Kartenspiele: Arschloch

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Arschloch ist ein traditionelles Kartenspiel, bei dem es darum geht, als erster seine Karten abzulegen um zum König (oder auch Präsident) aufzusteigen. Die Regeln variieren in ihren Details sehr. Mittlerweile existiert das Spiel in einigen kommerziellen Varianten (Beispiel: Der Große Dalmuti, Karrierepoker, früher auch Hollywood-Poker), als Freeware für den PC (Leet & noob) oder auch als offizielle Regelvariante anderer Spiele (etwa Tichu)




Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Die Regeln

Es wird mit einem französischen Kartenspiel mit 32 Karten gespielt. Zu Beginn werden alle Karten möglichst gleichmäßig an die Spieler verteilt.

Reihum spielen die Spieler Karten aus. Der Spieler der herauskommt (als erster eine Karte legt), darf entscheiden, ob er eine einzelne Karte legt oder einen Mehrling (mehrere Karten mit gleichem Zahlenwert). Ein Spieler darf stets passen oder gleich viele Karten eines höheren Werts auf die bislang ausgespielten ausspielen. Wer den höchsten Wert ausgespielt hat, wenn alle anderen Spieler gepasst haben, gewinnt den Stich und darf erneut herauskommen.

Sobald ein Spieler keine Karten mehr hat, wird er mit dem höchsten noch übrig gebliebenen Amt belohnt. Der erste Spieler wird König, der zweite Vizekönig und so weiter. Der letzte Spieler wird Arschloch.

Für den Anfang der nächsten Runde, ändern alle Spieler nun entsprechend der Ämter ihre Sitzreihenfolge. Das Arschloch teilt erneut alle Karten aus. Nun wird "gedrückt". Allgemein müssen die Spieler mit niedrigeren Ämtern ihre höchsten Karten an die Spieler mit höheren Ämtern abgeben, während sie dafür die niedrigsten Karten ihrer Mitspieler bekommen. Das Arschloch gibt also seine höchsten Karten (Anzahl variiert je nach Anzahl Mitspieler) an den König, dieser seine niedrigsten ans Arschloch; dasselbe gilt für Vize-König und Vize-Arschloch usw. ad nauseam. Der König beginnt die neue Runde.

[Bearbeiten] Spielende

Das Spiel endet, wenn der vorletzte Spieler seine Karten losgeworden ist und somit alle "Ämter" vom König bis zum 'Arschloch' verteilt worden sind.

[Bearbeiten] Varianten

  • Bekannt ist auch eine Version mit 52 oder 55 Karten (+ Joker). Außerdem kann Arschloch mit fast jedem Kartenspiel gespielt werden, sogar wenn der Kartensatz nicht vollständig ist. Dabei muss die Anzahl der Karten ein Vielfaches der Anzahl der Spieler betragen. Vor Spielbeginn müssen deswegen meist überzählige Karten gezielt offen, zufällig offen oder zufällig verdeckt entfernt werden.
  • Die Reihenfolge der Karten variiert regonial stark.
  • Je nach Varianten wird ein Stich vergeben, nachdem alle Spieler eine Karte spielen konnten oder auch erst, wenn alle Spieler gepasst haben.
  • Das Spiel kann mit oder ohne Joker gespielt werden, wobei je nach Spielart auch Joker gedrückt werden müssen oder nicht. Nach manchen Varianten zählt dabei der rote Joker mehr als die zwei schwarzen, und ein einzelner Joker reicht zum überstechen von Mehrlingen.
  • Unter Jugendlichen sehr beliebt ist die Variante, bei der der Spieler, der aktuell das Amt des Arschlochs innehat, für Speis und Trank am Tisch sorgen muss, beziehungsweise nach Lust und Laune des Königs andere Aufgaben zu erfüllen hat, die nicht direkt mit dem Spiel in Verbindung stehen müssen.
  • Wer eine geworfene Karte wiederaufnimmt oder sonstwie gegen die Regeln verstößt wird automatisch zum "Arschloch", so dass der letzte Spieler nur noch Vizearschloch ist.
  • Eine kommerzielle Variante ist auch Das GROSSE und das kleine A..., bei dem sich aus taktischen Gründen empfiehlt, bis zum Schluss noch niedrige Karten auf der Hand zu behalten.
  • Das Spiel Arschloch ist auch unter dem Namen Neger bekannt, das hat allerdings nichts mit Schwarzafrikanern zu tun. "Neger" spricht man [Nescher] aus, ähnlich wie Gelantine.
  • Eine Variante des Spieles besagt es, dass das Arschloch dem Ersten seine drei besten Karten abzugeben hat, wenn entweder der Erste alle seine Karten ohne Pause (Durchmarsch) ausspielen konnte bzw. das Arschloch keine einzige.

Arschloch besitzt große Ähnlichkeiten mit dem Kartenspiel Karrierepoker, bei dem man sich, thematisch entschärft, vom Tellerwäscher zum Boss hocharbeiten muss. Ähnlichkeit besteht auch mit den Kartenspielen Mau-Mau und UNO.



[Bearbeiten] Weblinks

- www.ehr-2003.de/leet: Leet & noob Kartenspiel - Freeware Variante des Kartenspiels Arschloch für den PC

- www.hagru.at: Freie Variante des Kartenspiels (Java)

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