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Programmieren: Einleitung

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[Bearbeiten] Was bedeutet "Programmieren"?

Ein Rechner ist dumm. Er kann nur eines: Rechnen. Eigentlich kann er nicht mal das. Er kann im Kern einfache logische Verknüpfungen durchführen, die sich interessanterweise so kombinieren lassen, dass er damit rechnen kann. Das kann er dann aber sehr, sehr schnell. Um nun den Rechner dazu zu verleiten, etwas Sinnvolles zu tun (wobei die Definition von „sinnvoll“ je nach Problemstellung verschieden sein mag), benötigt er eine Liste von Anweisungen, die er auszuführen hat. Solch eine Liste nennt man Programm. Das Erstellen einer solchen Liste wird als Programmieren bezeichnet, Personen, die diese Tätigkeit ausführen, heißen Programmierer.

Je nachdem, in welchem Umfeld ein Programmierer arbeitet, besteht das Programmieren aus unterschiedlichen Tätigkeiten. Manche Programmierer sind zum Beispiel an der Problemanalyse beteiligt, andere sind nur mit der Implementierung vorgegebener Lösungen beschäftigt. Verallgemeinert kann gesagt werden, dass die Tätigkeiten in großen Projekten spezialisiert sind, während in kleinen Projekten ein Programmierer alles macht (ob „machen darf“ oder „machen muss“ hängt dabei vom persönlichen Geschmack und Talent ab).

Ganz allgemein kann man das Programmieren in folgende Punkte unterteilen:

Problemanalyse
Bei der Problemanalyse wird ein gegebenes Problem daraufhin analysiert, in welche Teilprobleme man es zerlegen kann (sogenannt Top-Down, also „vom Groben ins Feine“), da ein riesiges Programm wie z. B. eine Textverarbeitung nie am Stück programmiert werden kann.
Entwerfen geeigneter Algorithmen
Das bedeutet, die zur Lösung des Problems nötigen Abläufe und Berechnungen zu bestimmen. In der Praxis entwirft man eher selten komplett neue Algorithmen. Stattdessen greift man zu bekannten Algorithmen, soweit es nur geht. Das Lernen der gängigen Algorithmen (oder zumindest zu wissen, welche es so gibt und wo sie stehen), gehört auch zum Erlernen des Programmierens.
Kodieren dieser Algorithmen in einer Programmiersprache
Die eventuell sehr abstrakt formulierten Algorithmen werden in ein konkretes Programm umgesetzt.

Das Programmieren ist nur ein Teil einer größeren Wissenschaft, die Programmentwicklung (engl. software engineering) genannt wird. Das sogenannte Software Engineering Body of Knowledge (SWEBOK) (Programmkonstruktwissen) des IEEE unterteilt die Programmentwicklung in zehn Wissensgebiete:

  1. Programmanforderungsanalyse (engl. software requirements)
  2. Programmentwurf (engl. software design)
  3. Programmierung (engl. software construction)
  4. Testen des Programms (engl. software testing)
  5. Warten des Programms (engl. software maintenance)
  6. Konfigurationsverwaltung (engl. software configuration management)
  7. Organisatorische Aspekte bei der Programmentwicklung (engl. software engineering management)
  8. Der Vorgang der Erstellung von Programmen (engl. software engineering process)
  9. Programmwerkzeuge und Verfahrensweisen bei der Programmentwicklung (engl. software engineering tools and methods)
  10. Qualitätssicherung (engl. software quality)

Dieses Buch beschäftigt sich hauptsächlich mit der Programmierung.



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