht möglich. Bei einem DTP-Programm kenne ich mein Ausgabemedium–z.B. A4. Bei einer Webseite kann ich viele Eigenschaften meines Ausgabemediums gar nicht kennen (siehe die Diskussion im ersten Kapitel), z.B. die Breite des Browserfensters, die zur Verfügung stehenden Schriftarten, u.s.w. Es müsste also heißen "Was du siehst ist ungefähr was du bekommen könntest".

Abbildung 51: Dreamweaver für Mac

Dreamweaver ist ein Produkt der ehemaligen Firma Macromedia (jetzt Adobe Systems). Die aktuelle Version ist im Herbst 2006 die Version Dreamweaver 8. Es gibt eine Windows- und eine Mac-Version (siehe Abbildung 51) des Programms. In diesem Buch werden meist Screenshots von Dreamweaver für Windows verwendet, manchmal auch Screenshots von Dreamweaver für Mac.

Seit Dreamweaver 3 empfehle ich das Programm un­ein­geschränkt. Die Unterschiede zwischen den Versionen sind für die nun folgenden Betrachtungen nicht relevant, sie betreffen z.B. die Unterstützung von PHP oder Datenbanken, also fortgeschrittenere Themen. Konkurrenzprodukte zu MACROMEDIA Dreamweaver sind unter anderem Microsoft Frontpage und Adobe GoLive.

Sie können eine Demo-Version von Dreamweaver herunterladen[1], und für drei Monate gratis benutzen. Erst danach müssen Sie entscheiden, ob Sie Dreamweaver kaufen wollen.


Diese Kapitel beginnt mit einer sehr detaillierte Beschreibung der Dreamweaver-Oberfläche, die für zukünftige Experten gedacht ist, die ihr Werkzeug bis ins Detail beherrschen. Danach lernen Sie, wie Sie den HTML-Code den Sie in Kapitel 2 kennen gelernt haben mit Dreamweaver erstellen können. Am Ende des Kapitels können Sie eine informierte Entscheidung treffen ob Sie Dreamweaver einsetzen wollen.

[Bearbeiten] Entwurfsansicht, Codeansicht, Gemischte Ansicht

Dreamweaver funktioniert wie einleitend beschreiben nach dem wysiwyg-Prinzip–Sie sehen bei der Arbeit also eine Darstellung die ungefähr der Darstellung der Webseite im Browser entspricht. Sie können aber jederzeit auch den "darunter liegenden" HTML-Code ansehen und bearbeiten. Dreamweaver unterscheidet drei "Ansichten": Die Entwurfsansicht, die (HTML-)Codeansicht, und eine gemischte Ansicht. Letztere sehen Sie in Abbildung 52.

Abbildung 52: Gemischte Ansicht in Dreamweaver

Die gemischte Ansicht eignet sich besonders gut zum Erlernen von neuem HTML-Code: Sie können in der Entwurfs-Ansicht einen Bereich markieren, im Code-Ansicht wird der entsprechende Code ebenfalls markiert. So können Sie erforschen, welcher HTML-Code zu welchem Element der Seite gehört.

Ansicht wechseln

Die schnellste Art zwischen den Ansichten hin und her zu wechseln ist die Tastenkombination Strg-Tabulator. Dabei bleibt die Markierung erhalten. Ein Qualitätskriterium bei Web-Editoren, und der Grund warum ich Dreamweaver empfehle, ist die Qualität des erzeugten HTML-Codes, und die "Durchlässigkeit" zwischen Entwurfs- und Code-Ansicht. Dreamweaver erzeugt kurzen, gut lesbaren HTML-Code und fördert das Erlernen des Codes durch das gute Zusammenspiel der Ansichten.

[Bearbeiten] Überblick über die GUI von Dreamweaver

Die Oberfläche von Dreamweaver besteht aus einer Vielzahl von Fenstern und Elementen. Für den Einstieg in die Arbeit mit Dreamweaver sind die in Abbildung 53 gezeigten Elemente wichtig:

Abbildung 53: Fenster von Dreamweaver im Überblick

Das Dokument wird zentral angezeigt. Sie können wie oben beschreiben das Dokument in der Code-Ansicht oder der Entwurfs-Ansicht betrachten und bearbeiten, das Umschalten erfolgt in der Symbolleiste Dokument (in Abbildung 53 mit einem Pfeil markiert). Tabelle zeigt wo Sie weitere wichtige Informationen zum Dokument finden.

Symbolleiste Dokument: Datei:Handbuch Webdesign-DW Titel.gif
Titel des Dokuments (entspricht dem <title>-Tag), editierbar.

Titelleiste des Programmes (ganz oben):
Datei:Handbuch Webdesign-DW Titelleiste.gif

  • Name des Programmes,
  • Titel des Dokuments (entspricht dem <title>-Tag),
  • Ordner und Dateiname des Dokuments,
  • Format (HTML oder XHTML)
  • Stern * zeigt an, dass das Dokument editiert wurde
    und gespeichert werden sollte

Rechte untere Ecke des Dokuments: Datei:Handbuch Webdesign-DW Rechts unten.gif
von Rechts nach Links:

  • Auswahl-Werkzeug (=Normalzustand)
  • Hand-Werkzeug (zum Verschieben der Seite im Fenster)
  • Zoom-Werkzeug
  • Zoom-Faktor
  • Breite und Höhe des Fensters, in dem das Dokument derzeit dargestellt wird
  • Gesamt-Größe der Webseite in Kilobyte (Summe aus HTML-Dokument und allen Bildern) / Geschätzte Übertragungszeit für die Webseite

Oberer Rand des Dokuments: Datei:Handbuch Webdesign-DW Dateien.gif
Auswahl welches der geöffneten Dokumente gerade bearbeitet wird,
Stern markiert Dokumente die verändert wurden und gespeichert werden sollten.

Linke untere Ecke des Dokuments: Datei:Handbuch Webdesign-DW Tag Leiste.gif
Anzeige der HTML-Tags. Entspricht jeweils der Position des Cursors im Dokument, derzeit steht er z.B. in einem Link innerhalb einer Tabellen-Zelle. Die Tabellen-Zelle ist markiert. Diese HTML-Leiste kann auch zur Navigation benutzt werden: Wenn Sie auf <tr> klicken wird die entsprechende Zeile der Tabelle markiert.

Abbildung 54: Details der Dreamweaver GUI

Alle weiteren Fenster in Dreamweaver sind mit Ihrem Namen beschriftet.

Einfügen

Das Fenster Einfügen ermöglicht das Einfügen von Elementen in das Dokument. Das Fenster ist oberhalb des Dokumentes platziert, die Handhabung ist damit ähnlich wie in den meisten Windows-Programmen.

Eigenschaften

Das Fenster Eigenschaften ist unterhalb des Dokumentes platziert, und widerspricht damit den Windows-Konventionen. Dieses Fenster ist für die Arbeit mit Dreamweaver zentral. Der Inhalt des Fensters verändert sich mit der jeweiligen Markierung im Dokument. Ist z.B. eine Tabellen-Zelle im Dokument markiert sieht das Eigenschaften Fenster anders aus, als wenn ein Bild im Dokument markiert ist (siehe Abbildung 55)

Abbildung 55: Verschiedene zustände des Eigenschafts-Fensters

Das Eigenschaften Fenster dient sowohl zur Anzeige der Eigenschaften, als auch zur Bearbeitung. So können Sie z.B. in Abbildung 55 die Breite und Höhe des Bildes ablesen, aber auch neue Werte in diese Felder eingeben, und damit die Darstellung des Bildes verändern. Es gibt dabei einen engen Zusammenhang zwischen Eigenschaften Fenster und dem HTML-Code. In Abbildung 56 können Sie nachvollziehen, wie jedes Eingabe-Element im Eigenschafts-Fenster einem Attribut des HTML-Tags entspricht.

Datei:Handbuch Webdesign-DW Eigenschaften Bild.gif
 <img width="446" height="446" 
 src="mma/brigitte-jellinek.jpg" 
 alt="Portrait Brigitte Jellinek"
 name="b1" id="b1" />
Abbildung 56: Zusammenhang zw. Eigenschaften und HTML-Attributen am Beispiel <img>

Das der Eingabefelder wird in zwei HTML-Attribute übertragen: in name und id. Der Grund dafür ist eine Veränderung in der Bedeutung der Attribute: id wird heute dort verwendet, wo früher name verwendet wurde. Dreamweaver setzt die Beiden gleich, und vermeidet damit Kompatiblitätsprobleme. Abbildung 57 zeigt ein komplexeres Beispiel.

Abbildung 57: Zusammenhang zw. Eigenschaften und HTML-Attributen am Beispiel Link

Ein Link (<a>-Tag) ist markiert. Das Eigenschafts-­Fenster zeigt (unter anderem) das href-Attribut an, mit der Beschriftung Hyperlink. Das Eigenschafts-Fenster zeigt gleichzeitig aber noch ein paar andere Dinge: Format bezieht sich auf den übergeordneten <p>-Tag. Wenn Sie hier statt "Absatz" "Überschrift 1" auswählen, wird der HTML-Code wie in Abbildung 58 gezeigt verändert.

 <p>Ich empfehle <a href="...">Google</a> für die Suche im Internet</p>
 <h1>Ich empfehle <a href="...">Google</a> für die Suche im Internet</h1>
Abbildung 58: Veränderung im Code bei Änderung des Formats

Wenn Sie das Symbol Ungeordnete Liste drücken verändert Dreamweaver den Code noch stärker, wie in Abbildung 59 gezeigt:

<p>Ich empfehle <a href="...">Wikipedia</a></p>
<ul>
<li>Ich empfehle <a href="...">´Wikipedia</a> 
</li>
</ul>
Abbildung 59: Veränderung im Code bei Formatierung als Liste

[[Image:Handbuch Webdesign-DW Fenster einklappen.gif|thumb|right|Fenster zusammenklappen}} Wenn Sie das Eigenschaftsfenster nicht benötigen können Sie es zusammenklappen wie rechts gezeigt. Am rechten Rand des Dreamweaver-Fensters ist Platz für weitere Fenster. Diese können über das Menü "Fenster" ein- und ausgeblendet werden. Mit der Maus können Sie auch diese Fenster "zusammenklappen", in Gruppen anordnen, aus dem Fensterrahmen lösen und in schwebende Fenster verwandeln. Welche Fenster Sie für die Arbeit benötigen wird sich immer wieder verändern, sie können Dreamweaver hier an Ihre eigenen Bedürfnisse anpassen.

[Bearbeiten] Text formatieren mit Dreamweaver

Wie im vorherigen Abschnitt beschrieben können Sie mit dem Eigenschaftsfenster Text formatieren. Für die wichtigsten HTML-Tags gibt es in Dreamweaver zusätzlich Tastatur-Kürzel:

HTML-Tag

Tastatur-Kürzel in Dreamweaver

h1

Überschrift 1

Strg-1

h2

Überschrift 2

Strg-2

p

Absatz

Shift-Strg-P

br

Zeilenumbruch

Shift-Enter

b

Fettdruck

Strg-B

i

Kursiv

Strg-I

Formatierung entfernen:

Strg-0 (Null)

Tabelle 7: Dreamweaver Tastaturkürzel für die Formatierung von Text Durch die Verwendung dieser Tastaturkürzel könne Sie Ihre Arbeit wesentlich beschleunigen.

[Bearbeiten] Links und Anker

Tippen Sie zuerst den Link-Text ein, der im Browser angezeigt werden soll. Markieren Sie dann einen Teil des Textes mit der Maus. Tippen Sie die URL in das Feld Hyperlink des Eigenschafts-Fensters ein. Sobald Sie das Eingabefeld verlassen wird die Änderung aktiv, der Link erscheint blau und unterstrichen. ACHTUNG! Sie können den Link in Dreamweaver nicht anklicken um ihn zu testen! Das funktioniert nur im Browser. Nachdem Sie in Dreamweaver eine Site definiert haben (siehe Seite fehlt) funktioniert auch folgendes: Wenn Sie zu einer lokalen Datei linken wollen, also innerhalb Ihrer Site, dann mit können Sie dem gelben Ordern-Symbol neben dem Eingabefeld Hyperlink eine Datei auswählen, oder mit dem "Dateizeiger-Symbol" zu der Datei zeigen.

Abbildung 60: Mit Dreamweaver einen Link zu einer lokale Datei setzen

Anker (HTML-Tag <a name="ankername">) kann man mit Dreamweaver wie in Abbildung 61 gezeigt setzen und verlinken:

Anker setzen:
Strg+Alt+A
  • Zuerst den Anker setzen: Einfügen à benannter Ankerpunkt. Sie werden nach einem Namen gefragt (in diesem Beispiel "Aufgabe")
  • Dann einen Link dorthin machen: Sie können entweder das Zeichen # und den Namen des Ankers in das Feld Hyperlink eintippen (hier also #Aufgabe oder Sie verwenden das "Dateizeiger-Symbol", und ziehen es mit der Maus zum Anker.
Abbildung 61: Anker setzen und verlinken mit Dreamweaver

[Bearbeiten] Bilder und Rollovers

Um ein Bild in die Webseite einzufügen verwenden Sie das Bild-Symbol im Fenster Einfügen.

Der Effekt, dass sich ein Bild in ein anderes verwandelt, wenn Sie den Mauszeiger darüber bewegen heißt "Rollover-Effekt" oder "OnMouseOver-Effekt". In Abbildung 62 werden zwei Bilder gezeigt, die für so einen "Rollover-Effekt" geeignet wären. Zuerst müssen Sie die beiden Bilder erzeugen und in einem geeigneten Ordner ablegen zum Beispiel im selben Ordner in dem auch die HTML-Datei liegt.

Image:Handbuch Webdesign-Rollover.gif
Abbildung 62: Zwei Bilder für einen "Rollover"-Effekt

Der Code hinter dem Effekt ist eine Kombination aus einem <img>-Tag, einem Link und ein bisschen Javascript-Code. Mit Dreamweaver kann dieser Effekt ganz einfach mit dem Symbol "Rollover-Bild" im Fenster Einfügen erzeugt werden.

Abbildung 63: Dreamweaver-Fenster "Rollover-Bild einfügen"

Den Bildnamen können Sie frei wählen. Bei Originalbild und Rollover-Bild geben Sie die Dateinamen (oder den relativen Pfad) der beiden Bilder ein. Jedes Rollover-Bild ist gleichzeitig ein Link. Wenn Sie bei "Wenn angeklickt, gehe zu URL" nur das Zeichen "#" eingeben ist es ein Link zur selben Seite. Sie könne aber auch den Dateinamen einer anderen HTML-Datei oder eine URL eingeben.

[Bearbeiten] Unsichtbare Elemente

Manche Dinge die bei der Darstellung der Webseite im Browser unsichtbar sind werden in der Entwurfsansicht von Dreamweaver dargestellt, z.B. wie in Abbildung 64 gezeigt der <br>-Tag der einen Zeilenumbruch erzwingt.

Abbildung 64: Darstellung des <br>-Tags in Dreamweaver

Bei Web-Formular wird in der Entwurfsansicht von Dreamweaver der <form> - Tag als rote, strichlierte Linie dargestellt. zeigt die Darstellung in Dreamweaver und im Browser:

Abbildung 65: Darstellung des <form>-Tags in Dreamweaver und im Browser

[Bearbeiten] Handhabung von Tabellen

Der Tag-Selektor am unteren Rand des Dokumentenfensters zeigt an, innerhalb welcher HTML-Tags sich der Cursor im Dokumentenfenster gerade befindet. Im Beispiel rechts: der Curser befindet sich auf einem Link <a>, der befindet sich innerhalb eines Absatzes <p>, der wiederum ist innerhalb des <body>-Tags. Beim Bearbeiten von Tabellen können Sie den Tag-Selector besonders gut gebrauchen: Ein Klick auf <td> im Tag-Selektor, und die Zelle wird markiert. Gleichzeitig zeigt das Eigenschaftsfenster die Eigenschaften dieser Zelle an, wie in Abbildung 66 gezeigt.

Abbildung 66: Markieren und Bearbeiten einer Tabellen-Zelle

Ein Klick auf <tr> im Tag-Selektor, und die Zeile wird markiert. Gleichzeitig zeigt das Eigenschaftsfenster die Eigenschaften dieser Zeile an, wie in gezeigt.

Abbildung 67: Markieren und Bearbeiten einer Tabellen-Zeile

Ein Klick auf <table> im Tag-Selektor, und die gesamte Tabelle wird markiert. Gleichzeitig zeigt das Eigenschaftsfenster die Eigenschaften der Tabelle an, wie in Abbildung 68 gezeigt.

Abbildung 68: Markieren und Bearbeiten einer Tabelle

Das funktioniert auch wenn Tabellen in von Tabellen geschachtelt werden, wie in Abbildung 69 gezeigt. Sie können immer ganz gezielt das richtige Objekt auswählen und verändern.

Abbildung 69: Tag-Selector zeigt eine Tabelle in der Tabelle
Trotzdem:
so einfach wie möglich

Mit Dreamweaver wird das Erstellen und Verändern von Tabellen sehr viel einfacher als mit notepad. Mit wenigen Klicks können Sie sehr komplizierte Tabellen-Konstruktionen erzeugen. Achten Sie trotzdem darauf immer die einfachste mögliche Tabelle zu verwenden!

[Bearbeiten] Site Verwalten

Eine Ansammlung von Webseiten die zusammen gehören nennt man eine "Website" oder "Site". Die einzelnen Dateien einer Site müssen in einem gemeinsamen Ordner liegen. Eine Site entspricht also einem Projekt. Wenn Sie gleichzeitig für mehrer KundInnen Sites erstellen werden Sie die Daten in getrennten Ordnern aufbewahren. Dreamweaver hat ein eigenes Fenster, mit dem Sie die Dateien einer Site verwalten können. Das Site-Fenster sieht beispielsweise wie links gezeigt aus. Mit dem Symbol "Wiederherstellen/Minimieren" können Sie die große Variante des Site-Fensters (bildschirmfüllend) einblenden.

Abbildung 70: Site-Fenster von Dreamweaver–bildschirmfüllend, SiteMap-Ansicht

In diesem Fall gehören alle Dateien in c:\data\webmirror\kurse zu einer Site mit dem Titel "Kurse". Bei der ersten Verwendung dieses Fensters müssen Sie zuerst die Site definieren–d.h., Sie müssen Dreamweaver mitteilen, in welchem Ordner die Site liegt, wie in Abbildung 71 gezeigt.

Abbildung 71: Bearbeiten der Site-Information in Dreamweaver

[Bearbeiten] FTP-Upload

Wenn Sie Webspace mieten erhalten Sie einen Usernamen und ein Passwort - mit diesen beiden haben Sie die Berechtigung Seiten auf den Webserver hinaufzuladen. Dazu benötigen Sie ein FTP-Programm. Das Site-Fenster von Dreamweaver ist so ein FTP ( Genau: ein FTP- und SFTP-Programm. An der FH verwenden wir SFTP. Das S stehe für secure, weil die Übertragung des Passworts verschlüsselt erfolgt.) -Programm. Im Sitefenster sieht man rechts die Dateien am eigenen Computer, und links die Dateien am Webserver draußen im Internet, wie in Abbildung 72 gezeigt.

Abbildung 72: Site-Fenster von Dreamweaver–FTP-Ansicht

Im Gegensatz zu anderen FTP-Programmen unterstützt Sie Dreamweaver dabei, Ihre Dateien im richtigen Ordner abzulegen. Wenn Sie wie in Abbildung 72 gezeigt auf "Datei bereitstellen" drücken wird die ausgewählte Datei in den richtigen Ordner (html-ue1) auf dem Webserver geladen. Die Ordnerstruktur bleibt erhalten, und damit auch die Funktionstüchtigkeit der relativen Links (vergleiche Seite 36) Abbildung 73 zeigt, was Sie nicht tun sollten: die Datei in einen anderen Ordner am Webserver hinauf laden. Dann funktionieren alle relativen Links nicht mehr.

Abbildung 73: FTP-Upload in den falschen Ordner

Bevor Sie FTP im Dreamweaver Site-Fenster benutzen können müssen Sie (Unter Siteà Site bearbeiten à Bearbeiten à Webserver Infos) die Angaben für FTP eintragen: Der Name des Servers, Username und Passwort.

Abbildung 74: Bearbeiten der FTP-Information in Dreamweaver

Neben FTP bietet Dreamweaver auch noch den Upload mit SFTP (FTP mit Verschlüsselung) und mit dem WebDAV-Protokoll an, das aber nur von wenigen Webservern unterstützt wird.

[Bearbeiten] Imagemaps

Mit Imagemaps (auch Hotspots genannt) können Sie einzelne Bereiche auf einem Bild markieren, die einen besonderen Link erhalten sollen. Das Werkzeug zum Einfügen der Hotspots erscheint nur, wenn Sie ein Bild markiert haben:

Abbildung 75: Eigenschafts-Fenster von Dreamwaver zur Erstellung von Imagemaps

Zu jedem Hotspot können Sie eine eigene URL angeben:

Abbildung 76: Erstellung und Bearbeitung eines Hotspots mit Dreamweaver

Der HTML-Code dazu sieht etwas unübersichtlich aus, weil er die Koordinaten der einzelnen Hotspots enthält. Die Koordinaten werden von der linken oberen Ecke des Bildes gemessen, und zwar in Pixel.

Datei:Image098.gif

<img 
    src="karte.gif" width="379"
    height="309" usemap="#Map"
    border="0"> 
<map name="Map"> 
<area shape="circle"
    coords="196,285,37"
    href="#">
<area shape="rect"
    coords="238,220,351,293"
    href="#">
<area shape="poly" 
    coords="197,222,184, "
    href="#">
</map&gt
Abbildung 77: Imagemap Darstellung in Dreamweaver und im Code


[Bearbeiten] Zusammenfassung

Dreamweaver ist ein gutes Werkzeug für Webdesign: er erstellt guten Code wenn Sie ihn als "wysiwyg"-Editor benutzen, und er unterstützt Sie auch bei der direkten Arbeit mit HTML und CSS-Code.

Sie haben nun einen Überlbick über die Fähigkeiten von Dreamweaver, und können entscheiden ob, und für welche Aufgabenstellungen sie ihn einsetzen wollen.


[Bearbeiten] Quellen

  1. http://www.adobe.com/downloads/#webdesdev


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