Schlaganfall: Einleitung
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Nach wie vor ist der Schlaganfall ein gefürchtete Erkrankung. Die Krankheit führt bei einem großen cerebralen Ausfall zu einer plötzlichen und meist unerwarteten schweren körperlichen und seelischen Beeinträchtigung. Dabei erkennt der Betroffene meist seine Situation noch sehr gut, was die Krankheit besonders schwer akzeptierbar macht.
Die Zahl der Schlaganfälle wird in den nächsten Jahren in Deutschland wahrscheinlich weiter zunehmen. Hauptgrund dafür ist das zunehmende Durchschnittsalter.
[Bearbeiten] Unbefriedigend
Vor allem die Behandlung des Schlaganfalles ist weiterhin als unbefriedigend zu bezeichnen. Wenn man die Schlaganfalltherapie beispielsweise mit der Behandlung des Herzinfarktes vergleicht, die sich in den letzten 20 jahren kontinuierlich verbessert hat, erkennt man, wie wenig sich beim Schlaganfall getan hat.
Auch die Diagnostik ist noch nicht ausreichend. Wünschenswert wäre eine schnelle nichtinvasive Darstellung des kompletten Gefäßsystems im Kopf, mit klarer Lokalisation des Verschlusses, um daraus für die Therapie sofortige entsprechende Schlußfolgerungen ziehen zu können.
Bislang gibt es keinen klinisch brauchbaren Parameter für die cerebrale Ischämie , wie zb Troponin für die kardiale Ischämie. Ein solcher Parameter wäre sehr wünschenswert und ist überfällig.
[Bearbeiten] Positives
Ein paar Lichtblicke gibt es trotzdem:
1.Die Vorbeugung des Schlaganfalles wird immer besser validiert. Was dem Herzen und den anderen Gefäßregionen zur Vorbeugung nützt, kann auch Schlaganfälle verhüten.
2.Die Therapie des Schlaganfalles auf einer intensiven Überwachungsstation mit Kontrolle und Therapie von einfachen Parametern wie Blutzucker, Temperatur, Blutdruck etc. erweist sich immer mehr als brauchbare und wirksame Behandlungsrichtlinie.
3.Die schnelle Lysetherapie beim ischämischen Hirninfarkt im 4,5 Stundenfenster hat zu Recht ihre Zulassung bekommen. Sie ist wirksam. Die Verbreitung dieser Therapie ist aber noch unzureichend.