LaTeX-Kompendium
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[Bearbeiten] Unterteile
[Bearbeiten] Einleitung
ist vor allem als Textsatzsystem für wissenschaftliche Arbeiten bekannt, vergleichbar einem Textverarbeitungsprogramm. Es ist aber auch ein verbreitetes Satzsystem für die Herstellung von Büchern, kann jedoch gleichfalls für alltägliche Dokumente verwendet werden, da es einfach besser aussieht.
LaTeX ist sehr leistungsfähig, litt nur bis vor kurzem unter einem entscheidenden Mangel: Es war nicht besonders benutzerfreundlich. Das hat sich inzwischen geändert. LaTeX selbst ist um einiges benutzerfreundlicher, und die zur Verfügung stehenden Programme für LaTeX sehr viel komfortabler sowie mittlerweile leicht zu bedienen. Des weiteren hat die Verbreitung von schnellen Internetzugängen die Installation von LaTeX erheblich vereinfacht.
Im vorderen Teil des Kompendiums wird nach einer genaueren Beschreibung und einem historischen Überblick der LaTeX-Entwicklung eine Einführung in LaTeX als Schnellstart angeboten. Dieser LaTeX-Schnellkurs verzichtet auf langatmige technische Ausführungen, die der anwendungsorientierte LaTeX-Benutzer ohnehin nicht braucht.
Dieser Schnellstart-Teil des Kompendiums hat zum Ziel, den Leser so schnell wie möglich in die Lage zu versetzen, Texte mit LaTeX zu schreiben. Er richtet sich vor allem an Studierende, die ihre Hausarbeiten, Seminararbeiten, oder an Doktoranden, die ihre Dissertation mit LaTeX schreiben wollen oder müssen.
Tiefergehende Informationen zu speziellen Erweiterungen von LaTeX sowie Zusatzprogrammen werden ausführlicher im auf den Schnellstart folgenden Teil erläutert.
Eher umfassende referenzartige Nachschlagemöglichkeiten findet man im Anhang des Kompendiums.
[Bearbeiten] Was ist LaTeX?
Bei LaTeX handelt es sich um ein Textsatzsystem, das eine Erweiterung zu TeX (gesprochen Tech) darstellt. Das LaTeX zugrunde liegende Textsatzsystem TeX wurde von
Donald E. Knuth Anfang der 1980er Jahre entwickelt, um eine Möglichkeit zu schaffen, wissenschaftlich-technische Texte in Buchdruckqualität zu erzeugen. Vom selben Autor stammt auch das Programm METAFONT, das zur Erzeugung von Zeichensätzen dient.
TeX ist enorm leistungsfähig, aber nicht einfach in der Handhabung. Die Anwendung blieb daher Profis aus dem Programmierbereich vorbehalten. Aus diesem Grund entwickelte der amerikanische Computerwissenschaftler
Leslie Lamport das Programmpaket LaTeX, das zwar auf das TeX-System zurückgreift, zwischen Benutzer und Programm aber eine sehr viel benutzerfreundlichere Zwischenebene schafft. Mit LaTeX wird somit auch der Benutzer ohne Programmierkenntnisse in die Lage versetzt, die Möglichkeiten von TeX weitgehend auszuschöpfen und bereits nach kurzer Zeit anspruchsvolle Textausgaben in Buchdruckqualität zu erzeugen. Dies gilt besonders für die Erzeugung von komplexen Tabellen und mathematischen Formeln.
LaTeX bietet dem Benutzer bereits in den Standardeinstellungen sinnvolle Formatierungen an. Individuelle Formatierungen sollten die Ausnahme darstellen, können aber mit etwas Fachwissen auch erstellt werden. Der Anfänger sollte jedoch die Standardformatvorlagen einsetzen, da sich hinter ihnen das Fachwissen von professionellen Druckern und Grafikern verbirgt, mit denen der Normalanwender nicht in Konkurrenz treten sollte.
[Bearbeiten] LaTeX-Entwicklungsgeschichte
Die Entwicklungsarbeit an LaTeX begann unmittelbar nach der Verfügbarkeit von TeX82. Es sollte ein komfortables und gleichzeitig einfach zu handhabendes TeX-Zugangspaket werden. Die Arbeiten an der ersten stabilen Version 2.09 waren Mitte 1985 abgeschlossen. Diese Version blieb bis 1994 unverändert und demonstriert im schnelllebigen Computerzeitalter die herausragende Stabilität von LaTeX.
Die Beibehaltung der Versionsnummer bedeutet aber nicht, dass es nicht auch Erweiterungen für LaTeX 2.09 gab. Leslie Lamport sah für LaTeX hauptsächlich die Bearbeitung englischer Texte vor. Ab Dezember 1991 wurde LateX 2.09 dahingehend erweitert, dass nun auch die Bearbeitung von Texten in einer anderen Sprache als Englisch möglich war. Sprachspezifische Stiloptionen wie z.B. "german" wandeln automatisch erscheinende Begriffe wie "Chapter", "Content" usw. in die äquivalenten deutschen Begriffe "Kapitel", "Inhaltverzeichnis" usw. um. Auch der Gebrauch von Umlauten wurde nun möglich.
Die Schriftauswahl oder Schriftänderung erfolgte in LaTeX 2.09 mit sogenannten Zeichensatzauswahlbefehlen. Ihnen sind bestimmte Zeichensätze zugeordnet. Frank Mittelbach und Rainer M. Schöpf stellten mit dem NFSS (New Font Selection Scheme) ein flexibleres und dem Anwender natürlicher erscheinendes Zeichensatz-Auswahlverfahren bereit. Dabei wurden die ausgewählten Zeichensätze in Formatfiles gespeichert. Die Verwendung verschiedener Formatfiles ist solange unproblematisch, wie die Bearbeitung nur lokal auf einem Rechner erfolgt. Sollen LaTeX-Textdateien jedoch im Originalzustand weitergegeben werden, so kann dies wegen unterschiedlicher Formatfiles zu Kompatibilitätsproblemen führen.
Damit geht eine Grundeigenschaft von LaTeX verloren -- es soll nämlich auf allen Rechnern und unter allen Betriebssystemen identische Ergebnisse liefern. Aus diesem Grund gründeten Frank Mittelbach und Rainer M. Schöpf, unter Beteiligung auch von Leslie Lamport, die internationale Projektgruppe für das "LaTeX 3-Projekt". Zu den Zielen des Projekts gehört es, einen LaTeX-Kern zu entwickeln, der für alle zukünftigen Ergänzungen nur noch ein Formatfile vorhält. Auch NFSS soll Teil des LaTeX-Kerns werden.
Im Dezember 1993 stellte die Projektgruppe eine neue LaTeX-Version mit der Versionsnummer LaTeX 2e als Testversion vor, die dann im Juni 1994 nach der Behebung einiger Fehler und dem Hinzufügen von Erweiterungen, als neue offizielle Version freigegeben wurde. Die Version LaTeX 2e ist die bis heute gültige Version und alle Befehlsbeschreibungen von Büchern und Tutorials neueren Datums beziehen sich ausschließlich auf ihren Befehlssatz.
- ToDo: Historisches... Dante... wikibooks.org auf LaTeX-Fähigkeit umstellen, lkwiki.nomeata.de [1] kann z.B. schon LaTeX...
[Bearbeiten] Schnellstart in LaTeX
Der folgende Schnellkurs ist bei der Installationsanleitung nach dem Betriebssystem des verwendeten Computers geordnet. Suchen Sie sich einfach den passenden Abschnitt heraus und los geht es!
Unter Windows muss es nicht immer ein Office-Paket sein, das eine qualitativ hochwertige Textdarstellung erlaubt. Von der Beschaffung, Installation bis zu den ersten selbst erstellten Dokumenten wird auch beschrieben, wie diese Schritte auf Unix-Derivaten durchzuführen sind. Sollten Sie also Linux, Solaris, BSD oder auch Mac OS X als Betriebssystem verwenden, so wird dieser Schnellstart-Kurs ebenfalls hilfreich sein.
[Bearbeiten] LaTeX-Referenz
Das LaTeX-Wörterbuch:
Auflistung und Beschreibung der einzelnen LaTeX-Befehle: InDeX
[Bearbeiten] Weiterführende Themen
[Bearbeiten] Strukturelemente eines Latex-Dokumentes
[Bearbeiten] Tabellen
Es gibt drei Tabellen Umgebungen: tabular, tabular* und array. Die array-Umgebung kann nur im mathematischen Modus verwendet werden, jedoch stimmt sie in ihrer Syntax und bei Bedeutung der Parameter vollständig mit der tabular-Umgebung überein.
[Bearbeiten] Fehlerbehebung
Hier hilft meist nur noch hoffen und um die Gunst des Compilers beten.
[Bearbeiten] Warnungen
Auch fortgeschrittene Benutzer kämpfen mit einer großen Anzahl von Warnungen. Meist handelt es sich dabei um "Overfull boxes", bei denen LaTeX keine korrekte Worttrennung durchführen kann. Eine einfache Maßnahme zur Reduktion der Warnungen ist es, zusammengesetzte Worte nicht mit einem normalen Bindestrich zu verbinden, sondern mit "= (Anführungszeichen Gleichheitsszeichen). Andernfalls, also unter Verwendung des normalen Bindestrichs, trennt LaTeX ausschließlich an der Stelle des Bindestrichs.
[Bearbeiten] Ligaturen
LaTeX berücksichtigt die Tatsache, dass einige Buchstabenkombinationen beim Buchdruck üblicherweise zusammengerückt werden (Konkret sind dies fi, fl, ffi und ffl). Die Ausnahme von der Regel (Das Zusammenrücken hat zu unterbleiben, wenn die betreffenden Buchstaben zu unterschiedlichen Komponenten eines zusammengesetzten Wortes gehören) wird jedoch von LaTeX nicht automatisch erkannt, so dass die Ligatur manuell unterbunden werden muss.
[Bearbeiten] Sonderzeichen
LaTeX unterstützt neben Formeldarstellungen und mathematischen Symbolen auch Sonderzeichen vom griechischen Alphabet über sprachabhängige Akzente bis eigenen Kompositionen von Sonderzeichen durch Überlagerung und Ausrichtung bestehender Symbole und Zeichen.
[Bearbeiten] LaTeX und unicode
Leider ist LaTeX älter als unicode und unterstützt selbiges nicht vollständig. So sind viele in LaTeX als „tags“ vorhandene Sonderzeichen nun in unicode als normale Zeichen vorhanden und können mit geeigneten Systemen (Editor, Tastaturlayout, …) direkt eingegeben werden. LaTeX hat damit und mit kombinierenden diakritischen Zeichen (unicode Zeichen x300 und folgende) Probleme.
[Bearbeiten] Zitieren mit BibTeX
Mit BibTeX steht eine LaTeX-Erweiterung zur Verfügung, die zur Verwaltung und der Erstellung von Literaturverzeichnissen und Referenzen jeglicher Art herangezogen werden kann.
[Bearbeiten] Mathematischer Formelsatz
Wer sich einmal durch einen Formeleditor eines Officepaketes gequält hat, wird mit etwas Übung in LaTeX eine schnelle Möglichkeit des Formelsatzes durch die in LaTeX benutzten Markups in Form von LaTeX-Anweisungen im Text lieb gewinnen. Erfahrungsgemäß geht der Formelsatz in LaTeX bei Grundkenntnis dieser Markups schneller und liefert besonders bei umfangreichen Formeldarstellungen qualitativ hochwertigere Ergebnisse. Die Verwaltung und Speicherung der Formel direkt im Textzusammenhang auch wieder als Textbaustein unterstützt dabei die Maintainance. Aber es gibt mehr zu lernen als bei grafischen Formeleditoren.
[Bearbeiten] Notensatz
Hier lohnt sich ein Weiterlesen, wenn Sie sich im Bereich der Musik und Notenkunde für Darstellungen durch LaTeX und verwandten Hilfsprogrammen interessieren. Wer sich also neben der Erstellung normalen Textes etwa die Erstellung des Folgenden vornimmt, kann hier fündig werden:
[Bearbeiten] Gedichte
Hier wird der Satz von Gedichten besprochen.
[Bearbeiten] Briefe
Briefe schreiben mit KOMA-Script. Erläuterungen und Beispiel.
[Bearbeiten] Spezielle LaTeX-Befehle
[Bearbeiten] Selbstdefinierte Aufzählungsmarken
Wenn man eine Aufzählung selber definieren möchte, kann man vorhandene Typen überschreiben. Verwendet wurde das Benutzerpaket enumerate. Wie im Kommentar geschrieben, gilt die Umdefinition nur in den geschweiften Klammern.
[Bearbeiten] Literatur und Distributionen
In den Referenzen findet man Hinweise zu Literatur über LaTeX und Verwandtes rund um das Thema LaTeX. Im gesonderten Bereich Literaturhinweise werden wertvolle Informationen zu den jeweiligen Medien in Form von Rezensionen gesammelt.
Desweiteren werden themenbezogene Webangebote sowie Organisationen rund um LaTeX gelistet.
\begin{appendix}...Text,Text,Text... \end{appendix}
Bei der Nummerierung werden die Ziffern durch große Buchstaben ersetzt. Die darunterliegenden Überschriften werden mit arabischen Ziffern nummeriert. Der Befehl "appendix" ist mit dem Zähler "section" der "article"-Umgebung gleichgesetzt.
[Bearbeiten] Baukastensystem
Beim gelegentlichen Arbeiten mit LaTeX kann man kaum alle Befehle im Kopf haben. Hier werden in Form von Modulen einzelne Funktionen einsatzbereit und kommentiert zur Verfügung gestellt. Nurnoch den Abschnitt Auswählen, Kopieren und Einfügen.
[Bearbeiten] Schriftarten
Hier entsteht eine Sammlung an Schriftarten für LaTeX und ein Anleitung wie man andere Schriften benutzt.