Ratgeber für Hobbyfilmer: Typische Anfängerfehler

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Wer als Anfänger erste Erfahrungen mit seinem Camcorder sammelt, macht dabei natürlich auch Fehler. Nachfolgend werden einige der häufigsten beschrieben und Tipps zu ihrer Vermeidung beschrieben.

Anstatt wie hier zu zoomen...wären zwei Sequenzen und ein Schnitt besser.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Schwenks und Zooms

Beim Filmen ist es sehr wichtig die natürlichen Sehgewohnheiten zu beachten. Anfänger neigen oft dazu, über Landschaften zu schwenken oder weiter entfernte Objekte heranzuzoomen. Beides ist für das Auge äußerst ungewöhnlich und unangenehm. Besser ist es daher Schwenks nur spärlich einzusetzen und langsam zu schwenken. Ebenfalls wichtig: Zuerst Start- und Zielpunkt auswählen! Lange, orientierungslose Schwenks auf der Suche nach einem geeigneten Motiv zerstören jeden Film!

Für den Zoom gilt dasselbe: nur spärlich oder besser noch gar nicht verwenden! Ansonsten gleicht das Ergebnis meist eher einer ruckeligen Kamerafahrt mit einem langsamen Start und hastig abgebrochenem Ende.

PRAXIS-Tipp
Achtung.png

Hersteller von Camcordern werben oft mit einem hohen digitalen Zoom. Dieser vergrößert jedoch nur den Bildauschnitt und sieht alles andere als schön aus.

[Bearbeiten] Länge der Einstellungen

Damit Ihre Filme nicht langweilig werden, sollten Sie darauf achten keine endloslangen Einstellungen zu zeigen. Grundstätzlich sollten diese maximal zehn Sekunden dauern. Als Faustregel gilt es aber hierbei noch zu beachten:

  • Bei Action: kurze Stücke, etwa 1-3 Sekunden.
  • Normal: ein Schnitt sollte hierbei etwa alle 5 Sekunden erfolgen.
  • Bei vielen Details: 10, besser aber noch etwa 8 Sekunden sind hier das Maximum.

[Bearbeiten] Gestaltung

Man sollte für den Anfang die oben genannten Hinweise beachten. Doch wer sich mit der Materie beschäftigt wird merken:

  • Es ist erlaubt, was spannend ist.

Das heißt auch lange oder extrem kurze Einstellungen können spannend sein. Hobby-Filmer überzeugen eher mit neuen Ideen als mit der reibungsfreien Umsetzung. (Bildqualität, Licht, etc.) Trotzdem sollte man auf die Technik achten. Denn der Zuschauer ist erbarmungslos. Jede Unschärfe, jeder Fehler lenkt den Zuschauer von eurer Geschichte ab.

[Bearbeiten] Der Timecode

Viele wollen gleich nach dem Filmen die Aufnahme schon auf der Kamera ansehen. Dabei kann es aber passieren, dass wenn man dann wieder auf das Ende der Aufnahme spult, der Timecode von dem Band wieder auf null zurückgesetzt wird. Man sollte also darauf achten nie zu weit vorzuspulen, denn die Kameras versuchen immer einen vorhandenen Timecode fortzusetzen. Bei einem einfachem Schnittprogramm ist das aber nicht so wichtig, doch wenn man sich das früh angewöhnt spart man sich später viel Arbeit. Bessere Schnittprogramme (wie Premiere) nutzen den Timecode beim Capturing und beim Archivieren von DV-Bändern.

[Bearbeiten] Spiel lassen

Egal ob man einen Spielfilm oder eine Aufnahme von der Geburtstagsfeier der Tante macht. Man sollte nicht sofort nach dem etwas vorbei ist (eine Szene, der Anschnitt des Kuchens) die Aufnahme beenden. Einfach weiterlaufen lassen. Man weiß vorher nie, wann man sich beim Schnitt noch eine Sekunde dazu wünscht. Das lässt einem mehr Spiel für die Schnitte. Schauspieler sollte man dazu bewegen noch etwas in ihrer Tätigkeit zu bleiben. Sie sollten also nicht gleich aus dem Bild hüpfen.

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