Shibari/ Sicherheit
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Vorwort |
[Bearbeiten] Gefahrenzonen
An den rot markierten Stellen sollte kein Druck ausgeübt werden, da dort Nerven und Blutgefäße verlaufen!
Der vordere Hals sollte gänzlich Tabu sein, da es dort zu Blutstaus, Atemnot und Schocks kommen kann.
[Bearbeiten] Es gibt einige Regeln, die man beachten sollte
- Die Fesselung sollte immer unter Einverständnis aller beteiligten Personen stattfinden. Es darf keiner gezwungen werden und die Personen sollten im Besitz ihrer geistigen Kräfte sein.
- Man sollte vor und während einer Session keine Drogen irgendwelcher Art zu sich nehmen, da es sonst zu gefährlichen Situationen kommen könnte, die dann durch die veränderte Wahrnehmung falsch interpretiert werden können.
- Körperliche und geistige Probleme sollten vorher dargelegt werden.
- Der Gefesselte sollte dem Fesselnden jederzeit Report über sein Befinden geben und im Notfall abbrechen lassen.
- Der Fesselnde sollte den Gefesselten die ganze Zeit beobachten und sich mit ihm dabei unterhalten, um Probleme frühzeitig zu bemerken und gegebenenfalls selber abbrechen.
- Es sollte immer ein Messer oder eine Schere griffbereit zurechtgelegt werden, um schnell reagieren zu können (Seile sind ersetzbar, Menschenleben nicht). Doch bei einer Suspension ist es im allgemeinen erheblich sicherer jemanden kontrolliert herabzulassen, als das Haupthängeseil durchzuschneiden. Jemand der planvoll innerhalb der Shibari-Tradition fesselt, hätte dabei noch immer eine Hand frei, für das Opfer.
- Der Gefesselte sollte vorher über evtl. auftretende gefährliche Symptome (Taubheitsgefühl in den Händen, vor allem beim Daumen, Gefühlseinschränkungen in den Armen, Beeinträchtigung des Handhebenervs) aufgeklärt werden, um frühzeitig Bescheid geben und so Folgeschäden vorbeugen zu können. Achtung: Ein Beeinträchtigung des Handhebenervs merkt der Gefesselte meist nicht, daher sollte der Aktive regelmäßig die Bewegungsfähigkeit der Hand kontrollieren.
- Beim Shibari haben weder Nylonseile noch Baumwollseile etwas zu suchen, erstere können zu Hautabschürfungen oder gar -verbrennungen führen, letztere sind zu elastisch.
- Hängetechniken sollten nur von geübten Personen durchgeführt werden, die alle anderen Standardfesselungen sicher beherrschen.
Die Kapitel des Buches: Shibari - Vorwort - Einführung - Geschichtliches - Sicherheit - Materialkunde - Knotenkunde - Fesselungen - Begriffslexikon - Bekannte Künstler - Index - Quellen