Notenlehre: Noten
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[Bearbeiten] Dauer der Noten
Die einfachste Art, Unterschiede zwischen Noten festzuhalten, ist die Länge der Noten. So wie es im Morsealphabet lange und kurze Zeichen gibt, so gibt es auch in der Musik lange und kurze Töne bzw. Noten. Mit dem kleinen aber feinen Unterschied, dass es in der Musik auch ganz kurze, mittellange oder ganz lange Töne oder Noten gibt. Die Länge der Noten wird relativ angegeben, relativ zur Länge eines Schlages. Ein Schlag ist das, was man hört, wenn ein Schlagzeuger ganz einfach den Rhythmus spielt ohne irgend welche Verzierungen. Genaueres dazu folgt später im Kapitel über den Takt. Fürs Erste soll als Definition folgendes herhalten:
Ein Schlag dauert so lang wie man braucht, um in die Hände zu klatschen ohne sich besonders anzustrengen, wenn zu Anfang die Arme links und rechts vom Körper weggestreckt sind ("Verkehrspolizisten-Stop-Position").
Natürlich gibt es auch kürzere Noten als die Viertel-Note!
Eine gute Übersicht über die Verhältnisse der Notenlängen erhält man, wenn man sich die sog. Notenpyramide anschaut (siehe Bild). Jede der Zeilen dauert gleich lang. Dort ist auch eine weitere Besonderheit zu sehen, die die Achtel-Note und kürzere Noten betrifft: Hier können die Notenhälse (das sind die Striche, die von dem runden Teil der Note weggehen) über die Fahnen (das sind die komischen Haken) miteinander verbunden werden.
Außerdem gibt es noch eine weitere Möglichkeit, Noten zu verlängern, die sog. punktierten Noten. Dabei wird hinter den Notenkopf (der runde Teil der Note) ein Punkt gemacht. Ein Punkt verlängert eine Note um die Hälfte ihres Wertes, also ist ein punktierte halbe Note so lang wie drei Viertel-Noten. Ganz selten sieht man auch doppelt punktierte Noten. Mit dem zweiten Punkt wird die Note noch einmal um ein Viertel ihres (ursprünglichen) Wertes verlängert.
[Bearbeiten] Dauer der Pausen
Nicht an jeder Stelle eines Stückes soll das Instrument einen Ton von sich geben. Um dies erkennbar zu machen, wurden parallel zu den Notensymbolen die Pausensymbole erfunden. Die Einteilung der Pausen wird dabei nach dem selben System vorgenommen, wie es bei den Noten der Fall ist. Somit gibt es parallel zu jeder Note auch die entsprechende Pause.
[Bearbeiten] Tonhöhe der Noten
[Bearbeiten] Das 5-Linien System
All das würde aber noch relativ wenig bringen, denn was haben wir von Musik ohne unterschiedliche Tonhöhen? Deshalb werden die Noten nicht einfach auf Karopapier notiert sondern in sogenannte Notenzeilen. Das sind Liniensysteme mit mehreren Linien. Das für die allermeisten Instrumente verwendete Liniensystem ist das 5-Linien System (Ausnahmen bilden meines Wissens nur noch das 1-Linien-System für Schlaginstrumente und eines mit mehr Linien für Harfe). Die Linien dienen dem Zweck, die Tonhöhe der Noten genau einordnen zu können. Grundsätzlich gilt:
- Je weiter eine Note oben steht, desto höher ist der zu spielende Ton.
- Je weiter eine Note unten steht, desto tiefer ist der zu spielende Ton.
Noten können dabei entweder zwischen zwei Linien oder genau auf einer Linie (so dass der Kopf quasi durchgestrichen ist) notiert werden. Notensysteme werden von links nach rechts und von oben nach unten gelesen, genau wie unsere Schrift. Die Notenschrift ist nichts weiter als eine andere Art des Schreibens, in der es nicht um das Festhalten von Sprache geht, sondern um die Niederschrift von Musik. Dementsprechend ist auch das Aneignen der Notenschrift sehr gut vergleichbar mit dem Erlernen von Lesen und Schreiben. Hier macht ganz klar nur Übung den Meister!
[Bearbeiten] Notennamen
Die Noten werden übrigens - wenn wir schon gerade bei den Parallelen zur Schrift sind - nach den Buchstaben benannt. International sind das die ersten 7 Buchstaben des lateinischen Alphabets, also A, B, C, D, E, F, G. Im deutschsprachigen Raum wird B nicht für einen der Standard-Töne verwendet sondern für eine Besonderheit, die im nächsten Kapitel erklärt wird. Stattdessen wird (an der Stelle des B) der achte Buchstabe des Alphabets, also das H verwendet. ( siehe: Das Problem mit dem Notennamen H)
Im Folgenden wollen wir uns nun ansehen, wo die verschiedenen Notennamen nun in der Liniatur einzuordnen sind. Links neben jeder Note ist ein Violinenschlüssel abgebildet. Er ist für die Benennung der Noten erforderlich, wir wollen ihn aber an dieser Stelle noch außen vor lassen.
Sehen wir uns zunächst mal die tiefen Noten an:
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Das tiefe C hat eine Sonderstellung im Notensystem. Da die 5er-Liniatur nicht reicht um es unverwechselbar aufzuschreiben, wird die Note einfach waagerecht durchgestrichen. Im Prinzip handelt es sich dabei um die Ergänzung der 5er-Liniatur um eine 6. Linie, die sogenannte "Hilfslinie".
Jetzt kommt wieder das C. Diesmal eine Oktave höher:
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Wenn die 5er-Liniatur nach oben hin nicht ganz ausreicht, so wird sie einfach wieder durch "Hilfslinien" ergänzt. Dies ist der Grund, warum das hohe A und das hohe B über einen zusätzlichen, waagerechten Strich verfügen.
Wer Eselsbrücken sucht, um sich überhaupt Noten einzuprägen, für den ist hier eine kleine Hilfe geschrieben.













