Eine Tautologie ist eine allgemeingültige Aussage. Dies ist eine Aussage, die aus logischen Gründen stets wahr ist (unabhängig von dem Wahrheitsgehalt ihrer Teilaussagen). Ein Beispiel dafür ist die Aussage „Es regnet oder es regnet nicht“. Da es entweder regnet oder es nicht regnet, ist diese Aussage immer wahr (unabhängig davon, ob es nun tatsächlich regnet oder nicht; also unabhängig davon, ob die Teilaussagen „Es regnet.“ bzw. „Es regnet nicht.“ wahr sind oder nicht.)
Ein weiteres Beispiel für eine Tautologie ist die Aussage „Wenn
und
ist, ist
“. Hier ist die Prämisse der Aussage für
nicht erfüllbar und damit ist die Implikation unabhängig, ob
gleich 4 ist oder nicht, stets wahr („Aus Falschem folgt beliebiges“).
Eine Anwendung des Begriffs einer Tautologie findest unter anderem dann, wenn du überprüfen möchtest, ob 2 Aussagen äquivalent zueinander sind oder nicht (ob also
gilt). Zwei Aussagen
und
sind nämlich dann genau äquivalent, wenn die zusammengesetzte Aussage
eine Tautologie ist.
[Bearbeiten] Überprüfung einer Tautologie
Ich werde dir jetzt einige Möglichkeiten vorstellen, wie du überprüfen kannst, ob eine Aussage eine Tautologie ist oder nicht. All diese Möglichkeiten sollen am Beispiel der Tautologie
demonstriert werden (Diese Tautologie ist als
Kontraposition bekannt).
[Bearbeiten] Wahrheitstabelle erstellen
Eine Methode ist es, eine Wahrheitstabelle für die zu untersuchende Aussage aufzustellen. Wenn in der Wahrheitstabelle nur „wahr“ als resultierender Wahrheitswert auftritt, ist die untersuchte Aussage eine Tautologie. Sobald ein resultierender Wahrheitswert „falsch“ ist, ist die Aussage keine Tautologie.
Aufgabe: Stelle die Wahrheitstabelle für
auf (Wenn diese Aussage eine Tautologie sein soll, müsste der resultierende Wahrheitswert immer
sein).
Ergebnis: Die Aussage ist eine Tautologie.
[Bearbeiten] Äquivalenzumformungen verwenden
Wenn du die Tautologie einer Äquivalenz
beweisen musst, kannst du versuchen die Aussage
durch bereits bekannte Äquivalenzbeziehungen in die Aussage
umzuformen. Um auf die notwendigen Umformungen zu kommen, kannst du eine ähnliche Technik benutzen wie bei den Termumformungen. Du kannst die beiden Aussagen nebeneinanderschreiben und versuchen diese schrittweise auf die gleiche Aussage umzuformen.
Da Äquivalenzbeziehungen erst später in diesem Kapitel behandelt werden, kannst du das folgende Beispiel überspringen und es dir später wieder anschauen. Für das Beispiel der Kontraposition lautet der Beweis dieser Tautologie:
![\begin{align}
& A \Rightarrow B \\[5px]
\Leftrightarrow \quad & \neg A \or B \\[5px]
\Leftrightarrow \quad & B \or \neg A \\[5px]
\Leftrightarrow \quad & \neg B \Rightarrow \neg A \\[5px]
\end{align}](//upload.wikimedia.org/wikibooks/de/math/a/9/8/a988d26d5e3a780b0aabe5f83ebbb19a.png)
Diese Methode ist eine Art des
Widerspruchsbeweises. Du beweist hier, dass eine Aussage
eine Tautologie ist, indem du zeigst, dass diese Aussage nie falsch sein kann, weil sich sonst ein Widerspruch ergibt. Dabei zerlegst du die zu untersuchende Aussage schrittweise in ihre Teilaussagen und schaust dir nur diejenigen Fälle an, die zu einer falschen Aussage führen würden.
Nehmen wir an, dass
falsch ist. Dann muss entweder
falsch sein und
wahr sein oder umgekehrt. Im ersten Fall muss
und
sein. Dies ist aber ein Widerspruch dazu, dass
wahr ist (weil für
und
die Aussage
falsch ist). Im zweiten Fall muss
und
sein, was auch ein Widerspruch zu
ist (weil für
und
die Aussage
falsch ist). Schematisch könnte man dies in einem Baum darstellen (deswegen auch der Name). Dabei stellt jeder Ast einen zu betrachtenden Fall dar:
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(Widerspruch) |
(Widerspruch) |
[Bearbeiten] Übersicht zu Tautologien
In der folgenden Tabelle sind die wichtigsten Äquivalenzbeziehungen aufgelistet. Auf den Beweis aller dieser Tautologien verzichte ich erst einmal (hier kannst du als Übungsaufgabe einige für dich interessante Tautologien beweisen).
| Tautologie |
Bedeutung |
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Bei der Disjunktion und bei der Konjunktion ist es egal, in welcher Weise die einzelnen Teilaussagen verknüpft werden. |
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| Tautologie |
Bedeutung |
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Bei der Disjunktion und bei der Konjunktion ist es egal, in welcher Reihenfolge die einzelnen Teilaussagen verknüpft werden. (Dies ist in der natürlichen Sprache nicht unbedingt der Fall. Betrachte dazu folgende 2 Aussagen, welche in der Bedeutung einen leichten Unterschied aufweisen: „Ralf ging in die Kirche und seine Tochter starb.“ und „Seine Tochter starb und Ralf ging in die Kirche.“) |
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[Bearbeiten] Distributivgesetze
[Bearbeiten] Absorptionsgesetze
| Tautologie |
Bedeutung |
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wichtige Gesetze zur Vereinfachung von Aussagen |
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| Tautologie |
Bedeutung |
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wichtige Gesetze zur Vereinfachung von Aussagen |
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[Bearbeiten] Gesetze von ausgeschlossenen Dritten
| Tautologie |
Bedeutung |
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wichtige Gesetze zur Vereinfachung von Aussagen |
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[Bearbeiten] Darstellung von Implikation und Äquivalenz
| Tautologie |
Bedeutung |
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Mit Hilfe dieser Gesetze kann die Implikation und die Äquivalenz auf Aussagen mit anderen Junktoren zurückgeführt werden. So können bestimmte Aufgaben gelöst werden (wie: Finden sie die Negation der Implikation). |
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Prinzip der Kontraposition (Diese Äquivalenz kann insbesondere für Beweise verwendet werden) |
[Bearbeiten] Gesetze zur Negation einer Aussage
[Bearbeiten] De Morgansche Regeln
| Tautologie |
Bedeutung |
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Bei der Negation einer Und- bzw. Oder-Verknüpfung wird die Negation reingeklammert und die Klammer aufgelöst. Aus einem "Und" wird ein "Oder" und umgekehrt. |
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[Bearbeiten] Negation von Implikation und Äquivalenz
| Tautologie |
Bedeutung |
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[Bearbeiten] Negation von quantizierten Aussagen
[Bearbeiten] Gesetze mit
und
und zur doppelten Verneinung
| Tautologie |
Bedeutung |
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wichtige Gesetze zum Vereinfachen von Aussagen |
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Doppelte Verneinung ist wieder die Ausgangsaussage. |
[Bearbeiten] Äquivalenzen über quantifizierte Aussagen
[Bearbeiten] Implikationen über quantifizierte Aussagen
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Hinweis:
In der obigen Tabelle sind die Implikationen nicht umkehrbar.
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