Linux-Kompendium: Einleitung
Aus Wikibooks
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Vorwort
Wenn du Vorschläge hast, die dieses Kompendium bereichern könnten, kannst du diese direkt – auch ohne Registrierung – unter http://de.wikibooks.org/wiki/Linux-Kompendium einbringen.
[Bearbeiten] GNU/Linux / Begriffsklärung
Mit dem Begriff Linux ist, streng genommen, nur der Kernel gemeint. Der Kernel (auch Kern genannt) ist der zentrale Teil eines Betriebssystems, der z. B. die Resourcen für die laufende Programme und die Anwender verwaltet. Obwohl der Kernel ein essentieller Teil des Systems ist, wäre er ohne zusätzliche Software allerdings nutzlos. Um diesen Kernel effektiv nutzen zu können, ist weitere (teilweise sehr systemnahe) Software notwendig, also das eigentliche Betriebssystem. Derzeit wird in den meisten Fällen die Software des GNU-Projektes in Verbindung mit dem Linux-Kernel verwendet. Das GNU-Projekt entwickelt bereits seit 1984 Freie Software, unter anderem das Unix-ähnliche Betriebssystem GNU. In den frühen 90ern war nahezu das ganze GNU-Betriebssystem fertiggestellt, bis auf den Kernel. Glücklicherweise begann 1991 Linus Torvalds die Arbeit am Linux-Kernel, so daß ein komplettes und freies System fertiggestellt werden konnte.
Heute sind beide Komponenten, der Linux-Kernel und das GNU-Betriebssystem, kaum noch voneinander zu trennen. Beide Teile haben sich gegenseitig vorangebracht und gegenseitig befruchtet.
Die Bezeichnung "Linux" wird überwiegend für GNU/Linux-Installationen oder Linux-Distributionen verwendet. Eine solche Distribution kombiniert viel, meist freie, Software. Sie enthält das GNU/Linux-Betriebssystem und viele darüber hinausgehende Programme wie X11-Grafikserver, Arbeitsoberflächen (z. B. GNOME oder KDE), Anwendungen (z. B. OpenOffice.org) oder Webserver (z. B. Apache), die überwiegend nichts mit dem GNU-Projekt zu tun haben, außer dass sie größtenteils die GPL und GNU-Entwicklungswerkzeuge verwenden. Linux-Distributionen sind z. B. SuSE Linux, Debian GNU/Linux, Red Hat Linux, Gentoo Linux, Mandrake und Knoppix.
Linux ist ein eingetragenes Warenzeichen (Trademark) von Linus Torvalds. Das Linux-Maskottchen ist ein Pinguin namens Tux.
[Bearbeiten] Linux Geschichte
Die Geschichte von Linux kann nicht ohne die Geschichte von UNIX erzählt werden, denn Linux gehört zur UNIX - Familie: 1969 arbeiten die Bell Laboratories, General Electric Company und weitere Firmen an einem neuen Betriebssystem mit dem Namen MULTICS. Es sollte dem Anwender völlig neue Möglichkeiten bieten. Doch die Bell Laboratories beenden bald darauf ihre Mitarbeit an diesem Projekt, da die (teilweise überzogenen) Ziele für das neue Betriebssystem nicht erreicht wurden – insbesondere die Hardwareanforderungen waren enorm hoch. Einige Programmierer, darunter Ken Thomson, wollten aber nicht aufgeben. 1969 entwickelte Ken Thomson die erste UNIX Version (den Namen wählten sich als Anspielung auf MULTICS), für die er die Sprache B entwickelte. 1971 schrieb er mit Dennis Ritchie UNIX in die Sprache C um.
Im Jahre 1991 erwarb der finnische Student Linus Benedict Torvalds einen Intel kompatiblen 386 PC auf welchem er zuerst Minix und MS-DOS installierte. Minix diente Linus als Einstieg in die Welt von Unix. Unzufrieden über die fehlende Möglichkeit sich mittels Terminalprogramm in den UNI-Computer der Universität von Helsinki einwählen zu könnnen, entschloss sich Linus unter Minix ein Terminal Programm für den Zugriff zu programmieren.
[Bearbeiten] GNU/Linux vs. Windows
Prinzipiell ist Linux wesentlich schwerer zu bedienen als Windows, dies liegt zum einen an den unterschiedlichen Distributionen und deren Unterschieden, zum anderen jedoch daran, dass Linux dem Benutzer wesentlich mehr Freiraum in den Einstellungsmöglichkeiten gibt und deshalb ein gewisses Basiswissen voraussetzt, während Windows vor allem benutzerfreundlich sein soll. So ist zum Beispiel die Shell unter Windows praktisch unbekannt, in der Linux-Welt dagegen nicht wegzudenken.