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Jabber-Kompendium: Einrichtung

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Wir rufen uns nochmals in Erinnerung, was wir zur Kommunikation mittels Jabber benötigen:

  1. irgendeine Jabber-Software der Wahl
  2. eine im Internet eindeutige Adresse

Die nachfolgenden Schritte erläutern die Herangehensweise, wie man diese beiden Voraussetzungen schafft.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Wahl der Software

Dieser Abschnitt beschäftigt sich mit der Auswahl einer passenden Jabber-Software für die entsprechenden Geräte.

[Bearbeiten] Heim- und Bürocomputer

Glücklicherweise gibt es einige PC-Installationen, die bereits ein Jabber-kompatibles Anwendungsprogramm (einen sogenannten „Client“) mitliefern. Beim Betriebssystem Mac OS X ist dies das Programm iChat und bei GNU/Linux-Distributionen ist in der Regel das Programm Pidgin (ehemals Gaim) oder Kopete vorhanden. Für Windows muss ein solches Programm erst installiert werden. Eine umfangreiche Liste mit verfügbaren Jabber-Clients kann auf der Homepage der Jabber Software Foundation eingesehen werden. Sollte diese Qual der Wahl wirklich eine unüberwindbare Hürde bedeuten, schlage ich die Verwendung der Software Psi vor, mit welcher auch ein Großteil der hier vorhandenen Abbildungen gemacht wurde.

Nachfolgend eine kleine Auswahl von Jabber-Clients:

Coccinella
unterstützt Internettelefonie und eine Zeichenfläche (Whiteboard). Verfügbar für BSD, Linux, Mac OS X und Windows. Wikipedia-logo.png Wikipedia-Artikel, → Homepage (englisch)
Exodus
ein kompakter und benutzerfreundlicher Client für Windows. → Homepage (englisch)
Gajim
ein leistungsstarker und einfach zu benutzender Client. Verfügt über Rechtschreibprüfung und Verschlüsselung (GPG funktioniert nicht unter Windows). Verfügbar für BSD, Linux und Windows. Wikipedia-logo.png Wikipedia-Artikel, → Homepage (englisch)
Google Talk
ein Client für Wikipedia-logo.png Google Mail-Benutzer mit Internettelefonie. Für Windows. Wikipedia-logo.png Wikipedia-Artikel, → Homepage
Psi
ein kompakter, leistungsstarker und zugleich bedienungsfreundlicher Client, der sich strikt an den Jabber-Standard hält. Dabei wird umfangreich Verschlüsselung unterstützt. Verfügbar für Linux, Mac OS X, Solaris und Windows. Wikipedia-logo.png Wikipedia-Artikel, → Homepage (englisch)

[Bearbeiten] Multiprotokoll

Multiprotokoll-Messenger werden Clients genannt, die mehrere Instant-Messenger-Systeme zugleich unterstützen. Diese haben den Vorteil, dass man mit einer einzigen Anwendung zugleich im Jabber, wie auch in den Netzen von ICQ, WindowsLive u.a. eingeloggt sein kann. Diese Programme haben aber auch den Nachteil, dass sie meistens überladen sind und Jabber nur sehr eingeschränkt unterstützen.

Als Alternative zu Multiprotokoll-Messengern kann man die fremden Netzwerke auch über so genannte „Gateways“ ins Jabber-Netzwerk „hereinholen“. Mit dieser Methode kann man auf einen voll funktionsfähigen nur-Jabber-Client (siehe oben) zurückgreifen. (Diese Methode wird später im Kapitel Zusatzdienste erklärt)

Nachfolgend eine Auswahl verbreiteter Multiprotokoll-Messenger mit Jabber-Unterstützung:

Adium
ein auf Pidgin (siehe unten) basierender Client für Mac OS X. Unterstützt fremde Netzwerke: Jabber, AIM, MSN, Yahoo!, Bonjour, Facebook, Gadu-Gadu, Google Talk, ICQ, Live Journal, Lotus Sametime, MobileMe, MySpaceIM, Novell Groupwise, QQ, SIP, Zephyr. Wikipedia-logo.png Wikipedia-Artikel, → Homepage (englisch)
CenterIM
ein Konsolenclient, der die Protokolle OSCAR (ICQ/AIM), Yahoo!, IRC, Jabber und Gadu-Gadu unterstützt und auf BSD, Linux, Mac OS X, Windows läuft. Wikipedia-logo.png Wikipedia-Artikel, → Homepage (englisch). Interessant für Menschen, die ihren Client remote z.B. auf einem Server laufen lassen wollen und sich über Wikipedia-logo.png ssh einloggen. Um CIM auch nach dem ausloggen weiter laufen zu lassen, siehe auch Wikipedia-logo.png screen.
iChat
vorinstalliert unter Mac OS X und unterstützt (Video-)Telefonie. Unterstützte fremde Netzwerke: AIM, .mac, ICQ. Wikipedia-logo.png Wikipedia-Artikel, → Homepage
Kopete
Client für die KDE-Umgebung unter Linux. Unterstützt inklusive Jabber nahezu jedes Chat-Protokoll. Wikipedia-logo.png Wikipedia-Artikel, → Homepage (englisch)
Miranda
beliebter Client für Windows mit geringem Ressourcenbedarf und einer großen Anzahl verfügbarer Erweiterungen („Plugins“). Miranda ist mittels Wikipedia-logo.png WINE auch unter Linux lauffähig. Unterstützt fremde Netzwerke: AIM, Gadu-Gadu, ICQ, IRC, Windows Live, Yahoo!, Zephyr, Skype, QQ, Tlen, Battle.net. Wikipedia-logo.png Wikipedia-Artikel, → Homepage
Pidgin
(ehemals "Gaim", nicht zu verwechseln mit Gajim) beliebter Client für BSD, Linux und Windows. Unterstützt fremde Netzwerke: AIM, Gadu-Gadu, Novell GroupWise, ICQ, IRC, Windows Live, Lotus Sametime, Yahoo!, Zephyr, OpenNap, SILC, Xfire (mit Erweiterung), SIMPLE. Wikipedia-logo.png Wikipedia-Artikel, → Homepage (englisch) Unterstützt derzeit nicht alle Jabber-Features. Für Pidgin gibt es zahlreiche Plugins, u.a. zur Verschlüsselung der Kommunikation.

[Bearbeiten] Installation

Die Installation der Software, sofern sie nicht bereits durch den Administrator erfolgte, variiert je nach Jabber-Client und Betriebssystem. Allgemein dürfte die Installation folgendermaßen ablaufen:

Linux-Distributionen
„Paketmanager“ (Software hinzufügen oder entfernen) öffnen, Name des Programmes in das Suchfeld eintragen und über die entsprechende Menüoption Installieren.
Alternative (sollte das Programm nicht im Paketmanager gelistet sein): Homepage des Programmes aufrufen, die zur Distribution passende .rpm oder .deb-Datei herunterladen und im Paketmanager öffnen.
Mac OS X
Homepage des Programmes aufrufen, die passende .dmg-Datei herunterladen und öffnen. Das darin enthaltene Programmsymbol anklicken und mit gedrückter Maustaste in den gewünschten Installationsort (z.B. Festplatte) ziehen.
Windows
Homepage des Programmes aufrufen und die passende .zip oder .exe-Datei herunterladen.
.zip: Die Datei öffnen und das darin enthaltene Programmverzeichnis anklicken und mit gedrückter Maustaste in den gewünschten Installationsort (z.B. Festplatte) ziehen.
.exe: Die Datei öffnen und die Fragen des Installationsassistenten beantworten (erfordert meist Administratorrechte!).

[Bearbeiten] Mobiltelefon

Nachfolgend eine Auswahl von Jabber-Clients für Handys. Die Installation dieser Programme kann auf den entsprechenden Homepages nachgelesen werden.

Mabber Mobile
ein vom Jabber-Anbieter Mabber entwickelter Client. Zur Installation ist eine Registrierung bei Mabber erforderlich. → Homepage
Mobber
umfangreicher Client. → Homepage (englisch)
Papla Mobile
unterstützt Mehrbenutzerchats. → Homepage (englisch)
Jabber Mix Client
unterstützt Mehrbenutzerchats, Kontaktlistenverwaltung und Dienste durchsuchen. → Homepage (englisch)
TipicME
einfacher Client, der jedoch nur eine Auswahl an Handys unterstützt. → Homepage (englisch)

[Bearbeiten] PDAs und Smartphones

Für diese Geräte gibt es ebenfalls Jabber-Clients:

IM+
leistungsstarker Client, aber Shareware (Vollversion ist kostenpflichtig). Unterstützte Systeme: Java, PalmOS, BlackBerry, Symbian, Windows Mobile. → Homepage (englisch)
TipicME
ebenfalls für PDAs und Smartphones verfügbar. Unterstützte Systeme: Java, PalmOS, Symbian, Windows Mobile. → Homepage (englisch)

[Bearbeiten] Bezug einer Adresse

Registrierung in Psi: hier kann der Anbieter ausgewählt oder eingegeben werden

Zuerst muss man sich entscheiden, bei welchem Betreiber man sich registrieren möchte. Diese Entscheidung wirkt sich auf den Teil hinter dem „@“ in der zukünftigen Adresse aus.

Verlässliche Anbieter mit vielen Benutzern, die einen kostenlosen Account und eine Registrierung aus dem Jabber-Client heraus ermöglichen, sind z.B.:

siehe auch: Liste der öffentlichen Jabber-Server

Für Inhaber eines Wikipedia-logo.png Google Mail-Kontos ist bereits eine Jabber-Adresse (...@gmail.com) registriert, wofür auch die Software Google Talk (siehe oben) geeignet ist. Besitzer eines Mailzuganges bei Wikipedia-logo.png web.de oder Wikipedia-logo.png GMX haben ebenfalls bereits einen Jabber-Zugang, dessen Adressen identisch mit den bereits vorhandenen E-Mail-Adressen sind. Sowohl web.de als auch GMX bieten jeweils eigene Clients an, die auf ihren Dienst zugeschnitten sind.

[Bearbeiten] Registrierung

Nach dem Klick auf Nächste wird das persönliche Konto eingerichtet

Die Registrierung der neuen Adresse erfolgt am einfachsten mit einem PC. Nachdem auf diesem ein passender Jabber-Client installiert und gestartet wurde, wird man in der Regel von einem Begrüßungsdialog empfangen. Je nach Client wird man an dieser Stelle bereits gefragt, ob man eine neue Jabber-Adresse registrieren, oder eine bereits bestehende Adresse weiterverwenden möchte. Einige Clients präsentieren sofort das Anmeldeformular und fragen erst nach dessen Ausfüllung ob die gewünschte Adresse als neu registriert werden soll.

Das Registrierungsformular kann sich von Programm zu Programm stark unterscheiden, aber im Wesentlichen sind nur die folgenden Eingabefelder relevant:

Jabber-ID
oder auch Adresse: In dieses Eingabefeld trägt man seine zukünftige Adresse in der Form beliebigername@betreiber.xy ein. Der vordere Teil – der Benutzername – kann dabei beliebig gewählt werden, darf aber nicht die folgenden Zeichen enthalten: Leerzeichen, @ : ' " < > &
In manchen Programmen (z.B. in Pidgin) wird die Adresse getrennt in den beiden Eingabefeldern Benutzername und Server angegeben. Dem entsprechend trägt man den Teil der Adresse vor dem „@“ bei Benutzername und den hinteren Teil bei Server ein. Das „@“ selbst wird hierbei nicht eingegeben.
Resource
In dieses Feld wird eingetragen, von wo man sich gerade „einloggt“, z.B. buero, zuhause, laptop, Raumstation-ISS oder ähnliches. Diese Angabe ist für die Registrierung zwar nicht wichtig (und wird bei der Registrierung oft auch nicht verlangt), wird aber notwendig, sobald es darum geht, die Jabber-Adresse mit unterschiedlichen Geräten zu nutzen. Selbstverständlich muss diese Angabe nicht den realen Umständen entsprechen, sie muss nur bei anderen Geräten unterschiedlich sein.
Passwort
Ein gut gewähltes Passwort ist unverzichtbar. Gute Passwörter verwenden unterschiedliche Groß- und Kleinschreibung, Ziffern und Sonderzeichen und sollten darüber hinaus mindestens 6 Zeichen lang sein. Sehr schlechte Passwörter sind Namen oder Begriffe, wie man sie in einem Wörterbuch oder Lexikon finden kann.
Das Passwort wird zwecks Kontrolle, dass man sich nicht vertippt hat, häufig ein zweites Mal abgefragt.

Sollte die Registrierung an diesem Punkt fehlschlagen, hängt das meist auch damit zusammen, dass der gewünschte Benutzername bereits vergeben ist. In diesem Fall sollte man einen originelleren Benutzernamen finden.

Sobald die Registrierung abgeschlossen ist, kann Jabber bereits vollständig benutzt werden.

[Bearbeiten] Sicherheit

Dieser Abschnitt beschäftigt sich mit der Erhöhung der Sicherheit bei der Benutzung von Jabber.

[Bearbeiten] Verschlüsselung


Funktionsweise | Anwendung


Inhaltsverzeichnis

Persönliche Werkzeuge