Praktikum Organische Chemie/ Extraktion im Scheidetrichter

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[Bearbeiten] Extraktion im Scheidetrichter

Man extrahiert gelöste Stoffe aus einer von zwei miteinander nicht mischbaren Phasen, um damit beispielsweise ein Lösungsmittel von einem gelösten Stoff zu befreien oder den gelösten Stoff zu isolieren.

Zu diesem Zweck gibt man zu einer bestehenden Lösung eine nicht mit dem Lösungsmittel mischbare Flüssigkeit, in der der gelöste Stoff besser löslich ist, z. B. gibt man zu Iod in wässriger Lösung Chloroform, und schüttelt beides im Scheidetrichter hinreichend lange aus. Nachdem sich die Phasen wieder getrennt haben, ist der gelöste Stoff (im Beispiel: Iod) in der Chloroform-Phase angereichert, in der er besser löslich ist. Dieses Verhalten wird für den gelösten Stoff mit dem Wikipedia-logo.png Nernstschen Verteilungssatz beschrieben.

Scheidetrichter

Der Scheidetrichter sollte zum Ausschütteln maximal zu 2/3 gefüllt sein. Außerdem ist darauf zu achten, dass während des Schüttelns oft ein Überdruck entsteht, besonders nach dem ersten Schütteln des mit einem Stopfen oben verschlossenen Scheidetrichters. Der Druckausgleich wird durch kurzzeitiges Öffnen des Hahnes am umgedrehten Scheidetrichter hergestellt, wobei darauf zu achten ist, dass falls Flüssigkeit aus dem Trichter ausfährt niemand gefährdet wird (am besten in einen Abzug zielen).

[Bearbeiten] Welche Phase verwerfen?

Unerfahrene Studierende und Praktiker verwerfen oft die falsche Phase, also z. B. die Phase in der sich das Zielmolekül befindet. Es wird empfohlen, beide Phasen so lange nicht zu verwerfen, bis der gewünschte Stoff isoliert und einwandfrei charakterisiert ist.

Generell gilt: organische Phasen sind meist leichter als Wasser und damit oben (1). Wenn sich Halogene an dem organischen Molekül befinden, kann die organische Phase auch schwerer werden und sich unten (2) befinden. Wenn man einen Tropfen destilliertes Wasser hinzugibt und schaut in welcher Phase er verschwindet, kann man auch schnell die wässrige Phase identifizieren.

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