Linux-Kompendium: Unix-Geschichte
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Dieser Text ist bei weitem noch nicht fertig. Ich hatte jedoch keine Lust einfach nur was zusammenzuklauen. Daher entwickle ich ihn neu. Anregungen und Hacks gerne gesehen, bei Bedarf mail an yerodin@gmail.com
Um verschiedene Dinge zu verstehen, die GNU/Linux betreffen, sollte man die Geschichte von Unix kennen.
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[Bearbeiten] Der Beginn
Die Anfänge von Unix liegen in den 1960er Jahren, als man bei den amerikanischen Bell Telephone Laboratories begann, ein Multiuser-Betriebssystem namens Multics zu entwickeln. Ziele von Multics waren Mehrbenutzerbetrieb, gemeinsamer Zugriff auf Daten und die Aufteilung von Rechenleistung.
Dieses System befriedigte nicht, so dass man neue Ansätze zu verfolgen begann. Hieraus entwickelte sich Unix. Ken Thompson und Dennis Ritchie waren zwei der Urväter des Projektes. Eine erste Version erblickte Anfang der 1970er Jahre das Licht der Welt. Als nächstes begann man, Fortran auf Unix zu portieren; heraus kam die Programmiersprache B, welche zu C weiterentwickelt wurde.
Nächster Schritt war die Neuentwicklung des Unix-Kernels in C, die heute noch eng bestehende Verbindung wurde geschaffen. Das neue System erfreut sich wachsender Beliebtheit, viele Hersteller von Computern portierten es auf ihr System. Vor allem die freie Verfügbarkeit sorgte für eine wachsende Verbreitung.
Anfang der 1980er Jahre entwickelte man an der University of Berkeley einen Port, der viele interessante Neuerungen mit sich brachte - der Beginn der BSD-Familie.
Viele der Neuerungen, welche die anderen Entwickler geschaffen hatten, vereinigte AT&T in Unix System III, das zu System V weiter entwickelt wurde.
[Bearbeiten] Die Zersplitterung
Auf der Basis von BSD wurde von Sun Microsystems 1982 Version 1.0 des SunOS herausgebracht. Dieses wurde später um viele Eigenschaften von System V erweitert.
1985 begann Richard Stallman sein eigenes Unix-System zu entwickeln. Es war frei. GNU war entstanden.
Der Quellcode wurde immer restriktiver gehandhabt.
1987 entwickelte Tanenbaum ein Unix-Derivat für Lehrzwecke: Minix. Dieses inspirierte Torvalds zu seiner Arbeit am Linux-Kernel.
1989 erscheint Unix System V Release 4.
Auf der Basis von System V R4 wird SunOS neu entwickelt. Solaris erscheint auf der Bildfläche.
Der erste Linux-Kernel erscheint im Jahre 1991. Zusammen mit dem GNU-System bildete es eine schlagfertige Gemeinschaft, die Windows Paroli bieten sollte. Denn jenes nahm Unix, bedingt durch dessen Zersplitterung in eine ganze Reihe inkompatibler Varianten, immer mehr Marktanteile ab.
[Bearbeiten] Die Konsolidierung
In den neunziger Jahren setzte eine durch den Erfolg von Windows NT und GNU/Linux bedingte Marktkonsolidierung ein. So beschloß man bei IBM, das eigene Unix-Derivat AIX einzustellen und statt dessen Entwicklungsarbeit in den Linux-Kernel zu investieren.
Novell übernahm die USL und übergab die Namensrechte an X/Open.
Die aktuelle Situation sieht folgendermaßen aus: SCO, angeschlagen durch den mißlungenen Versuch, aus Linux Geld zu ziehen, besitzt die Rechte am Quellcode für das Original-Unix. IBM und andere Firmen entwickeln aktiv den Linux-Kernel mit, Sun versucht Solaris der OpenSource-Gemeinde schmackhaft zu machen. Aktiv sind weiterhin die BSD-Entwickler mit ihrem neusten Baby, DragonFly BSD.
Das Muster der Unix-Geschichte wiederholt sich in vielen Bereichen von GNU/Linux (Distributionen, Desktops, Live-Systeme). Was aus dem "Original" werden wird, bleibt abzuwarten.
[Bearbeiten] Quellen
- Kurzreferat am Institut für Computerlinguistik der Uni Heidelberg
- Wikipedia-Artikel zum Thema Geschichte von Unix
- Artikel an der RWTH Aachen
- Gulbins, Obermayer und Snoopy: Linux, Springer-Verlag 2003, ISBN 3-540-00815-2

