Linux-Kompendium: MPlayer

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Unter Linux ist der Wikipedia-logo.png MPlayer sozusagen das freie Pendant zum Wikipedia-logo.png Windows Media Player, da dieser auch um proprietäre Codecs erweitert werden kann. Da bei Linux aber vorrangig auf freie Software gesetzt wird, gestaltet sich die Codec-Installation des MPlayers unter Linux etwas aufwendiger als unter Windows. Im Folgenden daher eine Beschreibung der Installation und der Nutzung:

[Bearbeiten] Installation

Eventuell nötige Vorkenntnisse: Linux-Kompendium: Software-Installation

Die gesamte Installation ist auf der root-Ebene (sudo) zu verrichten; die Befehle können per Kopieren&Einfügen in die Konsole kopiert werden:

Herunterladen, entpacken und vorbereiten
  1. Von der MPlayer-Downloadseite das "essential codecs package" herunterladen und in den Ordner /usr/local/lib/codecs entpacken (der Ordner codecs ist evtl. erst noch zu erstellen)
  2. Von der MPlayer-Downloadseite das Paket "MPlayer v1.0rc2 source" herunterladen und z. B. in den Ordner /usr/local/src entpacken
  3. Sicherstellen dass "gcc" installiert ist (3.x)! Bei Debian-Derivaten ansonsten apt-get install gcc-3.4 ausführen
  4. Mit cd /usr/local/src/MPlayer-1.0rc2 zum Installationsquellverzeichnis wechseln
Konfigurieren [ohne Benutzeroberfläche (GUI)]

Den MPlayer und die Codecs konfigurieren mit der Zeile:

./configure --with-codecsdir=/usr/local/lib/codecs --with-win32libdir=/usr/local/lib/codecs
Konfigurieren (mit Benutzeroberfläche)

Standardmäßig wird der MPlayer, wie unter Linux ziemlich oft der Fall, nur als textbasierte Kommandozeilen-Variante installiert. Um aber ein benutzerfreundliches Desktop-Programm zu erhalten, muss man den MPlayer wie folgt konfigurieren:

./configure --enable-gui --with-codecsdir=/usr/local/lib/codecs --with-win32libdir=/usr/local/lib/codecs

Falls nötig: Video output: xv (libxv und libxv-dev angeben)

Kompilieren und installieren

Folgende Zeile eingeben bzw. einfügen:

make && make install


Anmerkung: Unter KNOPPIX 4.x und Co. muss man zuvor die ausführbare Datei bin im Ordner /usr/local temporär umbenennen, dort einen Ordner bin erstellen, und nach der Installation die Dateien von diesem neu erstellten Ordner nach /usr/bin verschieben. Danach einfach den zuvor erstellten Ordner löschen und der umbenannten Datei wieder ihren korrekten Namen geben.

Mozilla-Plugin

Für den Mozilla-Browser gibt es auch ein Plugin, um Streams im Browserfenster abspielen zu lassen. Das entspechende Paket heißt für Debian-Systeme mozilla-mplayer. Siehe auch: diverse Plugins für Opera

[Bearbeiten] Nutzung des MPlayers

Im Folgenden wird die Nutzung anhand des Abspielens des ersten weltweiten Internet-Fernsehsenders Internacia Televido beschrieben (Sprache des Senders: Esperanto):

Kommandozeile

Falls der MPlayer von einem Terminal aus gestartet werden soll, dann kann man dies mit folgender Befehlszeile tun:

mplayer mms://67.15.130.41/internacia
Benutzeroberfläche

Falls das GUI des MPlayers verwendet wird (gmplayer), muss lediglich die URL (mms://...) geöffnet werden, um den Stream zu starten.

Befehlsausführung, Desktop-Symbol

Man kann sich im Übrigen mit folgender Zeile ein Skript erstellen lassen, um die ganze Prozedur zu vereinfachen:

echo -e '#!/bin/sh\n\nmplayer mms://67.15.130.41/internacia' > /usr/bin/itv && chmod a+x /usr/bin/itv

Nun muss man nurmehr den Befehl itv ausführen. Man kann sich so auch ein Desktop-Symbol mit diesem Befehl erstellen.

[Bearbeiten] Referenzen

Wikipedia-Logo Wikipedia bietet enzyklopädische Informationen: MPlayer
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