Lehrbuch der Biochemie: Grundlagen: Anorganische Chemie

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Wikibooks-Buchbandreihe.png Lehrbuch der Biochemie Wikibooks-Einzelbuch.png Grundlagen Wikibooks-Buchseite.png Anorganische Chemie

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Säuren und Basen

[Bearbeiten] pH-Wert und Autoprotolyse des Wassers

Destilliertes Wasser besteht nicht - wie man annehmen könnte - nur aus H2O-Molekülen. Wasser liegt immer im Gleichgewicht mit Hydroxidionen (0H-) und Hydroniumionen (H3O+) vor:

2\;\mathrm{H}_2\mathrm{O} \rightleftharpoons \mathrm{H}_3\mathrm{O}^+ + \mathrm{OH}^-

Dieses Gleichgewicht aus Wasser, und den beiden Ionen wird als Autoprotolyse des Wassers bezeichnet. Dabei können die Konzentrationen der beiden Ionen variieren. Das Produkt der Konzentrationen von 0H- und H3O+ ist aber immer gleich. Zeigen lässt sich dies am Masse-Wirkungs-Gesetz für das oben beschriebene Gleichgewicht:

K=\frac{ \mathrm{H}_3\mathrm{O}^+ \cdot \mathrm{OH}^- }{ [\mathrm{H}_2\mathrm{O}]^2 }

Die Konzentration des Wassers (von 55.55 mol/L) verändert sich dabei jedoch kaum und kann in die Konstante miteinbezogen werden:

K_W = K \cdot [\mathrm{H}_2\mathrm{O}]^2 =\mathrm{H}_3\mathrm{O}^+ \cdot \mathrm{OH}^-

KW ist das bereits erwähnte Ionenprodukt des Wassers und hat bei 25°C immer den Wert 10-14 mol2/L2 (QUELLE?). Die Konzentrationsverteilung zwischen diesen Ionen ist für chemische Reaktionen und auch in der Biochemie extrem wichtig. Angegeben wird diese meist über die Konzentration der Hydroniumionen [H3O+]. Um die Darstellung zu vereinfachen wird aber nicht die Konzentration angegeben. Der negative dekadische Logarithmus der H3O+-Konzentration wird als pH Wert bezeichnet:

pH = - lg \left (\frac{[\mathrm{H}_3\mathrm{O}^+]}{mol/l} \right) \qquad \mathrm{und} \qquad [\mathrm{H}_3\mathrm{O}^+] = 10^{-pH}\, mol/l

Als neutral wird eine Lösung mit einem pH-Wert um 7 bezeichnet. Im Neutralen sind die Konzentrationen von H3O+ und OH- gleich und betragen ca. 10-7 mol/L. Ist die OH--Konzentration höher, ist die Lösung also basisch (auch alkalisch genannt), so liegt der pH-Wert über 7. In diesem Fall kann auch der pOH-Wert angegeben werden. Dabei handelt es sich entsprechend dem pH um den negativen dekadischen Logarithmus der OH--Ionen. Es gilt dementsprechend:

pH + pOH = 14 \qquad \mathrm{da} \qquad [\mathrm{OH}^-] \cdot [\mathrm{H}_3\mathrm{O}^+] = 1 \cdot 10^{-14}

Wie im Folgenden noch erklärt wird, macht diese Autoprotolyse des Wassers diese Substanz zu einem Amphoylen: Wasser kann sowohl als Säure als auch als Base reagieren. Was das genau bedeutet, wird im Abschnitt Säuren und Basen erklärt.

[Bearbeiten] pH-Werte in lebenden Systemen

In lebenden Systemen herrschen sehr unterschiedliche pH-Werte, meist jedoch im Neutralen um pH 7.

[Bearbeiten] Säurestärke

[Bearbeiten] Puffer

Puffer sind normalerweise die Salze von starken Säuren mit schwachen Basen und umgekehrt. Sie ermöglichen es H+-Ionen und OH-Ionen aus der Lösung abzufangen und an sich zu binden. Sie halten somit den pH-Wert in einem gewissen Bereich mehr oder weniger konstant. Die Wirkungsweise von einem Puffer lässt sich am Beispiel von NH4Cl (Ammoniumchlorid) sehr gut erklären. Wenn sich freie H+Ionen im Medium befinden, reagiert NH4Cl mit diesen Ionen und zerfällt in NH4+ und HCl. So lange das H+Ion am Chlorid gebunden ist, kann es nicht mit anderen Stoffen agieren. Die zweite Gruppe NH4+ ist bei weitem weniger aggressiv als ein H+Ion. Dadurch steigt die Gesamtmenge an freien H+Ionen (und somit der pH-Wert) trotz Zugabe von Säure nur gering.

[Bearbeiten] Säuren und Basen: Zusammenfassung

In einer Betrachtungsweise - die eigentlich ein Spezialfall ist, aber in biologischen, also wässrigen Systemen häufig ausreicht - sind Säuren Protonendonatoren und Basen Protonenakzeptoren (Definition nach Brønsted und Lowry). Die abgegebenen bzw. aufgenommenen Protonen liegen dabei jedoch nie frei vor, sondern immer in Form von H3O+- oder OH--Ionen. Der negative dekadische Logarithmus der H3O+-Ionenkonzentration (in mol/L) ist der sogenannte pH-Wert. Eine Lösung ist bei einem pH-Wert von 7 neutral, bei höheren Werten alkalisch und niedrigeren Werten sauer. Die Säurestärke definiert, wie leicht von einer Verbindung Protonen abgegeben bzw. aufgenommen werden. Dies wird über den pKS bzw. pKB-Wert angegeben, die sich nach dem Massenwirkungsgesetz aus den Gleichgewichtskonstanten analog zum pH-Wert ableiten lassen.

[Bearbeiten] Komplexchemie

[Bearbeiten] Übergangsmetalle

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