Joomla: Cross-Browser-Kompatibilität

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[Bearbeiten] Was bedeutet eigentlich Cross-Browser-Kompatibilität?


Cross-Browser = engl., browserübergreifend

Kompatibiltät: Passung / Anpassung


80er Jahre: Das World Wide Web (www) ermöglicht es erstmals der Allgemeinheit, Inhalte in Echtzeit auf der ganzen Welt dauerhaft zur Verfügung zu stellen. Es gab damals noch nicht viele Gestaltungsmöglichkeiten und so wurde versucht, mit einfachen Mitteln, wie Trennlinien und Tabellen, im HTML-Format ein doch anschauliches Design zu erstellen. Während die Internetverbindungen immer schneller und der Wunsch nach multimedialen Elementen im www immer stärker wurde, entwickelten die damals vorherrschenden Browser rasch eigene Ansätze, um diesem Wunsch gerecht zu werden.

Nach und nach kamen dann Browser wie Netscape (Linux), Internet Explorer (Windows), Safari (MacOS), IBrowse (Amiga, BEOS) u.a. auf den Markt, und jeder hatte in dieser frühen Entwicklungsphase seine eigenen Darstellungsmöglichkeiten und technischen Einschränkungen. Das W3C (WWW-Consortium) erarbeitete daraufhin offizielle Standards, um zu gewährleisten, dass das Internet weiterhin für alle Anwender gleichermaßen nutzbar blieb. Aufgrund verschiedener Bedürfnisse, oftmals abhängig vom verwendeten Betriebssystem und wirtschaftlicher Interessen der Entwickler, werden häufig immer noch browserspezifische Eigenarten auf den Markt gebracht. Hier zeichnet sich der Versuch ab, mit neuen oder geschützten Technologien einen Markt zu dominieren, der rechtlich wenig geschützt ist (Jeder darf einen Browser programmieren..). Besonders Microsoft hat in den letzten Jahren häufig bewiesen, dass dort ein kooperativer, W3C-konformer Standard in der Browserentwicklung nur dann erwünscht ist, wenn er sich nicht umgehen lässt und zur Kundenbindung beiträgt. Andere Entwicklerteams - hier sei der Opera-Browser erwähnt, folgen diesem Beispiel und entwicklen ihre Standards ähnlich dem von Microsoft und abseits der gemeinsamen Pfade. Zum Einen, um der Vielfalt der Technologien gerecht zu werden. Zum Anderen aber auch hier, um sich von der Masse abzuheben. Einen endgültigen, einheitlichen Standard gibt es nach wie vor nicht und die Empfehlungen des W3C bleiben, was sie sind: Empfehlungen.

Bei einem derart gemischten Markt wird schnell klar, dass man bei Webanwendungen auf viele verschiedene Browsereigenarten Rücksicht nehmen sollte, wenn man seine potentiellen Besucher nicht dauerhaft verärgern möchte.

Aktuelle Browsernutzung/ Marktanteile (Dezember, 2007):

MSIE 68.7%

Mozilla 25.6%

Safari 2.9%

Netscape 1.4%

Opera 1.2%

n/a 0.1%

andere 0.1%

Um die sogen. Cross-Browser-Kompatibilität zu erreichen, ist es wichtig, allgemein gültigen Code zu schreiben und evtl. Browserweichen (Abfragen zum Browserverhalten und entsprechende Weiterleitungen) oder z.B. CSS-Hacks (Hacks:Quelltextfragmente zur Verbesserung/Änderung von Funktionen) in Templates für Joomla einzubinden. Hierzu zählt auch, die Nutzereigenarten der Besucher zu berücksichtigen und in die Gedanken zur Webentwicklung einfließen zu lassen. Auch wenn inzwischen jeder Browser multimediale Inhalte interpretieren (anzeigen) kann, bedeutet dies nicht auch automatisch, dass der Anwender seinen Browser auch dahingehend eingerichtet hat, dass dieser das ausführt.

Die genutzten Browserfeatures/ -einstellungen nach Häufigkeit (Dezember 2007):

JavaScript

JavaScript1.5 99.6%

JavaScript1.3 0.2%

JavaScript1.4 0.1%

JavaScript1.2 0.0%

JavaScript1 0.0%


Java

aktiviert 97.8%

nicht aktiviert 2.2%


CSS

aktiviert 100.0%

nicht aktiviert 0.0%


Cookies

aktiviert 98.6%

nicht aktiviert 1.4%


Installierte Plug-ins


Dynamic HTML Data Binding 66.7%

DirectAnimation 64.7%

Windows Media Services 63.4%

Shockwave Flash 52.3%

Adobe Acrobat 28.4%

Visual Basic Scripting 25.5%

Vector Graphics Rendering 25.4%

QuickTime 23.8%

RealPlayer 19.9%

Shockwave for Director 14.8%

Java Plug-in 12.6%

AOL ART Image Format 5.2%


Was diese Daten im Einzelnen für Schlussfolgerungen anbieten, sei jedem Webentwickler selbst überlassen. Allerdings scheint es auf einem explosionsartig wachsendem Freeware- und Opensource Markt, zunehmend wichtiger zu werden, dass die Angebote sich am Kunden orientieren. Ehernoch, als das sich der Kunde auf das Angebot umstellt. In der Praxis bedeutet das: Ein User der auf einer Webseite nicht weiterkommt,- ganz gleich, ob wegen exotischer Webtechnologien oder wegen fehlender Übersicht in der Masse an Funktionen,- geht woanders hin und kommt nie wieder.

Dem professionellen Webdesigner/ -entwickler kann deshalb nur empfohlen werden, mindestens drei der "global Player" unter den Browsern zu installieren und seine Webanwendung vor der Veröffentlichung damit zu prüfen: Microsoft Internetexplorer ab v5, Mozilla/ Firefox ab v1.5 und Opera in der jeweils aktuellen Version.

Eine hervorragende Alternative zum selber installieren mehrerer Browser, bietet folgender Online-Dienst an: http://browsershots.org/



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