Programmieren: Spieleprogrammierung
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Wenn Sie davon ausgehen, dass man nach ein paar Stunden Programmieren-Lernen tolle moderne Computerspiele programmieren kann, dann müssen wir Sie enttäuschen. Das kann man leider nicht. Dafür gibt es zwei Hauptgründe:
- Man braucht sehr viel Wissen, zum Beispiel über Computergraphik-Algorithmen und Künstliche Intelligenz (KI), um den Kern eines Spiels (die sogenannte Game Engine) zu programmieren.
- Um die Game Engine herum finden viele weitere Arbeiten statt. Grafik-Designer in allen Variationen, Skript-Autoren usw. schaffen das eigentliche Spiel. Zahlenmäßig sind die Programmierer bei einer Spieleentwicklung üblicherweise in der Minderheit, und haben kaum Kontrolle über das eigentliche Spiel.
Was möglich sein sollte, ist, dass sie nach einiger Zeit Einfach-Spiele programmieren können. Das sind Spiele, wie sie zur Anfangszeit der Spieleautomaten oder der Spielekonsolen (damals noch Telespiele genannt) üblich waren. Das ist übrigens kein schlechter Einstieg in die Spieleprogrammierung. Ein einfaches Telespiel macht alleine schon deshalb Spaß, weil man es selbst programmiert hat.
Wenn Sie eine künstlerische Ader haben, dann ist eine andere Möglichkeit, dass Sie auf fertige Spieleentwicklungs-Umgebungen zurückgreifen. Auch bei diesen müssen Sie programmieren können, allerdings nur die Logik Ihres Spiels und nicht die komplizierte Game Engine. Die ist in diesen Systemen schon fertig. Zur Logik-Programmierung kommt dann das Erstellen eines "Drehbuchs" und das Graphik-Design hinzu.
Manche, nicht alle, Spieleentwicklungs-Umgebungen sind erstaunlich preiswert. Hier ein paar, die sogar kostenlos sind:
- The Nebula Device
- Irrlicht
- Object-Oriented Graphics Rendering Engine
- Open Dynamic Engine
- Genesis 3D
- Panda3D
Allerdings sind diese kostenlosen Systeme leider häufig nicht ganz so einfach zu verstehen.
Für preiswerte kommerzielle Systeme können sie im WWW mal nach den Stichworten Blitzbasic, DarkBASIC, 3D GameStudio oder 3Impact suchen (es gibt noch wesentlich mehr). Blitzbasic und DarkBASIC gelten auch als für Anfänger geeignet. Sie beruhen auf Varianten von BASIC, das im Übrigen eine Programmiersprache ist. Womit wir wieder beim eigentlichen Thema dieses Buchs sind.

