Inkscape/ Was ist ein SVG

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[Bearbeiten] SVG – Skalierbare Vektor Grafik

Ein SVG ist erstmal nur eine Textdatei, in der mit vordefinierten Befehlen eine Grafik mathematisch zusammengesetzt wird. Die Umsetzung von Text in Grafik übernimmt dabei das SVG-Anzeigeprogramm. Das ist in den meisten Fällen der Internetbrowser am heimischen PC, manchmal jedoch auch schon ein Mobiltelefon, Smartphone oder PDA, denn SVG wird mittlerweile (Mitte 2006) von einigen solch praktischer Helfer unterstützt.

Der SVG-Standard wurde von dem W3C Konsortium festgelegt und wird zur Zeit noch weiterentwickelt. Es gibt verschiedene Entwicklungsstufen die von der W3C für SVG festgelegt wurden. Darunter:

  • SVG 1.0
Dies ist der erste festgelegte Standard von SVG gewesen. Er sollte von allen SVG fähigen Geräten unterstützt werden.
  • SVG 1.1
Die verbesserte Version. Beginnend mit dieser Version wurde auch eine Aufspaltung in Teilgruppen unternommen, um andere Geräte mit Display für die Anzeige von Vektorgrafiken vorzubereiten. Deshalb wurde der SVG 1.1 Tiny und der SVG 1.1 Basic Standard ins Leben gerufen.
  • SVG 1.2
Das ist der momentan aktuellste Entwicklungsstand der drei Versionen. Anzeigeprogramme, welche sich als SVG 1.2 Kompatible Programme bezeichnen wollen, müssen alle Möglichkeiten, welche diese Definition beinhaltet, komplett unterstützen.

[Bearbeiten] Dann gibt es noch verschiedene Geschmacksrichtungen

Diese Unterscheidungen wurden eingeführt, um nicht einem Mobiltelefon mit nur begrenzten Ressourcen den kompletten SVG-Standard abzufordern. Deshalb wurde unter dem Begriff SVG Mobile zwei verschiedene Abstufungen der kompletten SVG 1.1 Definition geschaffen. Dadurch kann man in der SVG-Datei bestimmen, dass man nur einen bestimmten Teil benutzen möchte.

  • SVG Mobile
    • SVG Basic
    • SVG Tiny

[Bearbeiten] Was ist der Unterschied von Skalierbarer Vektorgrafik zur Rastergrafik?

Skalierbare Vektorgrafik ist ein spezielles Dateiformat für Grafik, das es ermöglicht, Umrisse zu definieren, indem man mit Vektoren Punkte, Radien, Drehungen usw. festlegt. Das heißt, dass es auch nachträglich ohne weiteres möglich und ganz einfach ist, die verschiedenen Formen zu bearbeiten. Ein Rasterisierungsverfahren benützt diese Informationen, um zu entscheiden, wie jede Linie und Kurve zu drucken ist.

Eine andere gebräuchliche Art von Grafik ist eine Rastergrafik. Rastergrafiken (Bitmaps) sind einfach Mengen von Pixeln verschiedener Farben. Wenn man mal etwas in ein Bitmap gezeichnet hat, kann man es nicht mehr ohne weiteres vergrössern oder sonstwie bearbeiten. Wenn man das Bild vergrössert oder verkleinert, vermindert sich die Qualität des Bildes, weil die Pixel jedes mal neu interpoliert werden, was normalerweise viele Fehler mit sich bringt.

Vektorgrafiken haben diese Probleme nicht, weil sie aus voneinander getrennten grafischen Elementen bestehen - Ellipsen, Kuben, Linien und Text. Weil sie auf diese Weise beschrieben sind, kann die Darstellung an jede Bildschirm- oder Papiergrösse angepasst werden.

Vektorgrafiken sind keine Alternative zu Rastergrafiken - jede Art hat ihren eigenen Zweck und ist nützlich für unterschiedliche Dinge. Rastergrafiken sind eher besser für Fotografien und für Situationen, in denen ein Vektorgrafik-Renderverfahren unpraktisch oder zu langsam ist.

[Bearbeiten] Grundsätzlicher Aufbau einer SVG Datei

Hier ein blankes Grundgerüst einer SVG (Die Nummerierungen wurden nur wegen der besseren Lesbarkeit eingefügt):

  1.  <?xml version="1.0" encoding="UTF-8" standalone="no"?>
    
  2.  
    
  3.  <!-- Created with Inkscape (http://www.inkscape.org/) -->
    
  4.  
    
  5.   <svg
    
  6.      xmlns:svg="http://www.w3.org/2000/svg"
    
  7.      xmlns="http://www.w3.org/2000/svg"
    
  8.  
    
  9.    version="1.0"
    
  10.    width="210mm"
    
  11.    height="297mm"
    
  12.  
    
  13.    id="svg2">
    
  14.    <defs
    
  15.        id="defs4" />
    
  16.     <g
    
  17.      id="layer1" />
    
  18.  </svg>
    
  1. Ist der Header. Header heißt der Kopf der Datei.
  2. Ein Kommentar. Solch ein Kommentar kann in jeder Zeile des Dokuments eingefügt werden und dient nur der besseren Lesbarkeit des Quelltextes. Man sollte sich nur davor hüten, einen Kommentar in ein SVG-Tag hineinzuschreiben! Es hat keine Auswirkung auf die Darstellung der Grafik und wird von den Anzeigeprogrammen einfach ignoriert.
  3. Das <svg>-TAG (gesprochen: täg) reicht bis Zeile 7. In ihm wird die Version und die Seitengröße beschrieben.
  4. Hier wird die unterstützte Version des benutzten SVG-Standards eingetragen. Möglich wären hier 1.0, 1.1 und 1.2
  5. und
  6. Beschreiben die Größe der Seite. Es sind auch andere Masseinheiten wie inch, %, mm, px oder Phantasieeinheiten möglich.
  7. Hier wird das SVG-TAG abgeschlossen. In einer XML Datei muss jedes TAG geschlossen sein.
  8. Hierin werden später Objekte auf Vorrat eingetragen.
  9. <g/> In einem g-TAG werden mehrere Linien oder Formen zusammengefasst (gruppiert). Man kann ihnen in diesem TAG mit id="Sinnvoller Name" einen sprechenden Namen geben.
  10. In dieser Zeile steht das Abschlusstag. Es zeigt dem Interpreter an, das ab hier keine verwertbare Information mehr kommt.


Weitere Details über SVG kann man im Wikibuch SVG lernen.


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