Praktikum Anorganische Chemie/ Blei

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Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Blei

[Bearbeiten] Nachweis als Bleiiodid

Nachweisreaktion
Reaktionstyp: Fällungsreaktion
pH <7 bis 7
Indikation gelber Niederschlag
[Bearbeiten] Durchführung
Skull and crossbones.svg

Gibt man zur der Analysenlösung etwas Wikipedia-logo.png Kaliumiodid so entsteht ein voluminöser gelber Niederschlag, der sich im Überschuss von Iodidlösung wieder löst.

Die Verbindung lässt sich auch Umkristallisieren: dafür erhitzt man die Lösung mit einem Bunsenbrenner, so dass das Wikipedia-logo.png Blei(II)-iodid wieder in Lösung geht. Nach dem Abkühlen fällt das Bleiiodid wieder in gelben glitzernden Plättchen aus.

[Bearbeiten] Erklärung
\mathrm{Pb^{2+} + 2 \ I^- \longrightarrow PbI_2 \downarrow}
Blei(II)-Ionen und Iodid-Ionen reagieren zum schwer löslichen, gelbfarbenden Blei(II)-iodid.

Nach Zugabe weiterer Iodidlösung reagiert das Blei(II)-Iodid zum farblosen Tetraiodoplumbat(II)-komplex weiter.

\mathrm{PbI_2 + 2 \ I^- \longrightarrow [Pb(I)_4]^{2-}}
Blei(II)-iodid und Iodid-Ionen reagieren zum gut löslichen, farblosen Tetraiodoplumbat(II)-komplex.
[Bearbeiten] Störung

Der Nachweis wird durch viele andere Schwermetall-Kationen gestört, daher müssen diese vorher abgetrennt werden. Im Kationentrennungsgang erfolgt dies in der Salzsäuregruppe und in der Schwefelwasserstoffgruppe.

[Bearbeiten] Nachweis als Bleichromat

Nachweisreaktion
Reaktionstyp: Fällungsreaktion
pH >7
Indikation gelber Niederschlag, in Natronlauge rot
[Bearbeiten] Durchführung
Skull and crossbones.svg

Bei Versetzen einer Blei(II)-Ionen-haltigen Lösung mit Wikipedia-logo.png Kaliumchromat kommt es zur Bildung eines gelben, in Wikipedia-logo.png Essigsäure und Wikipedia-logo.png Ammoniak unlöslichen, jedoch in Wikipedia-logo.png Natronlauge und Wikipedia-logo.png Salpetersäure löslichen, kristallinen Niederschlages. Die Kristallstruktur kann unter dem Mikroskop betrachtet werden. Dabei ist zu beachten, dass die Reaktion aufgrund des "Chromat-Dichromat-Gleichgewichtes" im richtigen pH-Wert-Bereich (am besten >6) durchgeführt wird.

Die schwach alkalische Lösung wird mit wenig verdünnter Kaliumchromat-Lösung versetzt und anschließend mit verdünnter Essigsäure schwach angesäuert, Folge: ein Niederschlag von gelbem, schwer löslichem Bleichromat, das sich in Essigsäure nicht löst, entsteht. Beim Behandeln mit etwas Natronlauge bildet sich rotes, basisches Bleichromat.

[Bearbeiten] Erklärung
\mathrm{Pb^{2+} + CrO_4^{2-} \longrightarrow PbCrO_4 \downarrow}
Blei(II)-Ionen und Chromat-Ionen reagieren zum schwer löslichen, gelbem Bleichromat.
\mathrm{2 \ PbCrO_4 + 2 \ NaOH \longrightarrow Pb_2(CrO_4)(OH)_2 + Na_2CrO_4}
Bleichromat reagiert mit Natronlauge zu rotbraunem basischem Bleichromat und Natriumchromat.
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