Mathe für Nicht-Freaks: Mengenlehre: Verknüpfungen
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Einleitendes Beispiel
Stell dir vor, du hast eine Grundmenge
gegeben:
In dieser Grundmenge gibt es eine Menge
:
Und eine Menge
:
Insgesamt ergibt sich also folgendes Bild:
Stell dir nun vor, wir möchten die Menge aller Punkte beschreiben, die in genau einer der Mengen
und
enthalten sind:
Diese Menge wird symmetrische Differenz der Mengen
und
genannt. Man schreibt für diese symmetrische Differenz
. Hier ist
eine Verknüpfung zwischen zwei Mengen. Der Operator
verknüpft nämlich zwei Mengen
und
zu der Menge
der Objekte, die in genau einer der Mengen
und
enthalten sind. Dass
eine Verknüpfung ist, ist analog dazu, dass + eine Verknüpfung ist, die zwei Zahlen
und
zu einer Zahl
verknüpft.
Schauen wir uns noch ein weiteres Beispiel an: Stell dir vor, wir wollen alle Punkte der Grundmenge beschreiben, die nicht in
enthalten sind:
Diese Menge aller Objekte der Grundmenge, die nicht in
enthalten sind, wird Komplement von
genannt. Für diese Menge schreibt man
. Hier ist
der Operator (im obigen Beispiel war
der Operator). Im Unterschied zum obigen Operator
wirkt
auf nur einer Menge (während
zwei Mengen
und
zu einer neuen Menge
verknüpft, wirkt
auf nur einer Menge).
[Bearbeiten] Überblick
[Bearbeiten] Die einzelnen Verknüpfungen
[Bearbeiten] Durchschnitt
Der Durchschnitt zweier Mengen
und
ist die Menge aller Objekte, die sowohl Elemente der Menge
als auch der Menge
sind. Ihr Symbol ist
. Die Schreibweise für den Schnitt zwischen zwei Mengen
und
ist
und wird „
geschnitten
“ ausgesprochen.
| Definition (Durchschnitt):
Der Durchschnitt
|
| Beispiel (Durchschnitt):
|
[Bearbeiten] Disjunkte Mengen
Zwei Mengen
und
, die keine gemeinsamen Elemente besitzen, nennt man disjunkt. Damit sind
und
dann und nur dann disjunkt, wenn
ist.
| Definition (disjunkte Menge):
Zwei Mengen nennt man disjunkt, wenn sie keine gemeinsamen Elemente besitzen: |
und 
und 
und 
und 
und 
Antwort:
und
sind nicht disjunkt, weil sie beide -1 als Element besitzen.
und
sind disjunkt, weil sie keine gemeinsamen Elemente besitzen.
und
sind nicht disjunkt, weil sie zum Beispiel die Zahl 0 als gemeinsames Element besitzen.
und
sind disjunkt, weil
ist.
und
sind nicht disjunkt, weil sie
als gemeinsames Element besitzen.
ist
disjunkt?
ist mit jeder Menge
disjunkt, weil
ist.
zu sich selbst disjunkt?Eine Menge
ist genau dann zu sich selbst disjunkt, wenn
ist. Wegen
ist dies genau dann der Fall, wenn
ist:
[Bearbeiten] Vereinigung
Eine weitere wichtige Verknüpfung zwischen Mengen ist die Vereinigung. Die Vereinigung zweier Mengen ist diejenige Menge, die alle Elemente beider Mengen enthält. Ein Element
ist also genau dann in der Vereinigung von
und
, wenn
in
und/oder
in
ist. Die Vereinigung wird durch
gekennzeichnet (ausgesprochen: „
vereinigt
“).
Möchte ein Autor deutlich machen, dass die vereinigten Mengen disjunkt sind, so schreibt er in der Regel
(ausgesprochen: „
disjunkt vereinigt mit
“). Der Operator
wird disjunkte Vereinigung genannt.
| Definition (Vereinigung):
Die Vereinigung |
| Beispiel (Vereingung):
|
[Bearbeiten] Differenz
Mit Hilfe der Differenz kannst du alle Elemente einer Menge
bestimmen, die außerdem nicht in einer zweiten Menge
liegen. Ein Objekt
liegt genau dann in der Differenz von
und
, wenn
ein Element von
aber kein Element von
ist. Für die Differenz von
und
schreibt man
(ausgesprochen: „
ohne
“). Seltener wird in der Literatur ein Minuszeichen verwendet:
.
| Definition (Differenz):
Die Differenz |
| Beispiel (Differenz):
|
[Bearbeiten] Symmetrische Differenz
Die Symmetrische Differenz zweier Mengen
und
ist die Menge aller Objekte, die in genau einer der Mengen
und
enthalten sind. Ist also
ein Element aus der symmetrischen Differenz von
und
, so ist entweder
oder
und
kein gemeinsames Element der Mengen
und
. Ihre Schreibweise ist
(ausgesprochen: „symmetrische Differenz von
und
“).
| Definition (symmetrische Differenz):
Die symmetrische Differenz |
Antwort:
[Bearbeiten] Komplement
Das Komplement
einer Menge
ist die Menge aller Objekte der Grundmenge, die keine Elemente von
sind. Ist in einem Text keine Grundmenge angegeben, so ergibt sich diese aus dem Kontext. So wird bei einem Text über die reelle Analysis die Grundmenge meistens die Menge der reellen Zahlen
sein. Die Schreibweise für das Komplement von
ist
(ausgesprochen: „Komplement von
“).
| Definition (Komplement):
Das Komplement |
. Bilde folgende Komplemente:
Antwort:
[Bearbeiten] Gesetzmäßigkeiten
[Bearbeiten] Assoziativgesetze
[Bearbeiten] Kommutativgesetze
[Bearbeiten] Distributivgesetze
[Bearbeiten] Idempotenzgesetze
[Bearbeiten] Absorptionsgesetze
[Bearbeiten] De-Morgansche Regeln
[Bearbeiten] Gesetzmäßigkeiten zur Differenz
[Bearbeiten] Weitere Regeln
Im Folgenden sei
die Grundmenge.






und 

und 
und
ist.


























































