Mathematik: Lineare Algebra: Vektorräume: Definition

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Wikibooks-logo.svg Mathematik One wikibook.svg Lineare AlgebraWikibooks buchseite.svg Vektorräume


Ein Vektorraum über dem Körper K – oder kurz \mathbf{K}-Vektorraum – ist eine nichtleere Menge V mit einer Addition +\colon V \times V \to V und einer Skalarmultiplikation \cdot\colon K \times V \to V, so dass (V, + ) eine abelsche Gruppe bildet und zusätzlich gilt:

  • Die Skalarmultiplikation ist assoziativ: a \cdot (b \cdot v) = (a \cdot b)\cdot v für alle a,b \in K, v \in V
  • 1 \in K ist das neutrale Element bezüglich der Skalarmultiplikation, das heißt für alle  v \in V gilt: 1 \cdot v = v

Zudem sind beide Verknüpfungen distributiv, so dass für a, b \in K, v, w \in V gilt:

  • (a+b)\cdot v = av + bv
  • a(v + w) = av + aw

Ein Beispiel für einen Vektorraum ist die euklidische Ebene \R^2 mit komponentenweiser Addition und Skalarmultiplikation. Anschaulich entspricht dies einer Ebene mit Nullpunkt, in der Vektoren durch Addition aneinandergesetzt und durch Multiplikation gestreckt werden.

[Bearbeiten] Unterräume

Eine Teilmenge U \subseteq V heißt Unterraum eines K-Vektorraums V, falls

  • 0 \in U
  • Für alle a \in K und v,w \in V gilt: av + w \in U.

U bildet selbst wieder einen Vektorraum. Aufgrund des geringeren Aufwands wird deshalb der Beweis, dass ein gegebenes V' einen Vektorraum bildet, nicht selten über die Unterraumeigenschaften geführt, nachdem zuvor ein geeigneter, V' umgebender Vektorraum V gewählt wurde.

Insbesondere sind {0} und V triviale Unterräume von V.

In der euklidischen Ebene sind beispielsweise alle Geraden durch den Nullpunkt Unterräume.

Ein um einen festen Vektor v \in V verschobener Unterraum U des Vektorraums V, das heißt eine Menge der Form

v + U := \{v+u\colon u\in U\}

heißt affiner Unterraum mit Translationsraum U.

Insbesondere ist die Lösungsmenge eines beliebigen linearen Gleichungsystems A \in M_n(K) – sofern nicht leer – ein affiner Unterraum mit v Lösung von Ax = b und U := \ker A.

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