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Web 2.0[Bearbeiten]

Was bedeutet der Begriff "Web 2.0"?[Bearbeiten]

Die meisten Menschen assoziieren mit der „Version 2.0“ die technische Weiterentwicklung eines bestehenden Produkts. Im Falle von „Web 2.0“ beschreibt sie jedoch eine wesensmäßige Veränderung des Internets seit dem Platzen der „dotcom“-Blase. Richtig populär wurde der Begriff aber erst durch den von Tom O’Reilly verfassten Artikel „What is Web 2.0“ vom 30. September 2005.

Die Entstehungsgeschichte des "Web 2.0"[Bearbeiten]

Die Entstehung des World Wide Web – Web 0.5[Bearbeiten]

Das Web entstand 1989 am CERN (Europäische Organisation für Kernforschung) in Genf (Schweiz) als ein Projekt des Informatikers Tim Berners-Lee. Hierbei handelte es sich um den Aufbau eines neuen Hypertextsystems, das den weltweiten Austausch von Informationen zwischen Wissenschaftlern vereinfachen sollte.

Der Vorteil des WWW bestand vor allem darin, dass es unidirektionale Verlinkungen ermöglichte und auf dem freien Protokoll HTTP aufbaute. Um die Informationen zu visualisieren, entwickelte Berners-Lee zusätzlich den ersten Webbrowser, den er „World Wide Web“ nannte. Dieser war in der Lage, Texte anzuzeigen und zu editieren. Später erhielt er den Namen „Nexus“, damit es nicht zu Verwechslungen mit dem eigentlichen Web kam.

Zu eigentlicher Popularität außerhalb wissenschaftlicher Nutzerkreise gelangte das WWW erst durch die Veröffentlichung des von Marc Andressen 1993 entwickelten Webbrowsers „Mosaic“. Dieser war erstmals in der Lage, Texte und Grafiken in einem Fenster anzuzeigen. Die daraus resultierende Benutzerfreundlichkeit verhalf dem Internet zu einem explosionsartigen Wachstum, da es nun auch für Privatpersonen zugänglicher war.

Das „werbliche Web“ – Web 1.0[Bearbeiten]

Trotz hoher Verbindungs- und Telefonkosten, sowie geringer Übertragungsbandbreiten (Modem) konnte das Web ab 1993 schnell steigende Nutzerzahlen aufweisen. Der Handel reagierte prompt und entdeckte es als Werbeplattform. Seit diesem Zeitpunkt brachten hauptsächlich gewerbliche Anbieter das Netz voran, zum Beispiel mit Firmenhomepages oder Onlineshops. Der Fokus des Web 1.0 lag somit klar auf Infotainment und Werbung, weniger auf den heute weit verbreiteten Sozialisationselementen. Die Homepages waren meist statisch und gaben dem Nutzer kaum Möglichkeiten zur Gestaltung und Einflussnahme auf die Inhalte, auch eine Interaktion mit den Unternehmen selbst war nur sporadisch vorhanden.

Das Platzen der „dotcom“-Blase[Bearbeiten]

Spätestens durch die sinkenden Verbindungspreise und die Einführung von Breitbandanschlüssen (DSL) wurde das Internet Mitte der 90er Jahre zum Massenprodukt. Es entstand eine regelrechte Euphorie. In diese Zeit fällt auch die Gründung vieler Firmen, die sich nur über das Internet vermarkten wollten. Sie wurden hoch an der Börse gehandelt, allerdings blieben die erhofften Gewinne aus, so dass die meisten Unternehmen schließlich ihr Engagement aus dem Netz zurückzogen. Damit endete auch die Ära des „Web 1.0“.

Das „soziale Web“ – Web 2.0[Bearbeiten]

Geprägt wurde der Begriff „Web 2.0“ von Dale Dougherty und Craig Cline. Sie stellten fest, dass das Web seit dem Platzen der „dotcom“-Blase zunehmend anders von seinen Nutzern wahrgenommen und verwendet wird. Einer der Hauptaspekte besteht darin, dass sie Inhalte in entscheidendem Maße selbst erstellen und bearbeiten. Dazu vernetzen sich die Benutzer zusätzlich mit so genannter „sozialer Software“ untereinander. Typische Beispiele für Anwendungen des „Web 2.0“ sind Wikis, Blogs, soziale Onlinenetzwerke, Foren, Chats und Videoportale. Während im Web 1.0 hauptsächlich eine Beziehung zwischen Anbietern und ihren Kunden bestand, kommunizieren die Nutzer nun vermehrt untereinander.

Charakteristisch sind auch dynamische Inhalte und ständig aktualisierte Homepages, welche die statischen Webseiten zunehmend ablösen. Aus technischer Sicht bleibt das „Web 2.0“ allerdings eine Kombination aus bereits Ende der 90er entwickelten Methoden (z.B. Web-Service-API‘s, Ajax und RSS).

Beispiele für das "Web 2.0"[Bearbeiten]

Weblogs[Bearbeiten]

Weblogs sind meist öffentlich zugängliche Online-Tagebücher, in denen Autoren („Blogger“) über Aspekte ihres Lebens schreiben oder ihre Meinungen in spezifischen Themengruppen darstellen. Dabei findet oft ein Austausch mit den Lesern des Blogs statt. Die ersten Online-Tagebücher gab es bereits Mitte der 90er Jahre (Cybertagebücher, Moving Target), stark verbreitet wurden sie allerdings erst ab 1999. Mittlerweile finden sich die Begriffe „Blog“, „bloggen“ und „Blogger“ sogar im Duden.

Geschichte

Die ersten Weblogs tauchten Mitte der 90er Jahre auf. Sie wurden Online-Tagebücher genannt und waren Webseiten, auf denen Internetnutzer periodisch Einträge über ihr eigenes Leben machten. Die ersten deutschsprachigen Weblogs waren Robert Brauns Weblog, Moving Target und die Cybertagebücher.

Ab 1996 wurden Services wie Xanga eingerichtet, die Internetnutzern auf einfache Weise das Erstellen eines eigenen Weblogs ermöglichten. Nach einem langsamen Start wiesen solche Seiten ab Ende der 1990er Jahre ein schnelles Wachstum auf. So wuchs Xanga von 100 Blogs im Jahr 1997 auf 20 Millionen im Jahr 2005.

Seit einigen Jahren wird das „Bloggen“ auch geschäftlich in so genannten Corporate Blogs oder Unternehmensblogs genutzt. So betreiben viele Medien inzwischen eigene Blogs, um ihren Leserkreis zu erweitern und Feedback von ihren Lesern einzuholen. Der amerikanische Wörterbuchverlag wählte die Kurzform „Blog“ sogar zum Wort des Jahres 2004.

Charakteristisches

In Deutschland gelten Weblogs als Telemedien (Telemediengesetz vom 18. Januar 200), damit unterliegen Weblog-Betreiber einigen Pflichten, wie zum Beispiel der journalistischen Sorgfaltspflicht oder der Impressumspflicht.

Weblog-Software kann entweder auf einem eigenen Webspace installiert (z.B. WordPress) oder als ASP-Dienst bei kostenlosen oder kostenpflichtigen Anbietern genutzt werden (z.B. Livejournal). Aufgrund einfacher Weblog Publishing Systeme können auch Nutzer, die über keine Programmier- und Webdesignkenntnisse verfügen, Blogs publizieren. So stehen für die gestalterische Anpassung viele Templates zur Verfügung. Einträge in Online-Tagebüchern verfügen meist über eine Kommentarfunktion, sind per RSS-Feed lesbar und können durch Schlagwörter (Tags) klassifiziert werden.

Flickr – Fotoportale[Bearbeiten]

Geschichte

Das Fotoportal Flickr wurde von der 2002 in Kanada gegründeten Firma Ludicorp ursprünglich als zusätzliches Feature für ein Onlinespiel entwickelt. Bis heute haben Internetnutzer bereits über zwei Milliarden Bilder auf das Fotoportal hochgeladen, nach eigenen Angaben verzeichnet Flickr zudem ca. 5000 Seitenzugriffe pro Minute.

Funktionen

Der Nutzer kann mithilfe von Flickr seine Fotos in Kategorien (Tags) ordnen und sie in Alben verwalten. Andere User können die hochgeladenen Bilder zudem durch Bildausschnitte kommentieren. Darüber hinaus stehen eine Vielzahl von RSS-Feeds zur Verfügung, die die Darstellung der Bilder auf beliebigen Webseiten oder das Finden neuer Bilder zu einem bestimmten Thema vereinfachen sollen.

Das Fotoportal bietet außerdem eine spezielle Suchfunktion an, um gemeinfreie Bilder und Bilder mit Creative-Commons-Lizenzen zu finden, die dem Benutzer eine Weiterverarbeitung gestatten.

Neben Flickr existieren noch viele weitere Fotoportale, wie etwa fotocommunity.de, deviantart und Fotolog.

Social Bookmarks[Bearbeiten]

Als Social Bookmarks werden Lesezeichen (zu interessanten Webseiten) bezeichnet, die ein User bei einem Anbieter im Internet anlegen kann. Dort hat er die Möglichkeit seine Lesezeichen selbst verwalten (hinzufügen, löschen, kommentieren) und mit Tags (Schlagwörtern) versehen. Die so entstehende Sammlung kann auch von anderen Internetnutzern eingesehen werden und lässt sich per RSS-Feed verfolgen.

Meist besitzen Social-Bookmarking-Anwendungen eine umfangreiche Suchfunktion, mit der nach Lesezeichen anderer User gesucht werden kann (Kategorien, Tags, Benutzer).

Vorteile gegenüber Lesezeichen, die in einem Browser abgelegt werden - mobiler Zugriff, unabhängig vom Rechner - kollektive, öffentliche Sammlung - „Stöbern” in Themengebieten, die einen interessieren - Nutzer mit ähnlichen Interessen beobachten

Geschichte

Als Pioniere der Social-Bookmarking-Anwendungen gelten del.icio.us (2003) und OneView (erhielt bereits 1999 den deutschen Multimedia-Award für dieses Konzept).

Weitere Social-Bookmarking-Anwendungen: Digg, Mister Wong, Netselektor, Yigg, ...

Wikis[Bearbeiten]

Wikis (hawaiianisch: schnell) sind einfache Content Management Systeme (CMS), die es ermöglichen, Inhalte im Internet zu veröffentlichen, die im Prinzip von jedem Nutzer (ohne Registrierung) bearbeitet werden können. Die meisten Wikis bieten darüber hinaus Funktionen an, die unerwünschte Zugriffe verhindern können, wie zum Beispiel die Versionisierung (Backups von älteren Versionen des Inhalts) und beschränkte Zugriffskontrollen.

Zum Betreiben einer Wiki benötigt man eine Wiki-Engine (z.B. das Open-Source-Projekt MediaWiki), die auf einem Server installiert wird.

Das erste Wiki (WikiWikiWeb) wurde von Ward Cunningham ab 1994 entwickelt. Das bekannteste Beispiel für eine Wiki ist die freie Enzyklopädie Wikipedia.

Wikipedia

Ab 2001 entwickelt, existiert Wikipedia heute in mehr als 250 Sprachen. Der Gesamtumfang des Projekts umfasst mittlerweile über zehn Millionen Artikel, davon ca. 700.000 deutsche (Stand: Januar 2008). Wikipedia ist ein Projekt der Non-Profit-Organisation „Wikimedia Foundation“, weshalb die freie Enzyklopädie auch in Zukunft werbefrei bleiben wird. Die Inhalte sind in der Regel frei, praktisch alle Texte stehen unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation.

Gemeinsam durch virtuelle Welten – MMORPG’s und MUD’s[Bearbeiten]

Das MMORPG (Massively Multiplayer Online Role Playing Game) ist ein ausschließlich über das Internet spielbares Rollenspielgenre, bei dem sich meist tausende Spieler in einer virtuellen Welt aufhalten. Der Schwerpunkt liegt vor allem auf der Interaktion zwischen den Usern, wie zum Beispiel dem gemeinsamen Lösen von Aufgaben (Quests), dem Zusammenfinden in einer Gruppe (Gilden, Housing) oder dem Kampf gegeneinander (Player vs. Player).

Die virtuellen Welten werden von der Betreiberfirma meist über Jahre entwickelt, weswegen neben dem Kauf des Spiels oft monatliche Kosten für Betrieb und Wartung der Server anfallen. In einigen Geschäftsmodellen, wie zum Beispiel in der Online-3D-Infrastruktur „Second Life“, können Spieler auch virtuelle Gegenstände für echtes Geld erwerben.

Ihre Anfänge nahmen die MMORPG’s aus den so genannten Multi User Dungeons (MUD’s).

Als eines der ersten grafischen MMORPGs kann Neverwinter Nights bezeichnet werden, welches 1991 erschien. Es bot dem Spieler die Vorteile eines Einzelspielertitels (akzeptable Grafik, einfache und intuitive Bedienung) zusammen mit der bisher nur von MUD’s bekannten Interaktion mit anderen Spielern. Die damaligen Grenzen für gleichzeitig anwesende Spieler in einer Spielwelt waren viel enger als heute. So startete man mit circa 50 Spielern gleichzeitig. Die maximale Anzahl an Usern, die Neverwinter Nights gespielt haben, betrug 115.000.

Heute ist das 2005 erschienene „World of Warcraft“ das erfolgreichste MMORPG mit 10,7 Millionen Spielern weltweit.


Social Software[Bearbeiten]

Definition[Bearbeiten]

Software, die aktive Kommunikation und Interaktion mit den Nutzern ermöglicht, sowie deren Vernetzung erlaubt.

Die Definition ist sehr schwammig, da es sehr viel Software und Programme gibt, die diese Kriterien erfüllen, jedoch unter Umständen nicht zu Social Software nach dem heutigen Verständnis gehören. Social Software unterscheidet sich von normalen Präsentations- und Kommunikationsformen dadurch, dass man aktiv auf den Daten und Informationsaustausch einwirken kann. In Zusammenhang mit Web 2.0 werden vor allem diejenigen Programme als Social Software bezeichnet, die besonderen Stellenwert auf die benutzerbasierte Erstellung von Inhalten legen.

Zu den wichtigsten Funktionen von Social Software zählen: - Kommunikation - Interaktion - Datenaustausch - Kollaboratives Arbeiten

Nicht jede Social Software muss all diese Funktionen beherrschen, vielmehr spezialisieren sich die einzelnen Programme größtenteils nur auf einzelne Bereiche.

Geschichte des Begriffs[Bearbeiten]

Aufgekommen ist der Begriff 2002 im Zuge der Webs 2.0 Entwicklungen wie Wikis oder Weblogs. Die Ideen, die sich hinter dem Begriff verbergen existieren jedoch schon wesentlich länger, wie Christopher Allen in seinem Blog Beitrag „Tracing the Evolution of Social Software“ [(http://www.lifewithalacrity.com/2004/10/tracing_the_evo.html)] beschreibt. Allen zufolge beschreibt die Grundidee hinter dem Begriff „Social Software“ den historischen Verlauf der Computer- und Internetentwicklung, ab dem Zeitpunkt, als Vannevar Bush seine Theorien über ein Gerät, dass er „Memex“ (einem Gerät zur mechanischen Speicherung von Kommunikation, Büchern, und anderen Aufzeichnungen) nannte, zu Papier brachte. Damit zeigt sich auch das Problem einer großen Begriffsunschärfe, da sich mit der Weiterentwicklung und Verbesserung der Computerwissenschaften auch die Bedeutung von „Social Software“ immer wieder gewandelt und erweitert hat.

Arten von Social Software[Bearbeiten]

In Anbetracht der verschiedenen Funktionen von Social Software, haben sich zu Zeiten von Web 2.0 bestimmte Anwendungsbereiche und Gattungen herauskristallisiert, die im Folgenden näher beschreiben werden. Man sollte sich dabei jedoch stets vor Augen führen, dass der Begriff Social Software nicht unbedingt mit einem bestimmten Programm oder Software assoziiert werden kann, sondern vielmehr mit bestimmten Funktionen und Design-Entscheidungen. Ein Beispiel für eine Kategorisierung von Social Software nach dem Nutzen für den Anwender gibt zum Beispiel das Online Magazin Science Garden (Brückmann, Februar 2007):

- Shared Content Services (Youtube, Flickr, WordPress…) - Collaborative Content Managememt (Wikipedia, Readers-Edition…) - Social Networking Services (MySpace, StudiVZ, Facebook…) - Communication and Support Services (Skype, MSN, Google Maps…) - Social Commerce (Ebay, Amazon.com…)

Wichtige Funktionen von Social Software[Bearbeiten]

Durch das Aufkommen von Web 2.0 und Social Software haben sich bei Websites und Online Portalen bestimmte Funktionen herausgebildet, die dem Nutzer teilweise neue Möglichkeiten in der freien Ausgestaltung von Inhalten ermöglichen, oder das Surfen im Internet allgemein erleichtern. Die wichtigsten Funktionen werden hier kurz vorgestellt:

Mashups[Bearbeiten]

Das System des Einbindens verschiedener Inhalte wird als Mashup bezeichnet. Damit wird die Funktion bezeichnet, verschiedene Inhalte, wie zum Beispiel Videos, Bilder, Text oder Musik in einer Anwendung zu vereinen.

RSS Feeds[Bearbeiten]

Ein RSS („Really Simple Syndication“)- Feed ist eine XML basierte Datei, die, ähnlich einem Newsticker, das Abonnieren von Inhalten bestimmter Websites ermöglicht. Die aktuelle Version ist 2.0. Die Versionen vor 2.0 wurden noch als „Rich Site Summary“ bezeichnet.

Um einen RSS-Feed zu benutzen, muss nur auf das entsprechende RSS-Symbol der Website geklickt werden, und der Feed durch den Button „abonnieren“ aktiviert und nutzbar gemacht werden.

Um sich die Informationen anzeigen zu lassen, stehen dem Nutzer verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung. Entweder er lädt den Feed direkt in seinen Web-Browser, nutzt spezielle Feed-Reader Programme oder verwendet Online Web Portale als Reader Seiten. Ein Beispiel hierfür wäre die Suchmaschinen-Seite Google, auf deren Unterseite iGoogle RSS-Feeds angezeigt werden können.

Populär geworden sind RSS Feeds vor allem als bevorzugte Verbreitungsmethode von Podcasts und Videocasts. Bekanntestes Beispiel stellt hier sicher das Musik-Download-Portal iTunes dar, wo auch Podcasts per RSS-Feeds abonniert werden können.

RSS Feeds können individualisiert werden. So können gezielt Informationen herausgefiltert werden. So zeigt das unten befindliche Video zum Beispiel, wie man sich über bestimmte Auktionen bei Ebay benachrichtigen lassen kann. Somit steht dem Anwender eine Vielzahl von Nutzungsmöglichkeiten zur Verfügung.

Tags / Folksonomy[Bearbeiten]

Das gemeinschaftliche Indexikalisieren durch frei wählbare Schlagwörter wird gemeinhin als Folksonomy bezeichnet. Der Begriff stellt eine Zusammensetzung aus den Wörtern „Folk“ und „Taxonomy“ dar, beschreibt also dass Klassifizieren durch gewöhnliche Personen. Hierbei werden mit Hilfe von frei wählbaren, nicht vorgegebenen Schlagwörtern, so genannten „Tags“ bestimmte Inhalte gekennzeichnet und für öffentliche Suchmaschinen gekennzeichnet. Durch gemeinschaftliches Indexikalisieren können die Nutzer so bestimmte Inhalte mit spezifischen Schlagwörtern versehen, damit Sie auf einfachem Wegevon anderen Benutzern gefunden werden können. Eine Liste der Schlagwörter sowie deren Relevanz bezüglich der verschlagworteten Inhalte kann mit Hilfe von „Tag-Clouds“ ermittelt werden.

Widgets[Bearbeiten]

Widgets sind kleine Programme, die nicht eigenständige Anwendungen darstellen, sondern vielmehr in die grafische Benutzeroberfläche eines Programms oder Dienstes eingebunden werden. Eine andere Bezeichnung hierfür ist „Applet“ (Abkürzung für „Applikation“) Man unterscheidet Online und Offline Widgets, wobei die Grenzen seit Windows Vista immer mehr verschwimmen. Widgets werden verwendet, um bestimmte Funktionen wie Uhrzeitabruf, Wetter-Services, Terminplanung oder diverse Player in eine Anwendung zu implementieren.


Beispiele von Social Software und Web 2.0 Anwendungen[Bearbeiten]

Youtube[Bearbeiten]

You („du“) Tube ( umgangssprachlich für „Fernseher“): Englisch für „du sendest“

Ein Online Videoportal, dass es den Nutzern erlaubt, verschiedene Videoclips anzusehen und bei Registrierung eigene Videos auf die Seite zu laden.

Geschichte

Gegründet im Februar 2005 von den ehemaligen PayPal Mitarbeitern Steve Chen, Chad Hurley und Jawed Karim. Der Sitz des Unternehmens liegt in San Bruno, Kalifornien.

Bereits ein Jahr später hatte Youtube mit massiven Copyright-Verstößen der hochgeladenen Videos zu kämpfen. Besonders längere Videos waren laut Analyse der Betreiber gefährdet. Daher wurde im März 2006 eine Upload-Grenze von 100MB oder 10 Minuten Videomaterial eingeführt, um die Copyright Probleme zu unterbinden. Mit einem „Director Account“ lassen sich auch weiterhin längere Videos auf die Seite laden, Normalnutzer können diese Sperre jedoch nur mit bestimmten Tricks umgehen.

Am 9. Oktober 2006 wurde Youtube dann vom Suchmaschinenbetreiber Google aufgekauft. Das Unternehmen bleibt aber weiterhin unter selbstständiger Verwaltung.

Das Unternehmen mauserte sich innerhalb kürzester Zeit zum Marktführer der am öftesten besuchten Videoportale im Internet. Allein ind en USA beträgt der Marktanteil 73% (Stand März 2008, Marktforschungsinstitut Hitwise)

Technik

Youtube wird in mittlerweile in 12 verschiedenen Sprachen angeboten. Gespeichert werden die Videos von Youtube im Flash Format mit dem Sorenson Spark H.263 Video Codec, was auch eine Übertragung der Videos auf portablen Geräten wie etwa dem IPod von Apple ermöglicht. . Hochgeladen werden könne Videos im WMV, .AVI, .MOV, MPEG und MP4 Format. Die Größe der Videodateien ist auf 100MB bzw. 1 GB bei Verwendung des Youtube Uploaders beschränkt. In beiden Fällen darf die Länge des Clips jedoch nicht 10 Minuten überschreiten. Youtube empfiehlt eine Videoauflösung von 640x480 Pixel. Bei der Konvertierung rechnet das Videoportal die Videos auf eine Auflösung von 320x240 Pixel bei einer Bitrate von 314 KB/S herunter, was zwar zu einem massiven Qualitätsverlust führt. Die Soundwiedergabe erfolgt in Mono. Seit März 2008 ermöglicht Youtube das Abspielen von Videos in „High Quality“ (Erhöhung der Auflösung auf 480x360 Pixel im AVC Format).

Der Shared Content Aspekt von Youtube

Das, was Youtube und die vielen anderen verfügbaren Videoportale wie MyVideo.de oder Veoh.com, zu einer Web 2.0 Anwendung macht, ist der Gedanke des „Shared Contents“. Mit Youtueb ist es möglich, eigene Videos zu veröffentlichen und anderen Nutzern zugänglich zu machen. Die Nutzer können die Videos kommentieren, bewerten, abonnieren und in andere Anwednungen einbinden. Es können ganze Profile, ganze im Sinne von Social-Network -Services angelegt werden. Videobotschaften könne an andere Nutzer übermittelt werden, Playlisten und erstellt und veröffentlicht werden. Außerdem erlaubt es Youtube, Videos in andere Anwendungen einzufügen.


MySpace[Bearbeiten]

--> „Mein Raum/ Platz“

Eine Website, die das Einrichten Sozialer Netzwerke erlaubt.

Geschichte

Der Service wurde im August 2003 durch Tom Anderson, Chris de Wolfe, Brad Greenspan und Josh Berman gestartet. Der Schwerpunkt lag damals vor allem auf Musik. Nutzer konnten erstmals mit Bands direkt in Kontakt treten, Hörproben anhören oder sich über aktuelle Tourneedaten informieren Im Juli 2005 wird der Service vom Medienmogul Rupert Murdoch für 580 Millionen Dollar aufgekauft. Seitdem öffnet sich MySpace auch anderen Multimedialen Inhalten (Bilder, Videos, Slideshows…) Derzeit arbeiten etwa 300 Angestellte im Firmensitz in Beverly Hills, Kalifornien. Das Unternehmen verzeichnet mittlerweile über 180 Millionen registrierte Nutzer.

Nutzer können sich untereinander verlinken und Communitys, Gruppen und soziale Netzwerke gründen. Mittlerweile gibt es über 180 Millionen registrierte Nutzer (inoffizieller Stand 2008, Quelle Wikipedia)

Social Networking

MySpace bietet dem registrierten Benutzer eine Fülle von Möglichkeiten, sein Profil zu gestalten. Allen voran lassen sich Blogs, Videos, Musik und Bilder auf das Profil laden. Es lassen sich multimediale Inhalte von anderen Webseiten einbinden. Inhalte vom eigenen Computer Hochladen oder selbst per Editor kreieren. Hauptaugenmerk liegt aber klar auf der Vernetzung der einzelnen User. Hier stehen dem Benutzer eine Fülle von Suchoptionen, Gruppenkriterien und anderen Optionen zur Verfügung.


Ebay[Bearbeiten]

Online Auktionshaus und Shop-Angebot Slogan: What ever it is, you can get it on eBay., and Shop victoriously!


Geschichte

Ebay wurde von Pierre Omidyar im September 1995 in San Jose, Kalifornien, ins Leben gerufen. Der Erste versteigerte Gegenstand war ein kaputter Laser Pointer von Omidyar selbst. Mittlerweile hat das Unternehmen über 11,000 Angestellte weltweit. Mittlerweile existiert die Website in 30 verschiedenen Ländern.

Funktionen

Nutzer können individuelle Angebote formen und untereinander in Kontakt treten / handeln. Es können Waren entweder direkt verkauft werden, oder per Auktion nach einer festgesetzten Zeit versteigert werden. Ein detailliertes Bewertungssystem soll den Missbrauch der Auktionen und Betrüger entlarven und eine stabile Verhandlungsbasis sicherstellen. Auch der Verkauf in mehrere verschiedene Länder ist möglich.

Amazon.com[Bearbeiten]

US-Amerikanisches Online-Versandhaus Geschichte

Gegründet 1994 von Jeff Bezos, wurde es erstmals 1995 Online gestellt. Der Firmenhauptsitz befindet sich in Bacon Hill, Seattle. Ursprünglich als Online Büchershop gedacht, wurde das Angebot bald auch auf CD’s, DVD’s, Video, Haushaltswaren, Elektronik-, Software-, Fotoartikel und Zeitschriften ausgeweitet. Zudem wurde neben der Hauptseite in Amerika noch weitere länderspezifische Website Services in Japan, Deutschland, England, Österreich usw.

Funktionen

Eine der wichtigsten Funktionen von Amazon.com ist das Verfassen von Reviews zu angeboten Produkten. Nutzer können die angebotenen Produkte bewerten und von Ihren Erfahrungen mit eben diesen Berichten. Diese Reviews können dann wiederum von den Nutzern bewertet und kommentiert werden. Auf diese weise bietet Amazon.com ein großes Forum zum Erfahrungs- und Gedankenaustausch für die einzelnen Produkte. Daneben bietet Amazon.com auch noch die einzigartige Möglichkeit, die Suchverläufe der Benutzer zu speichern und auf Basis dieser Benutzerprofile spezifische Angebotsseiten zu erstellen. Der Seitenbesucher bekommt somit spezifisch für seine Vorlieben und Interessen zugeschnittenes Angebot vorgesetzt, und muss nicht manuell danach suchen. Diese individuelle Angebotsgestaltung ist ein Paradebeispiel für eine Web 2.0 Anwendung.