Mathematik: Numerik: Numerik partieller Differentialgleichungen: Die Finite Elemente Methode
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[Bearbeiten] Die Finite-Elemente-Methode
[Bearbeiten] Problemstellung
Dieser Abschnitt beschreibt am Beispiel der stationären Reaktions-Diffusionsgleichung
wie elliptische Randwertprobleme mit der Finite-Elemente-Methode gelöst werden.
[Bearbeiten] Variationsformulierung
Nach Multiplikation dieser Gleichung mit einer Testfunktion
und Integration über Ω erhält man
Anwendung partieller Integration auf den ersten Term resultiert in
Das Randintegral verschwindet, weil für jede Testfunktion v | Γ = 0 ist. Für die Lösung u gilt also:
mit
Dies wird auch als schwache Formulierung bezeichnet, weil u nur einmal, und nicht zweimal differenzierbar sein muss. V ist hier eine Untermenge des Sobolevraums H1.

Die Bilinearform ist symmetrisch, stetig und koerziv.
induziert die Energienorm

[Bearbeiten] Ritz-Galerkin-Verfahren
Aus der Variationsformulierung lassen sich Finite-Elemente-Verfahren ableiten. Bei dem Ritz-Galerkin-Verfahren wird zur Bestimmung einer Approximation uh V auf einen endlichdimensionalen Teilraum Vh mit Basis ψ1,...,ψN wird dann zu
finde
, so dass 
Das Problem ist äquivalent zur Lösung eines linearen Gleichungssystems. Setzt man die Reihenentwicklung
in die vorige Gleichung ein, wobei man v = ψj wählt, dann erhält man

Das lineare Gleichungssystem für die Koeffizienten ci lautet abgekürzt
mit der sog. Steifigkeitsmatrix
und dem Ladevektor l, wobei
Ist a koerziv auf V, dann auch auf Vh, und das Gleichungssystem ist eindeutig lösbar.
Das Céa-Lemma zeigt die Optimalität von vh: Die Bilinearform
erfülle
u und uh seien Lösungen der Variationsaufgaben. Dann gilt:
[Bearbeiten] Finite-Elemente-Methode
Ein spezielles Ritz-Galerkin-Verfahren ist die Finite-Elemente-Methode (FEM). Dabei wird das Gebiet Ω in einfache Teilgebiete Ki,i = 1,...,n aufgeteilt. Häufig wählt man Dreiecke (im Fall d=2) oder Tetraeder (d=3). Die Triangulierung
muss zulässig sein, das heißt zwei Elemente T und T sind entweder disjunkt oder sie schneiden sich an einer Ecke oder einem Knoten.
Die Finite-Elemente-Methode wählt die Basis ψ1,...,ψn und den Raum Vh so, dass möglichst viele Einträge in A verschwinden, denn dann kann das Gleichungssystem effizient gelöst werden. Wenn die Basisfunktionen einen kleinen Träger haben, überschneiden sich die Träger nur weniger Basisfunktionen, und die Matrix A ist dünn besetzt.
Von der Wahl des Raumes Vh hängt die Approximationsgüte ab. Meistens werden stückweise definierte Polynome vom Grad k genommen, also
wobei
Die einfachsten Ansatzfunktionen sind Hutfunktionen, die erstmals 1943 von Courant verwendet wurden. Diese stückweise linearen Funktionen erfüllen die Lagrange-Eigenschaft

















