Operation Overlord: Prolog

Aus Wikibooks
Wechseln zu: Navigation, Suche
Nuvola apps bookcase 2.svg Geschichte Nuvola apps bookcase 1.svg Inhalt Nuvola apps bookcase 1 blue.svg nächstes Kapitel


In den 1920er und 1930er Jahren erlangte in weiten Teilen Europas der Faschismus als politische Richtung zunehmend Bedeutung. Benito Mussolini riss mit dem Marsch auf Rom 1922 die Macht in Italien an sich. 1936 griff Italien, das immer engere Beziehungen zu Deutschland pflegte, Äthiopien an, im April 1939 wurde Albanien erobert.

In Deutschland spielte der Nationalsozialismus eine immer größer werdende Rolle, die 1933 mit der Ernennung von Adolf Hitler zum Reichskanzler einen vorläufigen Höhepunkt fand. Die außenpolitischen Ziele der daraufhin errichteten Diktatur waren die Revision des Versailler Vertrages, die Errichtung eines sogenannten Großdeutschen Reiches und die Eroberung von "Lebensraum im Osten". Mit dem Beitritt des Saarlands zum Deutschen Reich 1935, dem Einmarsch in das entmilitarisierte Rheinland 1936, dem Anschluss von Österreich und der Abtrennung des Sudetenlandes von der Tschechoslowakei im Münchener Abkommen 1938 wurden die ersten beiden Ziele weitgehend erfüllt. Die englische und französische Appeasement-Politik, die auf eine friedliche Verständigung mit Deutschland abzielte, kam Hitler dabei sehr gelegen. Selbst nach dem Einmarsch in die Resttschechei im März 1939 gab es lediglich Proteste auf englischer und französischer Seite. Kurz darauf trat Litauen das Memelland an Deutschland ab, die Slowakei wurde ein eigener Staat und durch einen Schutzvertrag eng an Deutschland gebunden. Es war offensichtlich, dass Polen das nächste Opfer sein würde, deshalb unterzeichneten die Regierungen Polens, Englands und Frankreichs Beistandsverträge. Im August 1939 unterzeichneten Adolf Hitler und Josef Stalin überraschend einen Nichtangriffspakt, der als Hitler-Stalin-Pakt in die Geschichte eingehen sollte. In einem geheimen Zusatzprotokoll des Paktes wurde die Aufteilung Polens, des Baltikums und Finnlands zwischen den beiden Staaten beschlossen.

Vorgeschichte 1935-1939

Am 1. September 1939 begann mit dem deutschen Angriff auf bzw. Einmarsch in Polen in Europa der Zweite Weltkrieg und am 3. September erklärten Frankreich und Großbritannien Deutschland den Krieg. 1940 marschierten Truppen des Dritten Reichs in Dänemark und Norwegen ein. Im Mai des selben Jahres begann der deutsche Westfeldzug. Mit der Eroberung der Benelux-Länder und Nordfrankreichs stieg der Druck auf Großbritannien, das ein schnelles Übersetzen der Deutschen über den Ärmelkanal befürchtete. Tatsächlich sollte mit der folgenden Luftschlacht um England eine entsprechende Invasion vorbereitet werden.

Der deutsche Russlandfeldzug begann am 22. Juni 1941. Für die Russen begann damit der Große Vaterländische Krieg zur Abwehr der deutschen Aggression. Durch die langanhaltenden Kämpfe wurde der russischen Führung unter Josef Stalin bewußt, dass nur eine Entlastungsfront im Westen der Roten Armee zu Gegenangriffen verhelfen konnte.

Die US-Amerikaner, die dem Krieg anfangs neutral gegenüberstanden, lieferten den Briten Waffen und andere Hilfsgüter. Dieses Vorgehen wurde im März 1941 durch eine Gesetzesänderung in den USA legalisiert. Nach dem Überfall Japans auf die amerikanische Pazifikflotte in Pearl Harbor am 7. Dezember 1941 und die am Tag darauf erfolgte Kriegserklärung Hitler-Deutschlands, befand sich das Land dann auch offiziell im Kriegszustand mit den Achsenmächten.

Trotz des japanischen Angriffs einigten sich die Regierungen der USA und Großbritanniens auf den Grundsatz "Germany first", d.h. auf die Niederringung Deutschlands als vordringliches Kriegsziel. Zu ersten Kampfhandlungen zwischen US-amerikanischen und deutschen Truppen kam es Ende 1942 in Nordafrika.