Mathematik: Lineare Algebra: Eigenwerte: Das charakteristische Polynom
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Das charakteristische Polynom ist ein spezielles Polynom, durch welches sich bestimmte Aussagen über lineare Abbildungen oder quadratische Matrizen machen lassen. Außerdem hängt es sehr eng mit den Gebieten der Eigenwerte und Eigenvektoren zusammen, welche sich (oftmals) nur damit berechnen lassen.
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[Bearbeiten] Definition
[Bearbeiten] für Endomorphismen
Es seien
ein w:Endomorphismus von V und die w:Dimension
.
Dann wird
als das charakteristische Polynom von
definiert und es gilt:
.
[Bearbeiten] für Matrizen
Es sei
, wobei
ein Körper ist, dann wird pA als charakteristisches Polynom von A bezeichnet und es gilt:
. (Wobei E die Einheitsmatrix ist.)
[Bearbeiten] Sätze
- Zwei Matrizen haben dasselbe charakteristische Polynom, wenn sie ähnlich sind.
- Wenn das charakteristische Polynom pA in Linearfaktoren zerfällt, dann nennt man A zerfallend über
.
[Bearbeiten] Beispiele
[Bearbeiten] Ein allgemeines Beispiel
Es sei
.
Dann ist das charakteristische Polynom pA von A :


Das charakteristische Polynom pA ist also (a − λ)(d − λ) − bc.
Anmerkung:
Löst man diese Gleichung (also das charakteristische Polynom) nun nach λ auf, so hat man die w:Eigenwerte zur Matrix A gefunden.
[Bearbeiten] Ein Beispiel zu Linearfaktoren
Es sei
.
Dann ist das charakteristische Polynom pB von B:


Das charakteristische Polynom pB ist also (a − λ)(b − λ).
B ist zerfallend und aus den Linearfaktoren von pB kann man unmittelbar erkennen, dass die w:Eigenwerte a und b sind.
[Bearbeiten] Zahlenbeispiel
Es sei
.
Dann ist das charakteristische Polynom pC von C:


Das charakteristische Polynom pC ist also − λ3 + 2λ2 + 2λ.
-- Domino 18:08, 6. Apr. 2008 (CEST)