Musiktheorie: Was ist Musik?
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[Bearbeiten] Keine einfache Definition
Musik ist in erster Linie Kunst, die Art mit Geräuschen umzugehen, wie ein Maler mit Farbe, ein Bildhauer mit Meißeln oder der Dichter mit Worten. Somit ist die Theorie auch schon zu Ende, denn Kunst bedarf immer der Wahrnehmung durch einen Wahrnehmenden. Dieser hat gewisse angeborene Fähigkeiten und noch mehr erlernte. Musik muss also immer in einem zeitlichen, gesellschaftlichen und künstlerischen Rahmen betrachtet werden.
Wer es dennoch per Definition erklären möchte, dem kann man nur entgegnen: Musik ist die programmatische Anordnung von Geräuschen im Erfahrungsbereich des Menschen. Programmatisch bedeutet, dass es eine Methodik gibt, die Abfolge der Geräusche wenigstens zu notieren. Mit Erfahrungsbereich ist das gesamte Spektrum unserer Wahrnehmung gemeint, die in irgendeiner Form auf Druckänderungen in der Luft reagiert. Die Spanne reicht vom vibrieren des Brustkorbs durch starke tieffrequente Schwingungen, bis hin zur Bewegung der winzigen Sinneshärchen im Innenohr.
Somit hat man eine zeitlich und stilistisch neutrale Formulierung gefunden, dernach Eingeborenenstämme genauso musizieren, wie es John Cage, Carl Nielsen, Stockhausen, Westbam, Simon & Garfunkel, Lady Gaga und natürlich alle klassischen Komponisten gemeinsam tun und taten. Ob man damit immer den Geschmack aller trifft, nicht einmal auf Verständnis trifft oder vielleicht erst zu spätem Ruhm gelangt lässt sich bei keiner künstlerischen Betätigung sagen.