Studieren in Deutschland - Ein Basisregelwerk: Hochschulen

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- Inhaltsverzeichnis -

1 Einleitung - 2 Grundlagen - 3 Fächer und Abschlüsse - 4 Hochschulen - 5 Bewerbung und Immatrikulation - 6 Vorbereitungen - 7 Institutionen und Akteure - 8 Das Studium - 9 Studentenleben- 10 Glossar

 

Inhaltsverzeichnis

Wo kann ich studieren?

Fachhochschule (FH)

An einer Fachhochschule wird die Wissenschaft zur Praxis gemacht - hier findest du hauptsächlich technische, sozial- und naturwissenschaftliche sowie wirtschaftliche und (praktische) künstlerische Studiengänge, also Fächer, die konkret auf eine Berufsgruppe vorbereiten können. Kannst du mit dem eher theoretischen, wissenschaftlichen Angebot einer Universität nichts anfangen und hast du lieber konkrete Ergebnisse und einen festeren Berufsweg vor Augen, so bist du hier richtig aufgehoben. Die Studienpläne sind weniger frei und das Studium ist generell verschulter, was dazu führt, dass an Fachhochschulen einfach weniger Chaos herrscht.

Du kannst mit einem an einer Fachhochschule erworbenen Bachelor-Abschluss übrigens an einer Universität weiterstudieren (und umgekehrt) oder unter bestimmten Voraussetzungen auch promovieren.


Universität

An Universitäten wird gelehrt und geforscht. Das Studienangebot setzt sich dementsprechend aus stärker theoretisch orientierten Fächern zusammen, was aber auch bedeutet, dass es weitaus mehr Fächer gibt. Zum Beispiel sind hier im Gegensatz zu Fachhochschulen auch viele geisteswissenschaftliche Studiengänge vertreten. Natürlich wird auch an Universitäten Praxis gelehrt, allerdings hast du nach einem Studium hier einen weniger festen Berufsweg vor Augen. Ein Universitätsstudium soll es dir ermöglichen, selbstständig zu arbeiten und neue, eigene Wege zum Lösen von Problemen zu finden. (Offenbar musst du daher schon im Studium selbst viel mehr selbst organisieren können) Deine Kenntnisse werden auch nicht alleine auf ein Fach beschränkt sein. Wenn du Dingen gerne auf den Grund gehst, über abstrakte Dinge diskutierst und mit Regeln, die man eben so befolgt nichts anfangen kannst, bist du an einer Universität richtig aufgehoben.

Einen Master kannst du auch mit einem Universitäts-Bachelorabschluss an einer Fachhochschule erwerben.


Berufsakademie

Eine Berufsakademie erlaubt dir, neben praktischer Ausbildung in einem festen Betrieb dual zu studieren. Das Studium hier dauert in der Regel drei Jahre, wird finanziert, muss allerdings von einer Firma getragen werden - du musst dich also zuerst bei einer Firma für einen Ausbildungsvertrag bewerben. (...)


Bundeswehr

Die Bundeswehr unterhält in Deutschland zwei Universitäten, in München und in Hamburg. Das Studium beim Bund ist mit einer 12-jährigen Verpflichtung verbunden und sollte daher wohlüberlegt sein. (...)


Kunsthochschule

(...) Die Bewerbung erfolgt immer mit einer Vorauswahl durch eine Arbeitsmappe, häufig muss auch ein Eignungstest bestanden oder auch ein Aufnahmegespräch geführt werden.


Privatuniversität

Diese sind Fachhochschulen vom Studienangebot her recht ähnlich, häufig sind sie aber aufgrund der Studiengebühren sehr viel besser ausgestattet als die kostenlosen Hochschulen, wodurch eine oftmals bessere Lernatmosphäre herrscht. Die Fachauswahl ist häufig auch stark wirtschaftlich orientiert.


(Kirchliche Universität/FH?)


Und wo sollte ich studieren?

(Unterschiede der Hochschulformen tabellarisch und in einem kurzen Text erklären - Uni, FH, Studium beim Bund, Privatuni)


Entscheidungshilfe

Es gibt im Internet und auf vielen Seiten rund ums Studium unzählige kostenlose Tests, die dir bei deiner Entscheidung hilfreich sein können. Sieh sie auf alle Fälle als Orientierung, nicht aber als mehr - was dir Spaß macht und was du kannst oder nicht kannst, solltest du vor allem selbst erkennen können.

90-minütiger Fähigkeitstest mit ausführlicher Auswertung

Das Arbeitsamt bietet in vielen Regionen kostenlose Studiumeignungstests an - ergreife die Chance, wenn du sie hast. Den Ergebnissen mag es manchmal an Aussagekraft mangeln, einen guten Einblick in die Anforderungen beim Studium bieten (und eine interessante Erfahrung) sie aber alle Male.

Einige Firmen bieten solche Tests auch gegen Bezahlung an - ich persönlich konnte jedoch noch keinen finden, den es nicht in ähnlicher Form irgendwo kostenlos im Internet gibt, von daher rate ich von diesem Spiel mit der Unsicherheit eher ab.

Hochschulwahl

Am liebsten zu Hause.. (Kapiteleinleitung)


Kriterien für die Uniwahl

Den passenden Studienort auszuwählen kann dir genauso schwer erscheinen wie die Wahl des richtigen Studienganges. Wenn du nicht zu den Glücklichen gehörst, die sich schon von Anfang an für eine bestimmte Hochschule entschieden haben, dann kann dir die folgende Liste an möglichen Kriterien bei deiner Entscheidung hilfreich sein:


Hochschulrankings

Oft herangezogen, jedoch in Deutschland noch ein zweischneidiges Schwert: Studiengänge sind nicht jedes Jahr identisch (gerade in Zeiten der Umstellung von Diplom auf Bachelor/Master), Professoren wechseln genauso wie die Ausstattung der Uni. Wenn du verschiedene Rankings vergleichst, wirst du teilweise erhebliche Unterschiede feststellen können. Außerdem ist klar: Jede Hochschule hat ihre Stärken und Schwächen. Hochschulrankings geraten wegen der genannten Gründe oftmals in die Kritik.

Dennoch: Auch Arbeitgeber sehen gerne nach, wie angesehen die Hochschule ihrer Bewerber war. Und: Kein Professor siehst "seine" Hochschule gerne schlecht bewertet, und das schlägt sich häufig auf die Kritiken nieder.

Du solltest idealerweise schon wissen, was du studieren möchtest, bevor du die mit Hilfe der Hochschulrankings schaust, welche Hochschule dir für das gewünschte Fach (und auch für dich selbst) die besten Rahmenbedingungen bietet.

Eine Liste von Deutschlands Hochschulrankings:

CHE
FOCUS
SPIEGEL
(...)

Ein Blick in mehrere lohnt sich zudem, weil nicht alle Studiengänge in jedem vertreten sind.

Wikipedia: Hochschulrankings

Uni nahe am Heimatort

Irgendwo will man die alten Bekanntschaften ja gut aufrecht erhalten - Vorteile sind weitaus weniger stressbeladene Orientierungslosigkeit, besonders am Anfang, und ein bereits bestehender Freundeskreis; Nachteil ist vielleicht die spätere Wirkung im Lebenslauf - wählst du eine gute Uni fernab deiner Heimat, so beweist du vor allem Flexibilität und Entscheidungsvermögen.

Aufbau des Studienganges

Ist das Studium eher praktischer oder theoretischer Natur? Gibt es Pflichtpraktika, oder ist ein Auslandsaufenthalt Pflicht? (...)


KVV des Studienganges

Das KVV (Kommentiertes Vorlesungsverzeichnis) ist häufig auch gleichzeitig eine Liste aller Lehrveranstaltungen eines Studienganges. Es lohnt sich, während der Uniwahl den einen oder anderen Blick hineinzuwerfen - denn kurz gesagt siehst du im KVV, was du an der Uni lernen wirst. Besonders geisteswissenschaftliche Studiengänge unterscheiden sich von Universität zu Universität oft erheblich, daher wende lieber etwas mehr Zeit auf und suche nach der Kombination, die dir am besten gefällt. Fast alle Universitäten bieten ihre KVVs auch im Internet an.


Forschungsgebiete und Abschlussarbeiten

Diese findest du auf der Uni-Homepage und auf den Internetseiten der Institute und können dir, ebenso wie das KVV zeigen, mit was du dich an der Wunschuni befassen können wirst.


Stadt

Optimal natürlich, wenn du die Stadt und die Hochschule vor dem Einschreiben besuchen kannst. Hier könnten dir zum Beispiel die Wohnsituation, das kulturelle Angebot der Stadt, die öffentlichen Verkehrsmittel, die Verkehrsanbindung, das studentische Leben, die Größe, die Kneipendichte etc. etc. wichtig sein.

Viele interessante Beschreibungen von Hochschulstädten findest du auf den Seiten von E-Fellows.


Größe der Hochschule

Eine große Hochschule mit vielen Studenten ist mit hoher Wahrscheinlichkeit auch überfüllt - vielleicht hast du schon Bilder aus Vorlesungen gesehen, in denen die Studenten auf dem Boden sitzen mussten: Das ist an einigen Hochschule Gang und Gäbe. Große Hochschulen haben den Vorteil, den Studierenden auch mehr unterschiedliche Veranstaltungen und weitere Angebote zu bieten, kleine Universitäten sind persönlicher: Du wirst an ihnen viel eher direkten Kontakt zu deinen Professoren haben und auch schneller einen Freundeskreis aufbauen können. Die Lernatmosphäre ist in einer kleineren Gruppe auch entsprechend besser, und die Studiendauer kann sich verkürzen.


Ausstattung/Zustand der Universität

Hier wirst du dir wohl persönlich ein Bild machen, oder direkt andere Studenten fragen müsen: Wie alt ist die technische Ausstattung der Universität, und erlaubt sie effektives Lernen? Ist sie sauber, oder wirkt sie alt und ungepflegt auf dich?


Forschungsschwerpunkte

Forschungsschwerpunkte bilden häufig die Grundlage für die angebotenen Veranstaltungen und Seminare - zwar wird nicht in jedem Semester das Gleiche angeboten, aber mit einem Blick auf die Forschungsaktivitäten der Universität kann man feststellen, welche Lehrgebiete eine höhere Wahrscheinlichkeit haben. Dieser Punkt gilt wie das KVV besonders für Studiengänge, die sich von Universität zu Universität stark unterscheiden (z.B. viele Geisteswissenschaften).


Tag der Offenen Tür

Das beste Bild macht man sich oft selbst - hier kannst du Studierende ausfragen, dir Hochschule und Stadt näher anschauen und eventuell auch gleich die nötigen Unterlagen mitnehmen.


Auslandskontakte/Partneruniversitäten im Ausland

Wenn du während deines Studiums auch ins Ausland möchtest, so kannst du in der Liste der Partneruniversitäten schon sehen, in welchen Ländern das am ehesten klappen wird.


Weitere Angebote an der Universität

Hierzu findest du mit etwas Suchen viele Informationen auf der Webseite der Universität. Wie umfangreich ist das Hochschulsportangebot? Gibt es viele von der Uni organisierte Veranstaltungen in der jeweiligen Stadt? Gibt es Möglichkeiten für ein Studium Generale? Welche Sprachen bietet das Sprachenzentrum an? Gibt es ein Hochschulradio? Dürfen die Studenten ihre Universität selbst mitgestalten?


N.C. des Studiengange

Ein hoher Numerus Clausus bedeutet in allererster Linie, dass es jedes Jahr mehr Studienbewerber als freie Studienplätze gibt und spricht nicht unbedingt für die Qualität des Studienganges oder der Universtität - kann aber.


Absolventen-/Abbrecherquoten

(...)


Andere Studierende/Alumni

Last but not least lohnt auch hier der der Blick in Internetforen, das Befragen von dir bekannten Studenten und Absolventen, der direkte E-Mail-Kontakt - scheue dich da nicht, auch einmal einen wildfremden Menschen anzuschreiben - Schlimmeres als keine Antwort zu erhalten wird dir nicht passieren, und im Idealfall bekommst du neben wertvollen Informationen auch gleich erste Kontakte zum zukünftigen Studienort! Und bekanntlich gibt dir nichts ein besseres Bild als persönliche Erfahrungen.

Eine kleine Liste mit möglichen Fragen zur Hochschulwahl:

  • Würdest du noch einmal am gleichen Ort studieren?
  • Hast du dich irgendwie am Hochschulleben beteiligt?
  • Wie anspruchsvoll fandest du den Studiengang?
  • Konntest du schnell Kontakt zu Professoren und anderen Studenten aufbauen?
  • Hattet ihr viele Möglichkeiten zur Praxis?
  • Fandest du den Studiengang überfüllt?
  • Hast du im Studium irgend etwas vermisst?
  • Was bietet die Stadt?