Innere Medizin kk: Sepsis
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Sepsis ist ein schwere Allgemeinreaktion des Körpers, bei vermuteter oder nachgewiesener Infektion.
Sepsis = SIRS + Infektion
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Diagnose
SIRS Sepsis schwere Sepsis septischer Schock
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Temperatur > 38°C oder < 36°C SIRS mit vermuteter mit Organdysfunktion mit Kreislaufschock
Herzfrequenz > 90 Schläge/min oder nachgewiesener refraktäre Hypotension
Atemfrequenz > 20/min Infektion Renal
Leukozyten > 12.000/mm 3 oder Respiratorisch
< 4000/mm 3 oder > 10 % Hepatisch
unreife neutrophile Granulozyten Hämatologisch
ZNS
Metabolische Azidose
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10 % 20 % 40 % bis zu 80 % 28 Tagesterblichkeit
Sepsiseempfehlung innerhalb der ersten 6 Stunden
- Messung des Laktatspiegels
- Blutkulturen vor Antibiotikagabe
- Adäquate (Kalkulierte) Antibiotikatherapie sobald wie möglich
- Bei Hypotension und/oder Laktat > 4mmol/L (36mg/dL):
- Infusion eines Anfangsbolus von 20ml/kg Kristalloiden
- Vasopressoren bei trotz der initialen Volumengabe persistierender Hypotension um einen (MAP) > 65 mm Hg aufrecht zu erhalten
- Bei persistierender arterieller Hypotension trotz initialer Volumengabe (septischer Schock) und/oder Laktate > 4 mmol/L (36 mg/dl)
- Anstreben eines zentralvenösen Drucks (ZVD) > 8 mm Hg.
- Anstreben einer zentralvenösen Sättigung (ScvO2) von > 70% .*
[Bearbeiten] Literatur
- Bone et al. Chest 1992; 101: 1644; Wheeler und Bernard. N Engl J Med 1999; 340: 207;
- BrunBuisson C. Intensive Care Med 2000; 26: S64;
- Friedman et al. Crit Care Med 1998; 26: 2078.
[Bearbeiten] Therapie
[Bearbeiten] Antibiotikagabe
- Was ist die wahrscheinliche Lokalisation der Infektion?
- Welche klinischen, radiologischen und laborchemische Hinweise auf eine Infektion liegen vor?
- Wurden Kulturen abgenommen?
- Wurde ein Keim isoliert?
- Wenn nicht, welcher Keim ist wahrscheinlich?
- Soll der Patient ein Antibiotikum erhalten?
- Was ist das adäquate Antibiotikum?
- Dosierung, Frequenz? Dauer?
[Bearbeiten] Arterenolperfusor
Arterenol ist
Noradrenalin und wird intravenös mittels Perfusor vorwiegend beim septischen Schock eingesetzt. In niedriger Dosis erhöht es vorwiegend den Blutdruck , in höherer Dosis auch die Herzfrequenz.
[Bearbeiten] Dosierung
Es werden verschiedene Stärken benutzt:
10 mg in 50 ml => 0,2 mg / ml 20 mg in 50 ml => 0,4 mg / ml 25 mg in 50 ml => 0,5 mg / ml 50 mg in 50 ml => 1,0 mg / ml
Beispiel: Der Perfusor läuft auf 3 ml / h und es sind 10 mg in 50 ml aufgelöst worden.
0,2 mg / ml * 3 ml / h = 0,6 mg / h
[Bearbeiten] Fragen
[Bearbeiten] Temperatur > 40 Was tun ?
Wie kann man Patienten mit hohen Temperaturen effektiv kühlen ?
[Bearbeiten] Externe Kühlung
[Bearbeiten] Interne Kühlung
[Bearbeiten] Was bringt Hydrocortison bei der Sepsis?
Was bleibt nach der CORTICUS Studie übrig?
Antwort
- Prof. Dr. Josef Briegel, Anästhesist am Klinikum der Universität München
siehe www.medicom.cc
Hydrocortison ist dann sinnvoll wenn
- durch Volumengabe allein oder
- durch Volumengabe und einer mittleren Dosis Aterenol kein mittlerer arterieller Druck > 65 mm Hg erreichbar ist
[Bearbeiten] Literatur
- Schumer et al (1976 )
- Sprung (1984 ) / Cronin 1995
- Annane (2002 )JAMA 288/ Seite 862 - 871
- NEJM 2008 /358/ Seite 111- 124
- Hydrocortisone therapy for Patients with septic shock
- Sprung CL et al
- Endpunkt Mortalität nach 28 Tagen
- multicenter,randomisiert,placebokontrolliert, doppelblind
- 499 Patienten
- Dosierung
- alle 6 h Bolus 50 mg Hydrocortison iv 5 tage lang
- alle 12 h Bolus 50 mg Hydrocortison iv 3 Tage lang
- alle 24 h Bolus 50 mg Hydrocortison iv 3 tage lang
- Ergebnis: HC senkt nicht die Mortalität
[Bearbeiten] Links
- http://www.aerzteblatt-studieren.de/prdoc.asp?docId=107132
- 10.01.2008 Septischer Schock: Negativstudien zu Steroiden, intensivierter Insulintherapie und Hydroxyethylstärke
- http://www.aerzteblatt.de/v4/archiv/artikel.asp?id=59588
- Negativstudien zu Steroiden, intensivierter Insulintherapie und Hydroxyethylstärke
[Bearbeiten] Literatur
- 1x1 der Infektiologie auf Intensivstationen: Diagnostik - Therapie - Prophylaxe
- Von Roswitha Füssle, Jürgen Biscoping, Andreas Sziegoleit
- E. Meyer et al.:
- Diversität des Antibiotikaverbrauchs auf Intensivstationen in Deutschland.
- DMW Deutsche Medizinische Wochenschrift 2008; 133 (6): S. 235-240
- Diversität des Antibiotikaverbrauchs auf Intensivstationen in Deutschland.